2026.03 San Remo

Ziel: San Remo
Zeit: 23.03.2026 bis 31.03.2026

Strecke: Graz – Verona – San Remo – Verona – Graz



Gefahrene Kilometer mit dem Wohnmobil: 1892 km
Gefahrene Kilometer mit dem Rad: ca. 130 km

Besuchter CP:
Camping Verona Village
Camping Villaggio die Fiori

Vorwort
Wir haben schon im Jänner geplant um Ostern herum eine Woche frei zu nehmen, aber eigentlich mit einem ganz anderen Ziel. Die Idee war in der Zeit wieder einmal nach Dubai zu fliegen, aber das haben wir uns bei der aktuellen politischen Situation schnell überlegt. Helga ist dann mit der Idee San Remo gekommen, und ich war sofort dabei 😊. Die Woche war eigentlich 1,5 Wochen, da ich ja wegen meiner Altersteilzeit Montag und Dienstag nicht mehr arbeite, und so hat es sich rotz der langen Anfahrt auch gut ausgezahlt.  Das Wetter war super, es war tagsüber wirklich warm und der Wind war auch nur an wenigen Tagen stärker. In Summe waren die 10 Tage wirklich super und erhohlsam. 

22.03.2026
Graz – Trojane – Marburg – Laibach – Padua – Verona
Gefahrene Kilometer mit dem Wohnmobil: 535 km



Am Sonntag um ca. 10:00 Uhr sind wir in Graz losgefahren. Unser Ducato hatte in der Woche ein größeres und leider auch nicht ganz billiges Rundumservice bekommen. Zusätzlich zum notwendigen großen Öl Service bekam er eine neue Starterbatterie, neue Bremsen vorne, neue Traggelenke vorne, neue Filter und Ersatz für die leckende Servopumpe. Und das Problem, dass er in der letzten Zeit mit heißem Motor nur mehr sehr schwer oder gar nicht angesprungen ist, hat der neue Kurbelwinkelsensor gelöst. Da das jetzt, abgesehen von der Fahrt von der Werkstatt nach Hause, die erste Fahrt war, hat es schon ein wenig spannend gemacht. Man weiß ja nie ob wirklich alles so funktioniert wie es soll. Aber gleich vorweg, die Werkstatt hat gut gearbeitet, alles war perfekt. Wir sind mit ca. viertel vollem Tank in Graz losgefahren, da wir bei der Durchfahrt durch Slowenien tanken wollten. Dort war der Dieselpreis bei 1,55 €, im Vergleich zu 2,2 € bei uns. Die A9 bis Spielfeld war ziemlich voll, die Idee mit dem Tanken in Slowenien hatten erstaunlicherweise 😉 viele andere auch. Ab der Grenze Slowenien ging es aber wieder gut voran, und beim Trojane Wirt haben wir einen kurzen Stopp gemacht. Helga ist eine Cremeschnitte und ein Gibanica für später kaufen gegangen 🙂 . Von dort sind wir abseits der Autobahn weitergefahren, da wir endlich den inzwischen schon durstigen Tank anfüllen wollten. Bei der ersten Tankstelle war viel los und an der Zapfsäule haben wir gesehen, dass wir nur 30 Liter tanken durften. Über Nacht hat der Staat Slowenien die Beschränkung eingeführt, was wir natürlich nicht mitbekommen hatten. Das Problem war aber nicht dass es keinen Sprit gab in Slowenien, sondern dass sie mit dem Transport zu den Tankstellen nicht nachgekommen sind, weil natürlich jeder, auch aus den Nachbarländern, zu dem Preis tanken wollte. Da 30 Liter bei einem relativ leeren 90 Liter Tank nicht wirklich viel sind, haben wir noch einen weiteren Tankstopp einlegen wollen. Aber das war gar nicht so einfach. Die Tankstelle 2 und 3 hatten keinen Diesel mehr, die Nummer 4 nur an einer Zapfsäule wo wir mit dem Ducato nicht hingekommen wären, und die 5. hatte dann 42 Liter Diesel für uns (50 wären erlaubt gewesen), somit war der Tank voll und wir hatten doch einiges gespart. In Summe war das Gefühl trotzdem ein wenig beklemmend, die vielen Tankstellen zu sehen die geschlossen hatten oder nur wenige Zapfsäulen offen hatten. Rund um Laibach war wieder viel los, aber wir sind flott bis zur Grenze gekommen. Dort hat es wegen einer Baustelle eine Umleitung gegeben, ev. hätten wir doch vorher aufs Navi hören sollen und nicht soviel quasseln  🙂 . In Italien war es angenehmer zu fahren, da keine oder nur sehr wenige LKWs wegen dem Sonntag unterwegs waren. Außerdem war hier die Situation an den Tankstellen wieder wie gewohnt, alles offen und zwar teurer als in Slowenien, aber trotzdem noch immer billiger als in Österreich. Vor Venedig haben wir eine kurze Pause gemacht, und uns ein warmes Weckerl gekauft. Die Umfahrung von Venedig war gesperrt, so mussten wir die 3-spurige Strecke Richtung Flughafen nehmen. Hier war wie immer sehr viel los, aber hinter Vendig gings wieder gut weiter. Bei Verona sind wir abgefahren, und zum Camping Verona Village gefahren. Dort haben wir uns eingeparkt und schnell eingerichtet. Später haben wir uns noch eine kleine aber feine Jause gemacht und sind dann bald Schlafen gegangen.

 

23.03.2026
Verona – Cremona – Savona – San Remo
Gefahrene Kilometer mit dem Wohnmobil: 417 km



In der Früh bin ich das gestern noch bestellt Gebäck holen gegangen und wir haben uns ein wenig Zeit gelassen. Um ca. 11:00 Uhr sind wieder los und zurück auf die Autobahn. Heute hatten wir wieder zweispurige LKW-Kolonnen und bis zur Abzweigung nach Brescia war wie immer hier sehr dichter Verkehr. Ab da ist es ruhiger zu fahren gewesen, aber dafür wurde die Strecke und Landschaft eher langweilig. Bevor es nach Genua hinunter gegangen ist, wurde es wieder spannender. Die Strecke ist zwar dreispurig, aber eng mit vielen Kurven und LKWs, grottigen Tunnels, nicht wirklich vertrauenserweckenden Brücken und einigen Baustellen. Ab Savonna wird es besser, aber da ist die Autobahn dann nur mehr zweispurig  und das Überholen von LKWs auf der engen Strecke bei Wind ist auch nicht immer lustig. Wir waren froh als wir bei San Remo abbiegen konnten und die kurvige Rumpelpiste zum Meer hinunterfahren konnten. Das Einchecken am Campingplatz ging wegen der Reservierung sehr flott, und wir konnten zu unserem Stellplatz fahren. Anders als bei den zwei vorigen Besuchen, war die Zufahrt zum Stellplatz diesmal sehr einfach. Die neuen Stellplätze mit eigenem Waschhaus sind größer und mit weniger Bäumen, dh, sehr angenehm zu erreichen. Sie sind zwar breiter, aber die maximale Länge des Wohnmobils am Stellplatz ist noch immer 7 Meter. Und wenn zwei 7 Meter Mobile hintereinander stehen, wird es auch hier wieder eng. Wir haben uns schnell eingerichtet, und Helga ist dann eine Runde spazieren und telefonieren gegangen. Ich habe die Räder abgeladen und die Akkus eingebaut, bevor ich mich zum Relaxen mit einem kühlen Blonden in die warme Sonne gesetzt habe. Dabei ist mir die Erkenntnis gekommen, das mir der Stellplatz vor unserem eigentlich viel besser gefallen würde. Mehr Sonne und freie Sicht für Sat und Starlink. Als Helga wieder gekommen ist, habe ich ihr das verkauft und bin dann zur Rezeption Plätze und Waschhausschlüssel tauschen gegangen. Dann sind wir wieder von den Keilen runter, haben die Abdeckung entfernt, sind einen Platz weiter nach vorne gerutscht und haben dann schnell wieder alles eingerichtet. Bei den Keilen haben wir (ich) nicht mitgedacht, und sind wie immer nach vorne raufgefahren. Dh hätte sich hinten ein Großer dicht draufgestellt, wäre ich nicht mehr runtergekommen, weil nach hinten kein Platz ist. Aber als wir gefahren sind, war hinten alles frei, und somit war das kein Problem. Als dann auch auf unserem neuen Stellplatz die Sonne weg war, sind wir ins Wohnmobil gegangen, weil es abends auch hier ziemlich kühl wird. Es war am Campingplatz noch wenig los und sehr viele Plätze waren frei. Die Nacht war ruhig und wir haben super geschlafen.

 

24.03.2026
San Remo
Gefahrene Kilometer mit dem Wohnmobil: 0 km

Camping Villaggio die Fiori – Bahnradweg – Bussana – Taggia – Riva Ligurie und wieder gleich retour
Gefahrene Kilometer mit dem Rad: 24 km



In der Früh bin ich in die Bar gegangen, und habe zwei Brötchen und 2 Croissants gefüllt mit Crema geholt. Das sollte der Standard für die nächsten Tage werden😊. Inzwischen durften die beiden E-Bikes auch noch ein wenig Frühstücken, da ich zum Laden des Akkus zuhause keine Zeit mehr hatte (oder besser gesagt:es einfach versemmelt habe 😉 ). Kurz vor Mittag sind wir los, und es war richtig schön warm in der Sonne. Aber da doch immer wieder ein kühles Lüfterl war, und vorallem die Tunnels ziemlich frisch waren, haben wir doch eine Jacke angezogen. Das erste Stück des Radweges auf der ehemaligen Bahntrasse geht durch San Remo. Es blüht alles, man sieht die Villen, den Hafen und das geschäftige Treiben in der Stadt. Dann kommt man raus und fährt etwas erhöht dem Meer entlang, und die Aussicht ist einfach geil. In einer Bucht mit Wellenbrechern haben wir eine Telefon Pause gemacht. Ein Kunde von Helga hatte Sehnsucht nach ihr 😊 . Dann ging es durch den ersten eiskalten Tunnel, der optisch viel schöner und ansprechender wirkte als die auf der Autobahn. Es gibt eine Bodenmarkierung, Beleuchtung und sogar Notrufsäulen, danke EU für das Sponsern. In einer Bucht sind die Einheimischen schon baden gegangen. Wir sind dann weiter bis Riva Ligurie gefahren, und ein Teil der Strecke war neu für uns. Beim letzten Mal war noch sehr viel gesperrt, weil es gerade neu hergerichtet wurde, und auf der Durchzugsstraße wollten wir damals nicht fahren. Bei Riva Ligurie fehlt noch immer eine Brücke, aber es gibt eine sehr enge Umleitung. Am Ende der Umleitung haben wir umgedreht und sind wieder retour gefahren. In San Remo beim Hafen sind wir eingekehrt, und haben uns einen gut gemischten Aperol Spritz gegönnt. Das Beiwerk das man dazu bekommt, ist noch immer ein Hit. Zwei Spritz und man ist betrunken und satt 😊, aber wir haben es bei einem belassen. Beim Supermarkt, nahe des Campingplatzes, der 24/7 offen ist, haben wir uns mit diversen Grillzeugs eingedeckt. Danach wurde der Griller aufgestellt und Garnelen, Capesante und Tintenfisch gegrillt. Grillgemüse und Knoblauchbrot gab es auch dazu. Gegessen haben wir im Freien und sind dann noch sitzen geblieben bis wir in den Schatten kamen, dann sind wir ins Wohnmobil gesiedelt. So warm es in der Sonne ist, so schnell wird es kalt, wenn sie weg ist. Die Nacht war angenehm, nur der Ecomat 2000 hat ein wenig gezickt und nicht mehr geheizt. Ich konnte ihn aber dazu überreden den Betrieb wieder aufzunehmen.

25.03.2026
San Remo
Gefahrene Kilometer mit dem Wohnmobil: 0 km

Camping Villaggio die Fiori – Bussana – Taggia – Riva Ligurie – Santa Stefano al Mare – Aregai – Piani-Ciapin – San Lorenzo und wieder gleich retour
Gefahrene Kilometer mit dem Rad: 46 km



Für heute war ein wenig Wind angesagt, speziell am Nachmittag ab 15:00 Uhr waren sogar 75 km/h angesagt. So sind wir nach dem Frühstück schon ein wenig früher los, weil wir heute noch ein Stück weiter wollten als gestern. Gestern war das Meer sehr ruhig, heute waren fast 2 Meter Wellen. Baden war heute keiner, weil es doch ein wenig kühler war durch den Wind, aber Wellenreiter haben wir dafür einige gesehen. In Der Sonne war es aber noch immer angenehm war, trotz dem auffrischenden Wind. Ein Stück vor Imperia, im Ristorante Il Veliero San Lorenzo al Mare, haben wir eine Pause gemacht und etwas gegessen. Der Oktopus Salat und eine Pfanne mit Spaghetti als Vongole waren ausgezeichnet und auch nicht teuer. Der Heimweg war wegen dem Gegenwind ein wenig beschwerlicher, deswegen sind wir in San Remo gleich wieder im Lokal von gestern zu einer Stärkung 😉 eingekehrt. Der Spritz war gleich gut, das Beiwerk gleich groß, nur das ganze pro Glas um einen Euro teurer als gestern, warum auch immer. Während dem Sitzen haben wir uns einen Elektronikladen herausgesucht, der mit den Bikes gut erreichbar ist. Wir wollten ein Backup für den Eccomat 2000 kaufen, weil Gas zum Heizen für die ganze Zeit hatten wir nicht genug mit. Und in der Nacht ist die Heizung durchaus noch notwendig. Wir haben die Räder durch die Fußgängerzone geschoben und ich bin in den ersten kleinen Laden rein. Sie hatten zwar einen kleinen Keramiklüfter, aber nur mit 2000 W, und das ist zum Campen doch ein wenig zu viel. Der supernette Verkäufer hat mir aber einen anderen Laden empfohlen. Der war aber ca. 15 Minuten entfernt, und alles durch die engen Gässchen der Fußgängerzone, wo man nicht Radfahren konnte. Bei einer Bar habe ich Helga gefragt ob sie mit den Rädern hier warten will, ich mach das alleine zu Fuß. Sie hat sich dann ein Gläschen Wein gegönnt, und den Geschäftsbesitzern rundherum beim Anbringen des Blumenschmucks zugesehen. Am Wochenende war San Remo in fiore, ein Blumenfest, und die ganze Stadt hat sich herausgeputzt. Ich bin mit Hilfe von Google Maps zu dem Geschäft gekommen, und habe um 29 € ein passendes Gerät bekommen. Dann bin ich wieder retour und hab mir als Belohnung auch ein Glas Weißwein bestellt. Auch hier haben wir wieder einen ganzen Teller mit Goodies dazu bekommen. Der Wind war inzwischen schon richtig kräftig und das zurück fahren zum Campingplatz war lustig. Am Campingplatz haben sich einige Dinge selbstständig gemacht. Die Camper mit VW-Bus direkt hinter uns, hatten ihre Sessel draußen stehen. Die sind schon im Wind gewandert, deswegen haben wir sie zusammengelegt und vor das Hinterrad unter ihr Auto gelegt. Auf der anderen Seite ist einer Deutschen der Teppich, der Tisch, die Sessel und alles war am Tisch war davongeflogen. Auch das haben wir geborgen und windsicher hingelegt, wobei das irgendwie nicht gut angekommen ist??? Und dann hat es einem Wohnmobil von älteren Italienern die Markisenbefestigung am Boden ausgerissen, und die ganze Markise über das Auto geschlagen. Das war kein schönes Geräusch und kein schöner Anblick, aber da haben die direkten Nachbarn dann geholfen. Trotzdem versteh ich die anderen Camper nicht ganz. Der Wind war angesagt, und jedem ist es scheinbar egal gewesen. Wir haben in der Früh alles befestigt und entfernt was fliegen könnte. Und die SAT-Schüssel haben wir auch eingefahren. Da wir Mittag schon gegessen hatten, und zwei Mal schon Goodies zu Aperol und Wein bekommen hatten, haben wir das Abendessen heute ausgelassen. Im Wohnmobil hat es ein wenig gewackelt und das Fernsehen war heute mit Internet und Stream, die Sat-Schüssel habe ich mich nicht ausfahren getraut. Am Abend war am Campingplatz keine einzige SAT-Schüssel mehr oben, dh. es hatte sich auch hier schon herumgesprochen, das Wind ist 🙂 . Da der Wind auch für Morgen angesagt war, und auch bewölktes Wetter, haben wir beschlossen morgen mit dem Zug nach Nizza zu fahren. Dazu musste ich am Abend aber noch einmal raus, Bustickets in der Rezeption kaufen, und vor allem unsere abgegebenen Personalausweise holen. In der Nacht hat es einmal für 5 Minuten geregnet, und gegen Mitternacht hat der Sturm sich wieder beruhigt.


26.03.2026
San Remo
Gefahrene Kilometer mit dem Wohnmobil: 0 km

Mit Bus und Zug: San Remo – Ventimiglia  – Nizza – Ventimiglia – San Remo

Nach dem Frühstück sind wir früh los und zum Bus gegangen. Die Bushaltestelle beim Supermarkt war noch immer nicht als Haltestelle erkenntlich, aber ein Einheimischer hat es uns auch noch einmal bestätigt, dass wir richtig sind. Der Bus war gut voll, aber wir haben noch zwei Sitzplätze nebeneinander bekommen. Diesmal ist der Busfahrer recht zivilisiert gefahren, nicht wie der „Ferrari Fahrer“ von 2023 😊. In Ventimiglia sind wir ausgestiegen und zum Bahnhof gegangen. Dort haben wir uns zwei Tickets nach Nizza gekauft und sind zum Bahnsteig. Den Zug haben wir um 1 Minute versäumt, aber egal, der nächste fährt in 20 Minuten vom selben Bahnsteig laut Anzeige. Irgendwann nach 15 Minuten haben wir wieder auf die Anzeige geschaut, und der Bahnsteig unseres Zuges hatte sich geändert. Dh. schnell die Treppe runter, die nächste wieder rauf und dort war der Zug auch schon. Es ist aber noch nichts draufgestanden, nur auf der Anzeigetafel am Bahnsteig. Es waren alle, auch die Einheimischen, verwirrt, aber das Rätsel hat sich bald gelöst. Der Zug war der richtige, er wurde nur noch schnell geputzt. Wir sind dann eingestiegen und haben uns wegen der Aussicht auf der linken Seite hingesetzt. Der Zug war recht leer und beim ersten Stopp sind die vielen Polizisten, die zu Kontrolle durchgegangen sind, wieder ausgestiegen. Hier wird relativ genau geschaut was mitfährt. Wir haben dann beide unsere Handys kurz auf Flugmodus gestellt, um nicht wieder in die Monaco Kostenfalle zu tappen. In Nizza sind wir raus und die Av. Jean Médecin entlang spaziert bis zum Place Masséna. Dort haben wir in der warmen Sonne einige Fotos gemacht, und dem bunten Treiben zugesehen. Zwischen Place Masséna und Promenade des Anglais sind wir in ein Lokal eingekehrt, weil wir Hunger hatten. Zwei Mal Weinbergschnecken, einmal Trüffelnudel und ein Steak haben unseren Hunger erfolgreich besiegt 😊. Dann sind wir die Promenade entlanggegangen, es wurde uns aber bald zu mühsam. Deswegen haben wir uns zwei Mieträder besorgt, und sind bis zum Ende und wieder retour bis zum anderen Ende gefahren. Es war viel los, und auch einige die am Strand in der Sonne gelegen sind. Im Wasser war keiner weiter als bis zu den Knien, soweit ich es gesehen habe. Dann haben wir die Räder wieder abgegeben, und sind beim Blumenmarkt in die Altstadt eingetaucht. Dort sind wir viele kleine Gässchen abgegangen, bis wir wieder zurück beim Blumenmarkt eine Tafel mit „3 Austern und ein Glas Wein“ gesehen haben. Dort mussten wir wegen Helga natürlich einkehren. Ich habe mir Moules frittes bestellt, Helga die Austern, und beides war super. Es war sehr warm und angenehm zu sitzen. Da wir beide schon etwas müde waren, sind wir langsam zum Zug retour gegangen. Auch diesmal waren wir ein wenig zu spät nach Ticketkauf am Bahnsteig, aber der Zug hatte Verspätung 😊. Der Zug war aber schon sehr voll von den vorigen Stationen, aber wir haben uns gerade noch zwei Sitzplätze erkämpft. In Ventimiglia hatten wir noch immer 5 Minuten Verspätung, dh. unser Bus war bereits weg. Inzwischen war es ziemlich frisch geworden, und die Aussicht 30 Minuten in der Kälte zu warten war nicht prickelnd. Dann ist aber ein Bus gekommen, der zwar San Rema oben stehen hatte, aber de Linie V war, nicht 2 wie die mit der wir gekommen sind, und die als einzige für uns passende im Plan zu finden war. Wir sind aber trotzdem rein in den Bus, im schlimmsten Fall müssen wir halt aus San Remo wieder mit dem Bus zum Camping fahren. Aber wir hatten Glück, er ist beim Campingplatz auch vorbeigefahren und auch dort stehen geblieben. Der Bus war randvoll, und die letzten beiden Sitze waren einer vorne in Fahrtrichtung, und einer dagegen ganz hinten. Da Helga empfindlicher ist bei der kurvigen Straße, bin ich nach hinten gegangen. Was ich aber nicht gesehen habe, hinten waren nur Arbeiter aus der ganzen Welt unter sich, und ein paar nicht wirklich vertrauenserweckende Gestalten. Die intensiven Gerüche waren von verschwitzten Arbeitern bis zum Küchenpersonal aus aller Länder der Erde. Und ich dachte immer die Fahrt mit der Linie 40 in Graz ist ein Erlebnis 🙂 . Sobald vorne etwas frei wurde, bin ich auch wieder nach vorne gegangen, wo es um einiges angenehmer zu sitzen war. Beim Campingplatz sind wir ausgestiegen und zum Wohnmobil gegangen. Die erste Tat war die Heizung in unserem Waschhaus zu aktivieren, und nach einer kurzen Pause sind wir uns dann beide duschen gegangen. Das war schon richtig Luxus dort 😊.

 


27.03.2026
San Remo
Gefahrene Kilometer mit dem Wohnmobil: 0 km

Camping Villaggio die Fiori – Bussana – Taggia – Riva Ligurie – und wieder gleich retour
Gefahrene Kilometer mit dem Rad: 24 km



Nach dem Ausflug mit dem Zug gestern, wollten wir uns heute wieder aufs Rad schwingen. Wir sind bis Riva Ligurie gefahren, und haben uns in einem Lokal, das wir von 2023 schon kannten Spaghetti mit Meeresfrüchten gegönnt. Die waren richtig viel, sehr gut und mit ordentlich Fischzeugs drauf. Und auch das Tiramisu war selbstgemacht und sehr gut.  In der Sonne war es richtig heiß, im Schatten aber kühl und der Wind war frisch. Diesmal haben wir keinen Aperol Spritz Stopp eingelegt, da wir noch Einkaufen wollten, und später dann am Abend mit dem Bus in die Stadt fahren wollten. Im Supermarkt haben wir unsere Vorräte aufgefüllt, und auch schon ein wenig für die Heimreise eingekauft. Am Platz haben wir eine kleine Siesta im Windschatten in der Sonne gemacht, und uns dann um ca. 17:30 zum Bus aufgemacht. Der Bus der kurz nach halb kommen hätte sollen, ist bis 18:10 nicht aufgetaucht. Vermutlich ist er gleich wie unserer gestern, ewig im Stau von Ventimiglia gesteckt. Um 18:10 haben wir aufgegeben, und beschlossen ins Restaurant am Platz essen zu gehen. Natürlich ist der Bus vorbeigefahren, genau als wir 1 Minute von der Haltestelle weg waren 😊. Das Essen im Restaurant war nicht schlecht, aber die beiden Pizzen hatte nicht die Qualität der Pizzen vom Camping Fusina. Vor allem war sehr viel Käse drauf, was die Pizza schwer macht und wir beide nicht so mögen. Aber der Rotwein war dafür umso bekömmlicher 😊. Und nur zum Preisvergleich zu Österreich: Eine Flasche Barolo oder Brunello wäre um 31 € zu bekommen gewesen im Lokal. Um den Preis bekommt man sie bei uns nicht oder ev. gerade im Geschäft.

 

28.03.2026
San Remo
Gefahrene Kilometer mit dem Wohnmobil: 0 km

Da wir bis jetzt jeden Tag Programm gemacht hatten, war heute einmal ein Ruhetag angesagt. Ausgeprägt Siesta 🙂 , ein wenig das Wohnmobil putzen und abfahrtsbereit machen und grillen, war das gesamte Programm heute. Es war super sonnig und warm, und man musste sehr aufpassen keinen Sonnenbrand zu bekommen. Und beim Anblick der Temperaturen und dem Wetter zuhause, mussten wir schon ein wenig schmunzeln 😉 . So kann von mir aus in Zukunft jede Kältewelle sein. Am Nachmittag sind wir noch einmal einkaufen gegangen, Am Rückweg haben wir der Darbietung der Blaskapelle plus Mädels Gruppe am Campingplatz ein wenig zugesehen. Das war schon Teil vom großen Blumenfest und scheinbar war irgendein Bezug der Kapelle zum Campingplatz. Danach haben wir ein Steak mit Gemüse und Knoblauchbrot gegrillt, und sind dann bald ins Wohnmobil und weiter ins Bett gegangen. So eine Siesta kann anstrengend sein 😊 . Der Ecomat Heizer hat übrigens seitdem wir einen Ersatz gekauft hatten, keine Mucken mehr gemacht.


29.03.2026
San Remo
Gefahrene Kilometer mit dem Wohnmobil: 0 km

Camping Villaggio die Fiori – Bahnradweg – Bussana – Taggia – Riva Ligurie und wieder gleich retour
Gefahrene Kilometer mit dem Rad: 24 km



An unserem letzten Tag sind wir wieder Radfahren gegangen. In San Remo war das Blumenfest im Gange, und viele Straßen gesperrt. Wir haben uns auch einige der wunderschönen Festwägen angesehen, und den Blaskapellen zugehört. Dann sind wir wieder bis Riva Ligurie gefahren, aber diesmal nicht auf Nudeln, sondern auf den ersten Eisbecher in dem Jahr eingekehrt. Retour waren die Straßen schon wieder offen, und wir haben uns noch auf Vorrat mit gefüllten frischen Nudeln eingedeckt. Die waren hier billig und sehr gut, das wir einige Packungen einkaufen mussten und auffüllen was im Eisfach des Kühlschrank Platz hatte. Am Campingplatz haben wir uns dann einen kalten Imbiss mit Oliven, Tomaten und einem selbstgemachten Avocado – Lachs Tatare gemacht, und danach eine Portion Nudeln. Nach einer kurzen Pause haben wir das Wohnmobil noch ein wenig vorgestellt, um die Räder hinten aufladen zu können, und alles andere so verstaut das wir morgen flott wegkommen würden. Check-out ist bis 10:00 Uhr, das ist für uns im Urlaub fast schon Stress 😊 .

 


30.03.2026
San Remo – Savona – Cremona – Verona
Gefahrene Kilometer mit dem Wohnmobil: 416 km



Heute hat uns der Wecker geweckt und wir haben unseren gestern eingekauften Panetone gefrühstückt, und nicht aufs Brot aus dem Restaurant gewartet. Um 09:30 waren wir fertig und sind los. Bei der nahen sehr engen und verparkten Tankstelle haben wir nach Check der Preise APP wieder vollgetankt, und dann ging es auf die Autobahn. Es war nicht sehr lustig zu fahren, viel Wind, viele LKWs und keine Lust zu fahren. Bei Genua hinauf wurde es kurz ganz mies, weil es dort auch ziemlich enge Kurven und Spuren gibt. Dafür wird es dann oben wieder langweilig. Man kann sicher herauslesen dass das keine unserer Lieblingstrecken ist 😊. Bei einer sehr neuen und noch nicht eingespielten Station haben wir uns zwei Weckerl und einen Espresso besorgt und eine kleine Pause eingelegt, bevor es wieder weiter ging. Vorm Gardasee wurde der Verkehr wieder sehr dicht, und wir haben unseren Plan wieder einmal über den Haufen geschmissen. Statt in Fusina, sind wir schon 100 Kilometer früher abgefahren, und wieder auf den Campingplatz bei Verona gefahren. Dort haben wir schnell eingecheckt, uns nahe des Waschhauses eingeparkt und dann etwas zu essen gemacht. Wir hatten noch ein Gulasch vom Mosshammer, unserem Fleischer des Vertrauens, mit. Dies wurde aufgewärmt, ein paar Frankfurter und zwei Spiegeleier dazu , und fertig war das improvisierte Herrengulasch mit Baguette statt Knödel. Abends haben wir noch ein wenig Ferngesehen, und sind dann bald schlafen gegangen.

31.03.2026
Verona – Padua – Udine – Tarvis – Graz
Gefahrene Kilometer mit dem Wohnmobil: 524 km



Die Nacht war angenehm, nur beim Aufwachen hatte ich schon einen Bombenschnupfen. Irgendwie war es hier um 15 Grad kälter, und das war nicht gut für meine Gesundheit. Wir sind nach dem Frühstück los und es war ein wenig besser zu fahren als gestern, trotz rinnender Nase und Augen und dauerndem Niesen. Es war zwar noch immer viel Verkehr und Wind, aber heute war die Lust ein wenig größer als gestern. Bei Gemona sind wir abgefahren, und haben wie schon so oft bei der Pizzeria da Michele gestoppt. Dort haben wir uns mit Lasagne und Tiramisu eingedeckt, und die im Wohnmobil verspeist. Dann hat es noch eine kurze Siesta gegeben, bevor wir den Rest angegangen sind. Im Kanaltal sind wir abseits der Autobahn geblieben, da es bei dem Wind hier besser zu fahren war. Bei Villach war es im Schatten weiß neben der Autobahn 🙁 , und nur lauschige 4 Grad „warm“. Das wurde aber vom Packsattel noch getoppt, 2 Grad und Schnee. In Graz war ich dann froh, dass wir zuhause waren. Dort haben wir nur mehr den Gastkater gekraut und die Räder abgeladen. und dann sind wir bald ins Bett gegangen.