2020.08 Fisching

Ziel: Fisching

Zeit: 07.08.2020 bis 09.08.2020

Strecke: Graz – Fisching – Farrach – Judenburg – Graz

Gefahrene Kilometer: 205 km

Besuchter CP:
50plus Campingpark Fisching – keine Kinder – keine Hunde

07.08.2020
Graz – Fisching – 50plus Campingpark Fisching
Gefahrene Kilometer: 92 km

Da uns, wie allen anderen auch, ein paar Wochen mit dem Lockdown ausgefallen sind, nutzen wir jetzt jede Möglichkeit mit unserem Wohnmobil weg zu fahren. Ein Familienbesuch in Judenburg wäre auch wieder einmal fällig, der wunderschöne 50plus Campingpark Fisching hatte auch noch einen schönen Platz für uns und so war das Ziel klar 🙂 . Am Freitag gleich nach der Arbeit sind wir los und auf die A9. Nicht weit hinter dem Plabutsch Tunnel hat auf der Gegenfahrbahn (Richtung Süden) ein langer Stau begonnen. Ob das schon die Blockabfertigung für die Slowenische Grenze, oder nur eine Vignetten Kontrolle der Asfinag war, kann ich nicht sagen. In unsere Richtung war zwar auch einiges an Verkehr, aber wir sind gut weitergekommen. Vor dem Gleinalm Tunnel wurden wir von einem stationären Radar mit knapp 100 km/h geblitzt. Das passiert uns aber öfters, Strafe kommt aber nie eine. Das Radar denkt scheinbar immer das wir ein LKW sind, der nachfolgende Check Prozess sortiert uns nach einem Datenbank Abgleich wieder aus weil wir ja doch „nur“ ein 3,5 Tonnen Mobil haben 🙂 . Durch die Mautstelle sind wir auch durch schnell gekommen. Für die Video Maut Spur sind wir zwar knapp zu breit (die hat nur 2,1 m, wir aber 2,19 m), aber auch jede andere Spur erkennt das Kennzeichen und öffnet den Schranken dank der Jahreskarte automatisch. Bei Zeltweg haben wir die Autobahn wieder verlassen und sind über kleinere Straßen zum Campingplatz gefahren. Dort wurden wir sehr freundlich begrüßt und nach dem Erledigen der Formalitäten und einem kurzen Tratscherl 🙂 sind wir auf unseren Stellplatz gefahren. Der Campingplatz ist, wie viele andere Plätze in dieser verrückten Zeit auch, komplett voll, da aber schon die Standard Stellplätze sehr groß sind, fällt das mit der guten Belegung nicht auf. Auch die Sanitäranlagen waren immer sauber da sie mehrmals am Tag geputzt wurden. Wir hatten einen wunderschönen Randplatz in unserer Reihe und ich musste verkehrt rein schieben. Durch einen vorstehenden Busch auf der Straße war das ein wenig schwierig, aber durchaus zu meistern. Nach dem ersten Einrichten haben wir gleich den Griller ausgepackt und fürs leibliche Wohl gesorgt 🙂 . Grillkäse und Tomaten (eigene) Mozzarella Salat als Vorspeise, 2 Tomahawk Steaks vom Duroc Schwein mit Knoblauch Baguette als Hauptgang haben den Hunger gestillt. Am Abend sind wir noch zum Badeteich spaziert und ich bin auch noch in den Teich hinein gegangen. Helga hat es sich inzwischen auf der Schaukel gemütlich gemacht. Hier sind wir dann noch ein wenig sitzen geblieben, bevor wir wieder zurück gegangen sind. Auch ohne das Aktivieren der Klimaanlage ist es im Wohnmobil mit Hilfe von einem Ventilator angenehm temperiert gewesen, da es am Abend und in der Nacht hier kühl wurde.

 

08.08.2020

50plus Campingpark Fisching 
Gefahrene Kilometer: 0 km

50plus Campingpark Fisching – Weißkirchen – Eppenstein – Obdach – Obdacher Sattel – St. Georgen in Obdachegg – Eppenstein – Weißkirchen – Allersdorf – Großfeistritz – Möbersdorf – 50plus Campingpark Fisching
Gefahrene Kilometermit dem Rad: 48 km und 790 hm (bei 30 Grad Außentemperatur)



Wir haben diesmal keine eigenen Räder mitgenommen, sondern uns zwei E Mountainbikes ausgeborgt.  Nach einem kräftigen Frühstück sind wir sie holen gegangen. Bernd, der Chef vom Campingplatz, hat uns noch mit Informationsmaterial und guten Tipps versorgt und dann sind wir aufgebrochen. Es wurde die Zirbenlandrunde, eine klassische E-Bike Runde laut Chefe. Es gibt hier in der Gegend ein Knotenpunktsystem mit welchen man vorgegebene Routen fahren kann, oder sich auch eigene zusammen bauen kann. 1.000 Radln (Citybikes und Mountainbikes) wurden vom Projekt Spielberg in der Region verteilt. Bei Gemeinden, Gastrobetrieben und Hotels stehen die Radln bereit für Bewohner und Besucher des Murtals, und zwei davon haben wir uns ausgeborgt. Der Weg hat uns durch Weißkirchen und weiter nach Eppenstein geführt, vorbei an der Ruine Eppenstein die hoch am Felsen thront. Dort haben wir eine Abzweigung übersehen und sind weiter direkt nach Obdach gefahren, was eigentlich als Rückweg gedacht wäre. Es ging stetig leicht bergauf und die Sonne hat mit 30 Grad herunter gebrannt. In Obdach haben wir eine Pause eingelegt und ein Eis gegessen. Dann ist es weiter, jetzt aber schon etwas steiler den Obdacher Sattel hinauf gegangen. Oben quert man die Bundesstraße und fährt weiter Richtung St. Georgen in Obdachegg. Jetzt wurde es wirklich steil und ohne Motor wäre das nicht lustig gewesen. Ich schätze sogar das wir dann hier umgedreht hätten. Es war aber auch so kein ganzer Selbstläufer weil man ja auch treten muss und ein wenig auf den Akku Stand schauen sollte, aber natürlich viel einfacher als ohne Motor. Zwei sportliche Radfahrer haben wir am Berg fast mit einem schlechten Gewissen überholt, sie haben aber freundlich zurück gegrüßt. Ganz oben beim Gasthaus Koppler haben wir im Schatten etwas getrunken und sind trotz der sensationellen Gerüche aus der Küche tapfer geblieben. Der Weg hat uns dann steil hinunter und gleich darauf wieder steil hinaufgeführt, bevor wir dann die endgültige Abfahrt zurück nach Eppenstein gemacht haben. Von dort sind wir denselben Weg den wir gekommen sind bis Weißkirchen gefahren, und dort nach Allersdorf abgebogen. Bei Allersdorf fährt man dann knapp 4 Kilometer, natürlich wieder bergauf, das Tal hinein. Dort haben wir im Schatten eine weitere Pause gemacht in der ich mir das F1 Qualifying am Handy angesehen habe. Es war natürlich reiner Zufall das die Pause so perfekt gefallen ist 😉  Kurz darauf hat der Weg wieder gedreht und man fährt wieder auf der anderen Seite des Feistritzbach hinunter bis Großfeistritz und über Möbersdorf zurück zum Campingplatz. Dort haben wir die Räder wieder zurück gegeben und sind zur Abkühlung in den Teich gegangen. Im Lokal am Platz sind wir dann später essen gegangen, zwei Steirerschnitzel (Schnitzel Wiener Art mit Kürbispanade) mit Pommes und Salat. Zum Trinken gab es als Aperitif einen Zirbeninha. Das ist ein Cocktail aus Zirbenschnaps, Zirup, Limetten, Eis, und Roses Lime Juice, der einem das Zirbenland am Gaumen zergehen lässt (Original Zitat vom Erfinder Bernd). Das sollte man, wenn man in der Gegend ist, unbedingt probieren. Das Essen war auch gut, nur die vielen Fliegen die es vom nahen Bauernhof derzeit gibt sind ein wenig lästig. Den Abend haben wir wieder vorm Wohnmobil verbracht.

Und noch ein paar Gedanken zu den E-Bikes :
Es macht wirklich Spaß damit zu fahren und anstrengend ist es trotzdem. Der Hintern tut gleich weh wie ohne Motor 🙂 und die Wadl brennen am Abend auch gleich. Man fährt halt weiter und höher als ohne Motor und treten muss man ja trotzdem sonst hat mein keine Unterstützung. Wir haben die Räder mit fast halb vollem Akku zurückgebracht. Natürlich kann man den Akku bis aufs letzte ausquetschen, aber erstens kennen wir die Räder nicht so gut (wie teile ich mir den Akku ein dass er reicht) und zweites treten wir noch immer gerne selbst. Sonst nimm ich gleich den Honda Roller und mach mit dem eine Ausfahrt. In Summe sind wir aber noch immer nicht hundertprozentig überzeugt ob wir E-Bikes wirklich (schon jetzt) brauchen, oder erst wenn es mit dem selbst treten nicht mehr so gut funktioniert. Im Normalbetrieb und wenn es nicht zu steil wird sind unsere leichten Mountainbikes absolut ok und fördern auch die Kondition. Für extremere Touren sind E-Bikes aber super, und man hat sicher mehr Möglichkeiten die wir so nicht haben. In Summe wäre beides perfekt und dazu noch das gut 30 Jahre alte Stadt Rad das niemand stehlen versucht. Aber 6 Räder brauchen viel Platz und E-Bikes kosten doch nicht wenig wenn man etwas Vernünftiges will 🙂 . Dh. momentan wird es vermutlich bei hin und wieder Ausborgen bleiben, bis ein unschlagbares Angebot kommt und alle Pläne über den Haufen wirft 😉 .

09.08.2020
50plus Campingpark Fisching – Farrach – Judenburg – Graz
Gefahrene Kilometer: 107 km

Nach dem Frühstück haben wir begonnen zusammen zu packen. Ich war auch noch im Teich und kurz vor 12:00 sind wir rausgefahren. Das nächste Ziel war die Schlosstaverne Farrach, ein etwas gehobeneres aber absolut nicht abgehobenes Restaurant in dem ein absoluter Meister seines Fachs am werken ist. Aber auch das Ambiente und das Service stehen dem Essen nicht im geringsten nach. Wir haben im schönen Schlosshof wieder einmal sensationell gut gegessen und waren nachdem auch so satt, dass nicht einmal eine Nachspeise mehr Platz hatte. Von dort sind wir dann nach Judenburg weiter gefahren, wo ich meine Mutter besucht habe und ein wenig nebenbei das F1 Rennen verfolgt habe. Bei der Rückfahrt nach Graz war mehr los, auch bei der Mautstelle hatten wir ein paar Autos vor uns aber nichts gegen die Staus z.B. vorm Karawankentunnel. Vor der Raststation die nach dem Gleinalmtunnel ist, haben wir vermutlich für Kopfzerbrechen bei einem deutschen Urlauber PKW gesorgt. Wir sind gemeinsam mit ihm mit ca. 125 km/h beim stationären Radar vorbei gefahren.  Wir rechts, er geringfügig schneller aber sicher nicht zu schnell links, und es hat wie immer geblitzt :-). Wir werden vom Radar immer als LKW eingestuft und es wird dann aber wieder verworfen. Der PKW links von uns hat dann ziemlich heruntergebremst und wir haben sie noch lange miteinander diskutieren gesehen und ab da haben sie jede Beschränkung noch viel genauer eingehalten. Wären wir irgendwo nebeneinander gestanden, hätte ich sie beruhigt das wir quasi „schuld“ waren, aber so werden das unruhige Wochen des Wartens ob eine Strafe kommt für sie 🙂 In Graz wurde das Wohnmobil flott vorm Haus eingeparkt, an den Landstrom gesteckt (wegen dem vollen Kühlschrank) und wir sind dann direkt in den eigenen Pool gegangen. Unser Gastkater und Bademeister hat das genaustes überwacht und sogar die Wassertemperatur mit der Schwanzspitze gemessen 🙂