Weitere Urlaubsfahrzeuge

Mai 2018: wir haben wir unseren Fuhrpark um einen Anhänger (Sawiko Wheely) und einen Roller (Honda SH150i) als „Range Extender“ für Ausflüge vom Camping- oder Stellplatz erweitert.
Der Grund für den Kauf ist dass wir mit den Rädern von der Entfernung sehr beschränkt sind, und im Süden wie z.B. in Sizilien fehlt oft die Infrastruktur zum Radfahren. Auf einer engen Straße wo alle wie die Verrückten rasen, ist Radfahren nicht lustig. Wo es geht fahren aber weiterhin die Räder mit (wie z.B. in Burgenland, an die Donau …)
Die Entscheidung für den „sauteuren“ Wheely ist wegen der Verarbeitung und der Kürze des Hängers gefallen. Beim Vorwärts fahren merkt man ihn fast nicht, retour fahren ist eine eigene Geschichte. Wenn man ihn sieht (Kamera, Spiegel) und sehr schnell auf Abweichungen reagiert, geht aber auch das mit ein wenig Gefühl ganz gut.  Beim Roller waren die Gründe dass wir ein Qualitätsprodukt haben wollten, und keinen „Chinakracher“. Mir war wichtig dass das Ding gut verarbeitet ist und auch wirklich gute Bremsen hat da wir zu zweit die Nutzlast ziemlich ausnutzen. Deswegen ist auch die Entscheidung zum 150 ccm Roller gefallen, statt der 125er. Der A Führerschein ist vorhanden, somit ist das kein Problem. Und die 3 PS merkt man am Berg wirklich und die 300 € Mehrpreis sind verschmerzbar. Die natürlich noch lustigere 300er ist schon wieder um 2000 € teurer und um einiges schwerer. Die 150er reicht uns  für Ausflüge zu zweit und auch für Fahrten auf steile Berge zum Wandern vollkommen. 
Die Angst das uns der Wheely irgendwie beim Fahren einschränken könnte (Länge, SP Größe und Geschwindigkeitsbeschränkungen) war völlig unbegründet. Die erlaubten 80 kmh in den meisten Nachbarländern nimmt niemand so richtig ernst (natürlich ist es trotzdem verboten), und Platz dafür war bisher auf jedem Stellplatz. Wir bekommen auch oft gerade wegen dem Hänger besonders große und schöne Stellplätze um Platz zu haben, obwohl wir eigentlich überall Platz hätten. Und in den bis gefahrenen 6600 km (Stand September 2018) die er bisher hinten angehängt war, war er komplett unspektakulär und nicht zu merken. Bisher mussten wir ihn auch erst einmal abhängen, weil wir sonst bei einer Umleitung nicht mehr umdrehen konnten. Einzig bei der Maut merkt man ihn dann meistens (Italien, Kroatien, ..) und die Campingplätze kassieren oft auch ein paar Euro zusätzlich.


Update Juli 2020: Inzwischen sind wir ca. 14000 km mit dem Wheely gefahren und wir sind noch immer super zufrieden. Heuer haben wir noch die ausziehbare Lichtleiste mit zwei Radträgern dazu gekauft und selbst montiert. Dh. jetzt können wir mit Roller und Rädern unterwegs sein. Dazu musste ich aber die Auffahrtsrampe vom originalen Platz am hinteren Ende der Plattform entfernen, weil es sich mit den Rädern nicht mehr ausgegangen wäre. Deswegen habe ich aus einem Alu Winkelblech am Holm vorne eine Halterung gebastelt. Jetzt haben die Räder genug Platz, und die Stützlast passt auch wieder. 


Update Februar 2021: Da wir auch gerne Wandern, sind unsere Ziele immer öfter auch gebirgige Gegenden. Dort kann man zwar super Wandern, aber das Radfahren ist dort halt auch sehr anstrengend und der Radius dadurch sehr beschränkt. In Fisching am Camping 50 Plus haben wir uns  in den letzten Jahren zwei Mal E-Bikes ausgeborgt, das war cool aber irgendwie haben uns die Räder dann doch nicht 100%ig überzeugt. So wurde die Entscheidung immer wieder vertagt. Heuer im Jänner war es dann soweit, wir haben uns für 2 KTM Macina Cross 620 entschieden und das nach den ersten Ausfahrten auch bisher nicht bereut. 



Update März 2022: Es hat sich in den letzten Urlauben gezeigt, dass der Roller zwar ein wirklich super Fahrzeug ist, aber auf den oft schlechten Straßen nicht ganz das optimale Fahrzeug ist. Und auch auf Schotter ist es nicht wirklich lustig damit zu fahren. Das Problem war nicht die Leistung oder wie flott man damit unterwegs sein kann, sondern wirklich nur der vorher angeführte Grund. Wir sind weder in einer Midlife Chrysis wo unbedingt ein Motorrad ins Haus muss um sich noch einmal  jung zu fühlen 😉 , noch haben wir vor jetzt plötzlich große mehrtägige Motorradtouren zu machen. Das Thema habe ich bzw. wir schon in jungen Jahren ausgiebig abhandelt und sind z.B. mehrmals nach Griechenland gefahren.
Dh. haben wir den Roller verkauft und uns  wieder eine kleine Enduro gekauft. Es ist aber gar nicht so leicht eine kleine Reiseenduro zu finden, da die meisten Reiseenduros sehr wuchtig und stark sind. Wir sind wieder bei Honda fündig geworden und haben uns eine neue 2021er CB 500 X gekauft. Die schaut zwar von der Seite auch wuchtig aus, von vorne sieht man aber dass sie eher schmal und leicht gebaut ist. Mit den 48 PS ist es auch zu zweit lustig zu fahren und eilig haben wir es sowieso nicht. Es ist zwar ein wenig ungewohnt für mich weil man durch den niedrigen Hubraum doch eher mit höheren Drehzahlen fahren muss, aber das wird schon werden. 

Update Mai 2022: Da die neue Enduro höher und schwerer ist, keine Automatik wie der Roller hat und somit auch etwas schwieriger zu verladen ist, haben wir uns etwas einfallen lassen um das Ganze wieder etwas einfacher zu gestalten. Es hat zwar mit der gewohnten Methode (neben mitgehen und mit Motorunterstützung rauf rollen lassen) funktioniert, aber wirklich sicher und kontrolliert war irgendwie anders. Und irgendwann bekommt das Motorrad dann Übergewicht, fällt beim Verladen um und man hat eine ziemlichen Schaden. Wir dachten uns dass muss auch einfacher gehen, und wurden beim Hersteller vom Hänger fündig. Die Firma Sawiko bietet eine genau zum Hänger passende Motorrad Verladehilfe an, die wir uns nach genauerem Informieren bestellt haben. Man bekommt einen ca. 60 Kilo schweren und ziemlich durchdachten Bausatz aus vielen Einzelteilen, aber leider mit einer etwas „bescheidenen“ Aufbauanleitung. Dafür ist er aber, wie bei allem von dieser Firma, sauteuer aber, man muss auch zugeben von hoher Qualität. Das Verladen geht jetzt wirklich einfach, sicher und absolut ohne jegliche Kraftanstrengung 🙂 . Man fährt mit dem Vorderrad in einen Schlitten und das Motorrad steht dann schon alleine. Dann fixiert man es am Schlitten noch mit 2 Spanngurten und hängt den Gurt von der Seilwinde ein. Mit der Seilwinde zieht man den Schlitten plus Motorrad dann den Hänger hinauf. Am Hänger muss man dann das Motorrad noch mit 4 Gurten abspannen, die Fixierung für das Hinterrad montieren und die Seilwinde und die Schiene verstauen.
Helga hatte die Ehre die erste Verladung per Seilwinde zu machen, und hat das bei dem knapp 200 Kilo schweren Motorrad ohne Probleme und ohne Kraftanstrengung gemeistert 👍

 

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