2019.01 Vrsar

Ziel: Vrsar

Zeit: 03.01.2019 bis 06.01.2019

Strecke: Graz – Laibach – Vrsar – Laibach – Graz

Gefahrene Kilometer: 740 km

Besuchter CP: Camping Porto Sole

03.01.2019 Graz – Laibach – Camping Porto Sole (Vrsar) Gefahrene Kilometer: 371 km

Nachdem wir in der ersten Weihnachtswoche das „echte“ Wintercamping mit Schnee und Kälte in Zell am See genießen durften, sind wir nach einer kurzen Pause zuhause (Silvester in Graz) wieder zu „Warmduschern“ geworden und ans Meer gefahren. Für den ersten Versuch haben die Temperaturen bis minus 8 Grad und die paar Zentimeter Schnee in Zell am See durchaus gereicht und uns auch auf den Geschmack gebracht. Wenn ich mir aber ansehe was in den letzten Tagen in manchen Regionen an Schnee gefallen ist, erspare ich mir das dann doch lieber und genieße lieber frühlingshafte Temperaturen, Sonne und blauen Himmel am Meer in Istrien. Am Donnerstag am Vormittag sind wir bei grausigem kalten Wetter und 2 Grad in Graz Richtung Süden aufgebrochen. Ab und zu hat es genieselt und der Wind war teilweise auch recht stark. Wir hatten keinen Stau an der Grenze, weder in Spielfeld noch an der Slowenisch kroatischen Grenze und auch auf der Autobahn war wenig los. Je näher wir ans Meer gekommen sind, desto schöner wurde das Wetter und höher die Temperatur. Bei gegen Graz lauschigen 9 Grad ist das Thermometer stehen geblieben, und das am späteren Nachmittag. Laut Navi war die Abfahrt bei Porec gesperrt (hat zwar nicht so ausgesehen, aber der Garmin wird es schon wissen) und so sind wir bis zur nächsten Abfahrt gefahren und dann nach Vrsar zurück. Das ist sowieso die bessere Strecke also war es kein Problem für uns. Beim Einchecken haben wir einen Plan mit den freien Plätzen bekommen und uns einen in der ersten Reihe ausgesucht. Der Platzteil auf der Meerseite war noch ziemlich voll, es hat nur einzelne Lücken gegeben. Der andere Teil vom Campingplatz war fast leer. Nach einem kurzen Einrichten sind wir in den Fresh Corner ein Bier trinken gegangen, und haben das Ganze einmal auf uns wirken lassen. Nach dem sind wir der Promenade und den Hafen entlang nach Vrsar zum Restoran Trošt  gegangen. Das lokal wurde uns von einem Kärntener Camper Kollegen vor Jahren empfohlen, und es ist noch immer gleich gut wie damals. Wir haben einen Tisch bekommen obwohl wir nicht reserviert hatten, und das noch genau gegenüber vom Indoorgrill. Das ist besser als jede Kochsendung im Fernsehen 😉 .Nach dem Essen sind wir zurück spaziert und haben das Wohnmobil einmal ordentlich eingeheizt. So schön es am Tag ist, Abends kühlt es auf 4 Grad ab und wird ziemlich frisch. Da wir 2 fast volle Gasflaschen mit hatten, mussten wir nicht sparen und so wurde es bald richtig angenehm im Wohnmobil. Nach ein wenig Fernsehen sind wir bei Meeresrauschen eingeschlafen.

04.01.2019 Camping Porto Sole (Vrsar) Gefahrene Kilometer: 0 km

Geweckt wurden wir von der Sonne die beim Dachfenster herein geschienen hat und das Rauschen des Meeres und Schreien der Möwen hat sicher auch mit geholfen. Der Himmel war tief blau, die Sonne hat schon ein wenig Kraft und wenn man sich irgendwo in windstille hinsetzt ist es richtig frühlingshaft. Die angesagten Schneemassen in Österreich lassen viele schon abreisen und so wird der Platz deutlich leerer. Wir frühstücken gemütlich und gehen dann duschen. Dazu muss ich gleich etwas anmerken: der Platz und die Waschhäuser waren die gesamte Zeit immer super sauber, es war sehr warm im Waschhaus und es hat zu jeder Tages und Nachtzeit heißes Wasser gegeben. Wir sind dann später nach Vrsar spaziert und Helga hat bei dem offenen Supermarkt gemeint dass wir eigentlich grillen könnten. Ich war nicht schwer zu überreden 😉 . Der Supermarkt war erstaunlich gut bestückt und der Fleischer hat uns je 2 Stück Rostbraten und Karree verkauft. Dazu noch ein Baguette, eine Trüffelcreme von Zigante (das ist der Trüffelpapst von Istrien) und ein grüner Salat und das Menü war fertig. Wir sind dann zurück gegangen und haben die Sessel in die Sonne gestellt und den Griller aufgebaut. Aber anders als viele andere am Platz haben wir die Jacken angelassen weil wir nicht krank werden wollten. Teilweise sind die Leute mit kurzen Ärmeln herumgesessen, aber dazu war es mit dem leichten kühlen Wind für uns viel zu kalt. Mit Jacke war es aber einfach super in der Sonne. Getoastetes Baguette mit Olivenöl und Knoblauch, weitere Baguettestücke mit der sensationellen Trüffelcreme drauf und dazu ein eiskalter Prosecco aus dem Vorrat waren die Vorspeise. Gegrillte Koteletts / Rostbraten und knackiger grüner Salat die Hauptspeise. Die haben wir aber im Wohnmobil gegessen da draußen das Essen zu schnell kalt geworden wäre. Nach dem Essen sind wir noch eine Verdauungsgrunde gegangen, und haben den wunderbaren Abendhimmel genossen.

05.01.2019 Camping Porto Sole (Vrsar) Gefahrene Kilometer: 0 km

Auch heute wurden wir wieder von Meer und Möwen geweckt, nur die Sonne hat sich ein wenig Zeit gelassen. Der Platz ist inzwischen schon ziemlich leer geworden. Ein älteres Wohnmobil aus Udine war von dem großen Platz Angebot scheinbar ein wenig überfordert. Die haben während unserem kleinen Frühstück zig Plätze angefahren und keiner hat gepasst weil sie überall wieder weiter gefahren sind 😉  Wir sind später wieder nach Vrsar gegangen und den Hügel hinauf in Richtung Kirche geklettert. Vor dem Gemeindezentrum ist ein großer Eislaufplatz gewesen und an einer Ecke des (Haupt ? ) Platz war eine nette Weinbar mit ein paar Tischen windgeschützt in der Sonne. Natürlich haben wir eine Pause einlegen und dort einkehren müssen. Dort sitzen haben wir die eigenartige Architektur am Haus gegenüber bewundert, ein Fenster das über zwei Häuser geht. So etwas haben wir vorher noch nicht gesehen, und am Malvasia ist es nicht gelegen weil ich hab ein Beweisfoto 😉 . Wir sind dann weiter am Bischofs Palast und der Kirche vorbei den Hügel hinunter durch den Skulpturenpark in Richtung Restoran Trošt gegangen. Heute waren viele Tische frei, auch wieder „unser“ Tisch vorm Griller. Da wir beide hungrig waren, wurden es schwarze Nudel mit Scampi und Trüffelnudeln als Vorspeise, Tintenfisch und eine ganze Zahnbrasse vom Rost mit Mangold und Gibanica als Nachspeise. Das „Fernsehprogramm“ vom Indoorgriller war wieder sehr spannend und es wurden einige gar nicht kleinen Fische auf den Rost gelegt. Der Koch grillt das nur nach Gefühl, ohne irgendwelche Hilfsmittel wie ein Grillthermometer. Sobald sich die Rückenflossen leicht herausziehen lassen, ist der Fisch fertig. Der Verdauungsschnaps kommt vom Haus wenn man bezahlt. Gut gesättigt haben wir noch eine halben Liter vom ausgezeichneten Olivenöl gekauft und sind dann nach Hause gegangen. Inzwischen waren wir bis auf einen Nachbarn schon wirklich alleine in unserem Eck aber beim Fernsehen am Abend ist dann der Italiener von Vormittag wieder gekommen. Es hat wieder sehr lange und einige Versuche und Plätze gedauert bis er ein Plätzchen für sein kleines Wohnmobil gefunden hat. Ich glaube für den wäre es besser einen vollen Platz ohne viel Auswahl zu haben, oder zumindest einen fix zugewiesenen Platz zu bekommen 😉 . Aber ich darf nicht lachen, früher hatten wir auch manchmal solche „Umständlichkeitsanfälle“ wenn es ein Überangebot an Plätzen gab.

06.01.2019 Camping Porto Sole (Vrsar) – Laibach – Graz Gefahrene Kilometer: 369 km

Nach dem Frühstück haben wir zusammengepackt und geduscht. Kurz vor Mittag sind wir bei wieder strahlendem Sonnenschein und 12 Grad am Thermometer abgefahren. Man kann die Schnee Bilder im Internet und im Fernsehen gar nicht glauben, wenn man hier ist. Die Autobahn war ziemlich leer und die Maut hat in die andere Richtung nur die Hälfte gekostet (warum auch immer). Die Grenze war kein Problem, es wurden zwar die Ausweise gescannt aber bei den paar Autos die unterwegs waren hat das keinen Zeitverlust gebracht. Ab Laibach hat der Verkehr zugenommen und es hat auch kurzfristig ziemlich zugezogen. Über den Karawanken ist eine dunkle Wolke gestanden und es hat ausgesehen ob es jeden Moment zu schneien beginnt. Ein paar Kilometer weiter war der Spuk aber schon wieder vorbei und die Sonne hat uns dann bis Graz begleitet. Auch in Spielfeld an der Grenze wurden wir durch gewunken und so waren wir bald zuhause in Graz. Hier hatte es eisige 2 Grad und der Wind hat das noch ungemütlicher gemacht, aber Schnee hatten wir keinen bekommen.