2021.05 Toskana

Ziel: Toskana
Zeit: Sonntag 23.05.2021 bis Sonntag 06.06.2021
Strecke: Graz – Fusina – Marina di Bibbona – Sarteano – Graz

Gefahrene Kilometer mit dem Womo: 1571 km
Gefahrene Kilometer mit dem Roller: 356 km

Besuchte CP:
Camping Fusina (bei Hin- und Rückreise)
Camping Le Esperidi
Camping Parco delle Piscina

Vorwort:
Irgendwie gibt es in der letzten Zeit keine normalen Urlaube mehr bei uns. Alle Pläne die wir haben, werden aus irgendwelchen triftigen Gründen kurzfristig über den Haufen geworfen 🙂
Der eigentliche Plan für diesen Urlaub wäre gewesen 2 Wochen in Österreich zu bleiben, und in Tirol und Salzburg/Oberösterreich Wandern und Radfahren zu gehen. Aber erstens war das Wetter in Tirol wirklich grottenschlecht angesagt (nur Regen und wirklich kalt), zweitens hat mich ein paar Tage vor der Abfahrt eine Verkühlung und Bronchitis erwischt.  Der Arzt meinte das Anstrengen und kalte feuchte Luft eher schlecht für mich wäre, hingegen Meeresluft und warme Luft besser wären. Und einem Arzt will man ja nicht widersprechen, aber Rezept wollte er mir trotzdem keines dafür schreiben 🙂
Der dritte Grund war dass die Region Imst die schlechtesten Corona Zahlen in ganz Österreich hatte, tlw. sogar mit Ausreise Testpflicht in manchen Bezirken.
Da Freitag und Samstag auch in Oberitalien das Wetter ziemlich mies war, haben wir die Abfahrt um 2 Tage nach hinten verschoben. Da war das Wetter zwar noch immer nicht prickelnd, aber zumindest war ein Ende in Sicht. Der neue Plan war also die Toskana zu besuchen und im Nachhinein muss ich sagen, dass die Entscheidung goldrichtig war. Schönes Wetter, viele coole neue Plätze entdeckt und die meiste Zeit waren auch sehr wenig Leute, was will man mehr 🙂

23.05.2021
Graz – Klagenfurt – Udine – Fusina (CP Fusina)
Gefahrene Kilometer mit dem Womo: 432 km

Am Sonntag in der Früh nutzen wir eine kurze Regenpause um unser Gespann abfahrtsbereit zu machen, kurz darauf regnets wieder wie aus Kübeln. Irgendwie will bei dem Wetter und den 13 Grad Außentemperatur noch kein richtiges Urlaubsfeeling aufkommen. Covid testen waren wir gestern noch, und das Einreiseformular für Italien haben wir beim Frühstück ausgedruckt und ausgefüllt, dh. der nötige Formalismus ist erledigt. Derzeit geht das Einreiseformular ja noch auf Papier, in ein paar Tagen nur mehr online. Auch eine Ladung Selbsttests für die eigene Sicherheit und Information haben wir mit, und in der zweiten Woche des Urlaubs haben wir beide die 22 Tage nach der ersten Impfung erreicht. Somit steht der Abfahrt eigentlich nichts mehr im Wege. Um 10:00 Uhr brechen wir dann endlich auf, natürlich regnet es wieder. Es ist wenig Verkehr und auf der Pack regnet es leicht und wir haben bald dichten Nebel. Die Temperatur sinkt auf 8 Grad, dh. Heizung statt Klima 🙁 . Bis Villach ändert sich nicht viel, nur der Nebel wird weniger. An der Grenze steht niemand der unsere Dokumente checken will, vermutlich ist das Wetter einfach zu schlecht dafür. Im Kanaltal fahren wir dann in ein richtiges Unwetter hinein. Sturm, Starkregen, Hagel begleiten uns bis kurz vor Udine, dann sehen wir das erste Mal seit Tagen wieder die Sonne 🙂 Im weiteren Verlauf steigt auch noch die Temperatur auf 25 Grad und damit natürlich auch die Urlaubstimmung und Laune. In Fusina angekommen sehen wir mit Freude, dass der Platz ziemlich leer ist, und nehmen uns trotz der Mehrkosten einen Meerplatz (sind das dann Meerkosten 😉 ). Der Platz 13 ist auch schön groß, dh. wir können einparken ohne den Hänger abzuhängen. Natürlich kommen sofort die Sessel und der Tisch raus, und es wird eine kleine Siesta in der Sonne gemacht. Mit F1 Rennen schauen, lesen und den vorbeiziehenden Schiffen zusehen wird der Nachmittag gemütlich vorm Wohnmobil verbracht. Am Abend holen wir uns zwei Pizzen und flüchten dann auch bald ins Wohnmobil, da aufgrund der wenigen Touristen das Verhältnis Moskitos zu Urlauber eher zu unseren Ungunsten ist 😉 Die Sessel und den Tisch verstauen wir in der Heckgarage, da morgen wieder Regen angesagt ist. Die Nacht war ruhig, abgesehen von ein paar Schiffen und dem gegen Mitternacht wieder beginnenden Regen

24.05.2021
Fusina
Gefahrene Kilometer mit dem Womo: 0 km

Geweckt werden wir von dem Prasseln des Regen am Dach und einer Cargo Fähre der Grimaldi Lines. Im warmen Bett beschließen wir einen Tag anzuhängen und erst morgen weiter zu fahren. Der Regen sollte bis heute Abend nicht aufhören, dann aber vorbei sein. Eine Fahrt durch die schöne Toskana im Regen und dann auch das Einchecken und Suchen eines schönen Stellplatzes bei Regen am neuen Platz macht irgendwie auch keinen Spaß. Den Tag haben wir gemütlich im Wohnmobil verbracht, und den immer wieder vorbeiziehenden Schiffen zugesehen. Am späteren Nachmittag wollte ich wieder zwei Pizzen holen, aber die Pizzeria war geschlossen. Die nette Dame vom Einchecken hat dann noch versucht in der Umgebung ein Restaurant zu finden das zum CP liefert, das nächste offene das liefert war aber in Mestre und somit würden die Pizzen dann vermutlich kalt bei uns ankommen. Dh. ich bin unverrichteter Dinge wieder zurück gegangen und wir haben einen kalten Imbiss hergerichtet. Es ist ja nicht so dass wir nichts mitgehabt hätten, wir waren nur eigentlich zu faul zum selber Machen gewesen 🙂 Am Abend gegen 21:00 Uhr war es dann auch mit dem Regen vorbei und wir konnten noch ein paar nächtliche Stimmungsbilder machen.

25.05.2021
Fusina – Padova – Bologna – Florenz – Rosignano Marittimo – Marina di Bibbona (CP Le Esperidi)
Gefahrene Kilometer mit dem Womo: 361 km

Geweckt wurden wir von der Sonne. Nach dem Frühstück haben wir zusammengepackt und sind Richtung Süden aufgebrochen. Bis Bologna war noch immer echt wenig Verkehr, nur die LKW-Kolonnen waren manchmal ein wenig anstrengend. Und zwar deswegen weil wir mit Hänger gleich schnell fahren dürften, aber bei jeder Steigung klar schneller waren. Auch über den Apennin war es gut zu fahren, aber in die andere Richtung war ein 20 km langer Stau mit stop and go Verkehr vor einer Baustelle. Bei Florenz sind wir auf die FI-PI-LI Richtung Küste abgebogen, die noch immer eine Rumpelpiste ist. Kurz vor Livorno sind wir auf die ebenfalls 4-spurige SS1 abgebogen, die Qualität der Straße war aber gleich schlecht wie vorher die FI-PI-LI. Die Landschaft war wunderschön grün und es blühte an allen Ecken, komplett anders als das Verbrannte bei den vorigen Besuchen. Bei der Abfahrt La California haben wir die Schnellstraße verlassen und sind auf der SP39 weiter bis Marina di Bibbona gefahren. Am Campingplatz war mehr los als in Fusina und wir wurden sehr freundlich begrüßt. Es wurde die Temperatur gemessen und dann sind wir schon mit dem Golfwagen herumgeführt worden. Der geplante Platz den uns der Mitarbeiter gezeigt hat, hat uns nicht wirklich gefallen. Er war zwar groß aber ohne Sonne und ohne SAT Empfang, am letzten Eck und direkt neben dem lauten Pool. Helga hat am Hügel oben eine Nische gesehen, die ihr gut gefallen hat. Der Mitarbeiter meinte aber das ist nichts für uns, denn das ist der Bulli Bereich wo Wohnmobile nicht hinkommen. Nach einer kurzen Besichtigung war ich auch der Meinung, dass das schon gehen sollte, zwar knapp aber doch. Der Mitarbeiter vom Platz war ein wenig ungläubig, hat die Nummer notiert und uns zurück zum Einchecken gebracht. Dort haben wir alle Formalitäten erledigt und sind dann auf den Platz gefahren. Bis 50 m vor den Stellplatz war alles easy. Dort haben wir den Hänger mit dem Roller abgehängt, und sind den Hügel hinauf Slalom zwischen den engen und teilweise ziemlich schiefen Bäumen bis zum Stellplatz gefahren. Ob sich das mit einem breiteren Wohnmobil als unserem auch ausgegangen wäre, bin ich mir nicht sicher weil es teilweise wirklich Zentimeterarbeit war. Oben musste ich noch einige Male reversieren, um von der Mitte an den Rand des Stellplatz zu kommen.  Was aber etwas mühsam ist, wenn vorne und hinten nur ein Meter Platz ist. Aber was macht man nicht alles für einen schönen Stellplatz. Wir hatten jetzt eine abgeschlossene Nische, mit Sonne, Schatten, ein nahes Waschhaus und sogar einer Lücke in den Bäumen für den SAT Empfang – einfach perfekt. Den Hänger mit dem Roller haben wir händisch raufgeschoben. Eine halbe Stunde später, nachdem wir uns fertig eingerichtet hatten und schon bei einem kalten Bier gesessen sind, ist der Mitarbeiter mit dem Golfwagen wieder vorbeigekommen, und hat ein wenig ungläubig geschaut. Damit hat er offensichtlich nicht gerechnet 🙂 Aus den Vorräten haben wir uns später eine perfekte Curry Wurst gemacht, die Sauce wurde natürlich komplett selbst gemacht

 

26.05.2021
Marina di Bibbona
Gefahrene Kilometer mit dem Womo: 0 km

Auch heute wurden wir von der Sonne geweckt. Zum Frühstück gab es heute Ham and Eggs. Beim Einkaufen von Obst und Weckerl, habe ich auch gleich einen Tisch im Restaurant reserviert. Das erste Essen in einem Restaurant seit langem 🙂 Den heutigen Tag haben wir so richtig genossen, ein wenig am CP herum spazieren, gemütlich in der Sonne sitzen und die Seele baumeln lassen. Es war zwar schon ein wenig los am Platz, aber in Summe war es noch immer sehr angenehm und ruhig. Das Einzige was ein wenig genervt hat, waren ein paar unverbesserliche Idioten. Beim Einchecken wurde man auf die relativ harmlosen Regeln hingewiesen. Vereinfacht zusammengefasst: Maske (MNS und nicht FFP2) muss immer mit sein, in Innenräumen immer auf, draußen muss sie zwar mit sein aber nur aufgesetzt werden, wenn man unter Leute kommt. Sollte eigentlich sehr einfach zu schaffen sein. Gewisse Leute haben das aber komplett negiert. Da die Italiener froh waren dass sie Gäste haben und deswegen oft nicht aktiv etwas gesagt haben (aber eigentlich durch ihr Verhalten schon gezeigt haben), muss man sich ja an nichts halten. Das war die Argumentation die wir öfters hörten. Wenn man wo zu Gast ist, und das sind wir Camper definitiv, sollte man sich auch wie ein Gast, und nicht wie die sprichwörtliche Axt im Wald benehmen. Zumindest ist das unsere Meinung dazu. Vor allem weil die Italiener selbst sich absolut vorbildlich verhalten haben. Mir ist es auch passiert, dass genauso ein Kasperl sich lustig über mich gemacht hat (kontrolliert sowieso keiner, gibt keine Strafen, usw. ), weil ich beim Abwaschen wo doch einige aufeinander getroffen sind, eine Maske auf hatte. Die Antwort war nicht sehr freundlich und hat sicher absolut nicht zur Völkerverständigung beigetragen.
Das Essen im Restaurant am Platz, auch wenn es “nur” im Gastgarten war, war ein völlig neues und schönes Feeling. Die Möglichkeit auch die Innenräume der Lokale nutzen zu dürfen, gab es erst ab Dienstag der zweiten Woche unseres Urlaubs. Das Restaurant war auch vom Service und Geschmack/Optik der Speisen wirklich ausgezeichnet. Am Abend sind wir noch vor unserem Wohnmobil gesessen, und haben genossen, dass es hier so gut wie keine Moskitos gab. Nur Ameisen hat es sehr viele gegeben, sogar mit eigenen Tafeln wurde davor gewarnt. Einige in unserer Umgebung hatten die Viecher früher oder später dann auch im Bulli, aber das weiße Ameisenpulver welches wir rund um die Reifen gestreut hatte bewahrte uns davor.

 

27.05.2021
Marina di Bibbona – Bibbona – Casale Marittimao – Guardistallo – Montescudaio – Cecina Mare – Marina di Bibbona
Gefahrene Kilometer mit dem Womo: 0 km
Gefahrene Kilometer mit dem Roller: 52 km

Nach dem Frühstück haben wir uns auf den Roller gesetzt und sind zur Weinstraße von Montescudaio gefahren. Das war eine Rundfahrt über schmale kurvige Straßen, an pittoresken Bergdörfern vorbei und durch eine herrlich blühende und duftende Landschaft. In Montescudaio haben wir einen Fotostopp eingelegt und ein wenig Pause gemacht. Weiter ging es dann nach Cecina Mare wo wir uns in einem Caffe an der Strandpromenade ein Eis genehmigten. Am Rückweg in Cecina haben wir einen Conad geplündert, und unsere Vorräte wieder aufgefüllt. Am Abend haben wir heute wieder selbst gekocht. Der gebratene grüne Spargel mit Tomaten und ein wenig Trüffelöl als Vorspeise, und Bratwürstel mit gegrillten Knoblauchbroten waren sicher ein paar Plätze weit zu riechen 🙂

28.05.2021
Marina di Bibbona – Castagneto Carducci – Bolgheri – Cecina (Conad) – Marina di Bibbona
Gefahrene Kilometer mit dem Womo: 0 km
Gefahrene Kilometer mit dem Roller: 53 km

Das Programm heute war ähnlich wie dem gestern, nur dass die Ausfahrt nach Castagneto Carducci ging. Das ist ein Bergdorf irgendwie fast wie aus dem Bilderbuch. Nach dem Einparken unseres Rollers kamen wir gleich bei einem Eisladen vorbei, und die inzwischen sommerlichen Temperaturen waren das beste Marketing für den Eisladen. Nach dem genussvollen Verspeisen von je zwei Kugeln Eis, sind wir ein wenig durch den wirklich schönen Ort spaziert. Von dort sind wir dann weiter nach Bolgheri gefahren. Dabei kommt man bei der beeindruckende Viale dei Cipressi vorbei, die eine 3 (in anderen Büchern steht 5 🙂 ) Kilometer lange Allee mit Zypressen ist, und das Oratorium von San Guido mit dem historischen Zentrum von Bolgheri verbindet. Bolgheri zählt angeblich zu den schönsten Orten der Toskana, wirkte aber trotz den originalen Häusern auch ein wenig touristisch auf uns. Auch hier war sehr wenig los. Von hier sind wir wieder zum Conad in Cecina einkaufen gefahren. Abends gab es gefüllte Tintenfische und Scampi als Vorspeise, und dann noch ein Thunfisch Steak mit grünem Spargel und Grillbrot danach. 

29.05.2021
Marina di Bibbona – La California – Bibbona – Casale Marittimo – Guardistallo – Cecina (Conad) – Marina di Bibbona
Gefahrene Kilometer mit dem Womo: 0 km
Gefahrene Kilometer mit dem Roller: 48 km

Auch heute sind wir gleich nach dem Frühstück wieder on tour gegangen. In Bibbona haben wir beim vorbei Fahren einen malerischen Turm auf einem Hügel gesehen, von dem wir ein Foto machen wollten. Nur leider war immer eine Stromleitung im Bild. Aber ein paar Straßen weiter und einen Hügel rauf, haben wir unser Bild ohne störende Stromleitung machen können. Von dort sind wir weiter nach – Casale Marittimo wo wir den nächsten Stopp eingelegt haben. Fast alle Häuser des malerischen und steilen Dörfchens sind vom Putz befreit und zeigen ihre natürlichen Sand- und Backstein Fassaden. Durch Guardistallo sind wir dann nur mehr durch gerollt, es war uns schon ein wenig zu warm zum weiteren herum Laufen. Danach wurde wieder einmal die sensationelle Fischabteilung vom Conad angesteuert. Heute sollte es bei uns Muscheln geben, natürlich waren sie aus. Daraufhin haben wir etwas planlos als Alternativmenü frische Nudeln eingekauft, aber wirklich überzeugt war ich irgendwie davon nicht. Ich war halt auf Muscheln fixiert 🙂 Da wir am Nachmittag nach unserer Ausfahrt noch ein schnelles gegrilltes Sandwich vom eigenen Griller genossen haben, hatten wir am Abend gar keinen großen Hunger. Ich habe mir dann meine Muscheln im Take Away geholt. Dazu eine Portion Pommes, und fertig waren die Moules frittes. Und Helga hat ein wenig mitgegessen. Ja ich weiß, falsches Land für Moules frittes, geschmeckt hat es aber trotzdem 🙂 Inzwischen hat sich der Campingplatz weiter gefüllt, die Pfingstferien in zwei großen deutschen Bundesländern bleiben halt auch hier nicht unbemerkt. In unserer direkten Nachbarschaft hat sich am Abend noch ein Van mit 2 kleinen Kindern eingeparkt, die den ganzen Tag nur wie am Spieß geschrien haben. Da kommt irgendwie keine Freude auf.

 

30.05.2021
Marina di Bibbona – Marina di Castagneto Carducci – Bolgheri – Bibbona – Cecina (Conad) – Marina di Bibbona
Gefahrene Kilometer mit dem Womo: 0 km
Gefahrene Kilometer mit dem Roller: 49 km

Da auch beim Frühstück der Lärmpegel gleich wie gestern am Abend war, wurde es für uns langsam Zeit für einen Ortswechsel. Heute machten wir noch eine kleine Spazierfahrt ober ohne irgendwo stehen zu bleiben. Dann gingen wir noch einkaufen um die Vorräte für die Fahrt aufzufüllen, und dann begannen wir mit dem Packen. Der Roller wurde wieder verladen und das Wohnmobil hat eine Innenreinigung bekommen. Am Abend warfen wir noch einmal den Griller an und machten uns wieder gefüllte Tintenfische als Vorspeise. Der Hauptgang warenzwei ganze Goldbrassen von der Plancha mit Knoblauchbrot. Zumindest am Abend, in der Nacht und in der Früh gab es kein Geschrei, aber generell ist der Lärmpegel durch die höhere Belegung schon ziemlich gestiegen, und die Entscheidung weiter zu ziehen wäre auch ohne die beiden Quälgeister sicher bald gefallen. Am Abend machte ich mir noch ein paar Gedanke wie wir aus unserer Nische wieder rauskommen. Umdrehen geht nicht, dafür war zu wenig Platz, dh. alles im Retourgang wieder hinunter. Damit waren die Überlegungen aber auch schon wieder vorbei, weil wir sind reingekommen also geht es raus auch wieder 🙂

31.05.2021
Marina di Bibbona – Follonica – Grosseto – Montalcino – Sarteano (CP Parco delle Piscina)
Gefahrene Kilometer mit dem Womo: 190 km



Sarteano und Umgebung
Gefahrene Kilometer mit dem Roller:
10 km 

Nach dem Frühstück packten wir den Rest ein, und dann ging es los. Was die Abreise ein wenig erschwerte, war das beim Kommen der Sand nass und fest war, jetzt aber staubtrocken und weich war. Dh. ich musste ein wenig aufpassen mich nicht irgendwo im weichen Sand festzufahren. Ich ging eine Runde und habe die ganzen Bulli Besatzung am Weg gebeten ihre Kinder kurz von der Straße zu locken. Und diverse Sachen und das Spielzeug das herum lag kurz wegzuräumen. Das hat zwar den Nachteil das ich jetzt ca. 10 Personen Publikum hatte ( das alles besser weiß und fleißig mitredete 😉 ), aber ich brauchte den gesamten möglichen Platz der Straße zum Rausfahren. Die zusätzlichen Einflüsterer wurden von mir einfach ignoriert, Helga und ich sind da gut eingespielt und brauchen keine Hilfe auf die man sich sowieso nicht wirklich verlassen kann. In Summe sind es nur zwei schiefe Bäume in Kurven wo es sich auf nur um ein paar cm ausging.  Der Rest war zwar retour aber trotzdem kein Stress. Als das Wohnmobil dann kurz danach ganz und unbeschädigt unten stand, haben wir die Hochachtung der Zuseher und gingen den Hänger holen. Dabei wurde ich von einem mit Ameisen geplagten Bulli Fahrer gefragt was die weißen Spuren auf unserem Stellplatz (genau dort wo die Räder waren) wäre. Ich glaube er ist kurz danach Ameisenpulver einkaufen gefahren 🙂 . Die Schnellstraße war dieselbe Rumpelpiste wie schon weiter nördlich. Nach Grosseto kammen wir auf verschiedene schmale toskanische Sträßchen, Strada Provinciale, die aber alle lustig zu fahren waren. Bei einer Tankstelle füllten wir den Tank auf und dann ging es an wunderschönen Mohnfeldern und vielen blühenden Ginstern vorbei, bis Montalcino. Bis hierher waren die Straßen zwar alle eng, kurvig und dauernd bergauf und bergab, aber der Asphalt war eigentlich nicht schlecht. Es war auch so gut wie kein Verkehr, was die Sache auch vereinfachte. Das letzte Stück bis Sarteano war aber eine Rumpelpiste wie ich sie bisher noch nicht erlebt hatte in dem Urlaub. Zeitenweise hatte ich Angst den Roller zu verlieren. Der Campingplatz in Sarteano hatte gerade Mittagspause, deswegen parkten wir uns vor den geschlossenen Schranken und gingen eine Runde spazieren. Nach kurzer Zeit entdeckte uns die Chefin, ich nehme an, dass sie die Chefin war, und hat uns trotz Mittagspause reinfahren lassen. Mit uns sind 1 Wohnwagen (DE) und 8 Wohnmobile (IT) am Platz, dh. die Ruhe war himmlisch. Wir sind uns lange unsicher gewesen was alles zu unserem Stellplatz gehört, aber nach Studium der Tafeln vor dem Platz und dem Platzplan, kammen wir zur Erkenntnis, dass unser Stellplatz wirklich ca 250 m2 , zwei Stromsäulen, zwei Wasserleitungen und zwei Zufahrten hat und einfach sensationell ist. Mit ein wenig Probieren brachten wir auch die Sat Schüssel genau in die Lage, dass sie im schmalen Spalt zwischen zwei Bäumen durchschauen konnte. Wir warteten die Mittagspause ab, dann luden wir den Roller ab und drehten eine Runde im Ort. Sarteano ist ein richtiges kleines toskanisches Juwel, sucht man so etwas, findet man es sicher nicht. Es ist ein kleines sehr italienisches Dorf, in dem man Spuren von Fremdenverkehr (Souvenir Shops, usw.) vergeblich sucht. Es gibt praktisch nur Einheimische und die sind alle super freundlich. Der Platz ist nicht ganz günstig, hat aber auch drei Pools die mit warmen Thermalwasser gefüllt sind. Auch wenn derzeit nur zwei der drei gefüllt waren, der Blick vom offenen Pool auf die Burg am nahen Hügel ist einfach ein Hit. In nahen Coop kauften wir ein und am Abend wurde wieder gegrillt. Salsica, und dünne Schopsteaks, Knoblauchbrot (Vergangenheitsbewältigung der sonst nicht mehr essbaren Frühstücksbrötchen 🙂 ) und Salat standen am Speiseplan. Auf dem Campingplatz und auch auf unserem Stellplatz war es am Tag und auch in der Nacht einfach herrlich ruhig.

01.06.2021
CP Parco delle Piscina
Gefahrene Kilometer mit dem Womo: 0 km
Gefahrene Kilometer mit dem Roller: 0 km

Heute haben wir wieder einen ruhigen und faulen Tag eingeschoben. Frühstück mit Ham & Eggs und selbstgemachter Melonen – Zitronen Smoothie, lesen, baden im Thermalwasser und am Nachmittag einmal zum Coop spazieren, waren die ganzen Aktivitäten vom heutigen Tag. Ok, gekocht haben wir auch noch etwas am Abend, und zwar Trüffelnudeln mit einem Erdbeer – Tropea Zwiebel – Spargel Salat und für mich als Beilage ein 350 g Steak dazu 😉
Am Weg zum Einkaufen haben wir auch eine sehr kreative Ladungssicherung gesehen, welche die Polizei bei uns sicher gut finden würde 🙂 Beim Duschen am Abend ist mir auch das erste Mal aktiv aufgefallen, dass das Waschhäuser mit Marmor verkleidet wurde – auch irgendwie nobel.

02.06.2021
Sarteano – Radicofani – Sarteano – Cetona – Sarteano – Chiusi – Sarteano
Gefahrene Kilometer mit dem Womo: 0 km
Gefahrene Kilometer mit dem Roller: 72 km

Heute wollte ich wie jeden Tag in der Früh zum Bäcker gehen und das Gebäck für das Frühstück kaufen, nur war der Laden zu. Auch der Spezialitätenladen 20 m weiter war zu. Mitten im Ort war aber ein anderer Bäcker offen, so habe ich mir nicht viel dabei gedacht. Nach dem Frühstück sind wir wieder einmal zu einer Ausfahrt mit unserem heißen Eisen aufgebrochen. Radicofani war das Ziel. Der Weg dahin ging durch eine wunderbare Landschaft mit Millionen blühenden Ginster Büschen. Dort angekommen, sind wir als erstes zur Burg hinaufgefahren. Von dort ging es wieder runter und wir haben uns am Rande der Fußgängerzone einen Parkplatz gesucht. Der Ort ist nett, die Lokale am Hauptplatz gut besucht, aber mehr war auch nicht los. Überlaufen war es hier nicht wirklich. Auch auf der Straße sind uns keine 5 Autos begegnet, einzig ein paar verrückte Radfahrer die sich bei der Hitze die hügeligen Straßen entlang gequält haben, haben wir gesehen. Am Rückweg haben wir noch einen Abstecher nach Cetone gemacht und bei einem schönen Kloster eine Pause eingelegt. Dann wollten wir zu unserem Coop einkaufen fahren, der war aber auch zu. Schön langsam ist es uns dann doch gekommen, es war heute ein Feiertag, nämlich der Tag der Republik. Dr. Google hat uns geholfen das Versorgungsproblem zu lösen, im nahem Chuisi waren die Supermärkte offen. Der PAM, von dem wir zuerst dachten das es nur ein einfacher Diskonter sei, hatte sogar eine super Fischtheke, und so fuhren 1 kg Muscheln, Weißwein, ein Baguette und noch ein paar Kleinigkeiten mit uns nach Hause. Am Campingplatz haben wir bald zu kochen begonnen, da wir inzwischen beide Hunger hatten. Muscheln Seemanns Art und danach noch ein Steinpilz Risotto waren das ausgezeichnete Menü. Als Dessert gab es ein Stück von der Torta alla Nonna, die beim Brot kaufen in der Früh ins Sackerl gefallen ist 🙂 . Am Abend sind noch 2 französische Wohnmobile gekommen, dh. jetzt waren wieder 7 Wohnmobile und ein Wohnwagen am Platz. Die Franzosen hatten auch eine coole Camping Katze mit. Kurz vorm Einschlafen hatten wir noch einen Besucher am Wohnmobildach, wir wussten aber nicht was da herum gelaufen ist. Man hörte zwar das Getrappel am Dach, gesehen haben wir aber nichts. Ist irgendwie auch nicht beruhigend, wenn man an die beiden offenen Luken denkt die nur mit dem Fliegengitter verschlossen sind 😉

03.06.2021
Sarteano – Chianciano Terme – Sant’ Albino – Montepulciano – Aquaviva – Chiusi – Sarteano
Gefahrene Kilometer mit dem Womo: 0 km
Gefahrene Kilometer mit dem Roller: 72 km

Geweckt wurden wir wieder von unserem Besucher am Dach, diesmal hat er aber durch die offene Dachluke in unser Bett herunter gelinst. Es war ein Eichkätzchen das uns ab da jeden Morgen und am Abend nach dem Abdrehen des Lichts beehrt und eine Runde am Dach gedreht hat. Nach einem gemütlichen Frühstück sind wir heute nach Montepulciano gefahren. Die Straßen und die Landschaft waren heute nicht so unberührt wie die Tage davor, man merkt dass die Gegend um Montepulciano  etwas touristischer ist. Am Weg dorthin sind wir durch Chianciano Terme gefahren, das ist ein sehr geschäftiger Thermen Ort wo sich eine Bettenburg an die andere reiht, aber natürlich nicht so schlimm wie z.B. in Lignano. Auf der Straße war auch um einiges mehr Verkehr und in Montepulciano war der Parkplatz rar. Mit dem Roller war es aber trotzdem leicht einen passenden Parkplatz zu finden. Montepulciano ist ein netter Ort in dem für unsere Verhältnisse wirklich viele Menschen waren, aber vermutlich nichts gegen die normale Zeit vor Corona. Wir sind eine große Runde spaziert und da gerade Mittagszeit oder besser gesagt früher Nachmittag war, sind wir in einem Lokal eingekehrt. Auch an dem sah man dass es wirklich nicht voll war, man hat zur Essenszeit leicht einen Tisch bekommen. Eine kleine toskanische Platte hat uns gestärkt, bevor wir zum Roller zurück gegangen sind. Zurück sind wir eine andere Strecke gefahren, hier war weniger los und die Landschaft war auch wieder lieblicher und unberührter. Kurz vor Chiusi hat es bei mir einen kurzen Brenner seitlich am Hals gemacht und mich hat eine Wespe oder ähnliches gestochen. Der Stich ist auch bald angeschwollen und hat vor allen ziemlich gejuckt. Da ich aber nicht allergisch bin, war das Ganze nur lästig aber nicht gefährlich. In Chiusi haben wir nur mehr eine Runde mit dem Roller gedreht (ZTL war gerade nicht aktiv), zum Herumgehen hatten wir keine Lust mehr. Wir haben beim PAM auch gleich wieder die Vorräte aufgefüllt und sind dann zurück zum Wohnmobil gefahren. Helga hat eine Siesta vorm Wohnmobil gemacht, und ich bin baden gegangen. Da wir heute schon eine Kleinigkeit gegessen haben, ist die Küche kalt geblieben. Es gab später nur einen kleinen Imbiss mit Oktopus Salat, Oliven, Tomaten mit Mozzarella usw. Auch heute hatten wir vorm Einschlafen wieder Besuch am Dach 🙂

04.06.2021
Sarteano down down 🙂
Gefahrene Kilometer mit dem Womo: 0 km
Gefahrene Kilometer mit dem Roller: 5 km

Beim Frühstück hatten wir anderen tierischen Besuch, die französische Katze ist ausgebüchst und gemütlich vor unserem Stellplatz vorbei spaziert. Am Vormittag sind wir dann in den Ort gefahren und haben uns einmal Sarteano näher angesehen. Zuerst sind wir eine Runde gegangen, und dann da die ZTL nicht aktiv war, auch noch den Hügel rauf eine Runde gefahren. Die Straßen sind eng, steil und mit großen Steinen gepflastert. Im Regen möchte ihr hier nicht fahren müssen. Am Rückweg haben wir den Coop besucht. Zurück am Campingplatz haben wir ein wenig gelesen und dann begonnen das Wohnmobil für die Weiterfahrt fertig zu machen. Da hatten wir dann den zweiten Besuch des Tages, ein wunderschöner Eichelhäher hat sich 3 m neben uns den Rollerlenker als Sitzplatz ausgesucht. Da der Griller schon verstaut war, gab es am Abend etwas aus der Pfanne. Eine asiatisch gewürzte Spargel – Tropea Zwiebel – Steak Pfanne mit frischem Weißbrot und ein Stück einer wunderbaren Schokotorte vom Bäcker hat es gegeben. Am Abend haben wir dann noch bemerkt, dass sich der Wetterbericht für morgen geändert hatte, es war jetzt Regen in der Früh angesagt. Deswegen haben wir um 22:00 Uhr noch den Markisenteppich ausgebeutelt und weggeräumt. Bei Tisch und Sessel wollten wir abwarten, da der Regen morgen erst nach 09:00 kommen sollte.

05.06.2021
Sarteano – Arezzo – Cesena – Ravenna – Fusina
Gefahrene Kilometer mit dem Womo: 352 km
Gefahrene Kilometer mit dem Roller
: 0 km


Um 08:00 Uhr hat es,  ein wenig früher als erwartet, zu regnen begonnen. Ich bin schnell raus und habe die Markise ausgefahren, dass der Kocher, Tisch und Sessel trocken bleiben. Den Tee haben wir zwar noch draußen gekocht, dann aber weil es kühl war, trotzdem drinnen gefrühstückt. Bis 10:00 Uhr waren wir mit allem fertig und haben den ersten Teil der Heimreise angetreten. Zuerst ging es über die schmalen Sträßchen Richtung Chiusi und dann ein kurzes Stück auf der Autobahn bis zur Abfahrt Richtung Arezzo. Wir wollten uns den Stau nach Florenz ersparen, deswegen sind wir über Arezzo Richtung Cesena an die Küste hinausgefahren. Die Strecke ist mautfrei, größtenteils 4 spurig und von wenigen kurzen Stücken ausgenommen auch keine Rumpelpiste. Bei Cesena haben wir begonnen einen vernünftigen und vor allem nicht versifften Rastplatz zu suchen. Die Rastplätze auf der Autobahn sind zwar meistens halbwegs sauber, aber es stinkt fast immer wie in einem ungeputzten Pissoir. Erstens hatten wir Hunger und zweites wollte ich mir das F1 Qualifying ansehen. Helga hat in der Park4night App einen passenden Parkplatz in Ravenna gefunden, der nahe unserer Strecke war. Dort haben wir eine Stunde Pause gemacht, es haben den Platz auch noch andere genutzt. Die Strecke von Ravenna bis Fusina war um einiges besser beieinander als bei unserer letzten Fahrt hier vor ein paar Jahren. Scheinbar dürfte die Straße irgendwann neu asphaltiert worden sein. Bei Chioggia hatten wir einen kurzen Stau, in Summe sind wir aber gut weitergekommen. Bei der ersten Abzweigung zum Campingplatz sind wir trotz LKW Fahrverbot und darauffolgender großer Aufregung beim Navi abgebogen. Keine Ahnung was das Problem war, wir sind kein LKW und das Navi sollte das auch eigentlich wissen. Vor einer Drehbrücke mussten wir dann kurz warten, weil ein Schiff vorbeigezogen wurde. Die Drehbrücke ist auch der Grund für das LKW Fahrverbot. Es gibt eine 3,5 Tonnen Beschränkung und die Fahrbahn ist dort ist relativ schmal. Mit unserem doch etwas schmäleren Wohnmobil und einem entgegenkommenden Kleinwagen ging es sich von der Breite gerade so aus. Am Campingplatz war diesmal deutlich mehr los als vor zwei Wochen. Die seaside Plätze waren alle voll, deswegen stellten wir uns einfach mitten in den Wald. Am Abend holten wir uns Pizzen und Tiramisu, flüchteten dann aber bald ins Wohnmobil da es sehr viele Moskitos gab. Auch ein paar Tropfen kamen immer wieder, aber nicht genug zum Nass werden. Aber dafür war es ziemlich schwül warm. Am Abend im Wohnmobil füllten wir noch das Pre Travel Formular für die Einreise nach Österreich aus, und einen Selbsttest machen wir auch wieder einmal. Der zählt zwar soweit mir bekannt nicht für die Einreise, aber die 3G Anforderungen erfüllen wir beide schon durch die schon mehr als 22 Tagen zurückliegende Impfung. Die Nacht war ruhig und angenehm.

 




06.06.2021

Fusina – Udine – Klagenfurt – Graz
Gefahrene Kilometer mit dem Womo: 426 km
Gefahrene Kilometer mit dem Roller: 0 km

Nach dem Frühstück bummelten wir noch ein wenig herum und dann ging es endgültig auf die letzte Etappe dieses Urlaubs. Wir bummelten weil wir uns nicht dem allgemeinen Stress in aller Früh anschließen wollten.  Vor uns ist sogar einer mit seinem Wohnmobil mit durchdrehenden Rädern gestartet, und dann viel zu schnell eine Stabwolke hinterlassend über den Platz gerast. Irgend wie komplett unentspannt 🙂 
Kurz nach dem Campingplatz steuerten wir noch eine Tankstelle an, und füllten den Tank auf. Auf der Autobahn war recht viel los und ab Latisana bewegt sich der Blechwurm nur mehr im Schritttempo. Bis zur Abzweigung nach Udine haben wir ca. 45 Minuten verloren. Bei Udine Nord fuhren wir wieder von der Autobahn ab und auf einen weiteren Park4night Platz. Helga hatte wieder einen ruhigen sauberen Parkplatz im Grünen heraus gesucht wo wir ein wenig jausneten, und ich mir die erste Hälfte des Formel 1 Rennen ansehen konnte. Es war noch schön warm und sonnig, man sah aber schon dunkle Wolken im Kanaltal. Irgendwie fahren wir durchs Kanaltal sehr oft im Regen 😉 Das Kanaltal hinauf regnete es immer wieder und es war sehr dichter Verkehr. Ca. 20 km vor der Mautstelle begann der Rückstau und es ging nur mehr langsam, tlw. im Schritttempo voran. Die letzten Kilometer fuhren wir rechts auf der Telepassspur an der Kolonne vorbei und durch die Mautstelle ging es dank den Telepass auch flott. An der Grenze stand niemand und es wurde auch nicht kontrolliert. Bis Wolfsberg ging es dann trotz dichtem Verkehr ganz gut dahin, ab Wolfsberg Nord wurde es so richtig bescheiden. Den kompletten Berg hinauf bis nach der Abfahrt Twimberg ging es nur mehr im Stop and Go Verkehr dahin. Das kostete uns eine weitere Stunde. Einige Wohnwagengespanne standen schon mit stinkender Kupplung am Straßenrand, ein paar LKWs und auch PWKs standen auch schon rechts außen mit offener Motorhaube. Mit wirklich sehr Kupplung schonender Fahrweise und tlw. großen Abständen zum Vorfahrzeug (um mir den einen oder anderen Stopp mit folgendem Anfahren zu ersparen) schaffen wir es bis rauf ohne gröbere Probleme, wobei viel weiter wäre es ohne Pause auch nicht mehr gegangen. Unzählige Male am Berg mit 3,5 Tonnen und hinten noch einen knapp 400 kg Hänger anfahren, ist nicht ganz optimal. Es regnete auch immer wieder ein wenig und es war in Summe nicht sehr freundlich. In Graz erwischten wir eine Regenpause, parkten uns vorm Haus ein und verstauten den Hänger mit aufgeladenem Roller. Das Ausräumen des Wohnmobils und Abladen des Rollers muss bis morgen warten.