2020.06 Westösterreich

Ziel: Millstätter See, Bodensee, Zillertal und das Gailtal

Zeit: 18.06.2020 bis 12.07.2020

Strecke: GrazDöbriach – Lienz – Felbertauern Tunnel – Pass Thurn – Bregenz – Innsbruck – Aschau im Zillertal – Gerlos – Felbertauern Tunnel – Lienz – Gailberg – HermagorGraz

Gefahrene Kilometer mit dem Wohnmobil: 1348 km
Gefahrene Kilometer mit dem Roller: 238 km (plus ca 10 bis 20 km wo wir nur Einkaufen oder Essen gefahren sind und das Navi nicht mit war, dh. es gibt keine Aufzeichnungen davon)
Gefahrene Kilometer mit dem Rad: 240 km (ganz puristisch alles selbst getreten, ohne Unterstützung eines Elektro Motors 😉 )

Besuchte CP:
Camping Brunner am See 
Camping Mexico 
Camping Aufenfeld 
Camping Schluga Hermagor 

Vorwort:
Wir haben uns natürlich wie jeder im Vorfeld des Urlaubs einige Gedanken gemacht was wir heuer machen könnten. Die Ideen waren Normandie/Bretagne, die Toskana oder ev. einmal den Urlaub in Österreich zu verbringen. Zu der Zeit war Corona bei uns noch kein Thema. Im Jänner in Zadar am Meer sitzend, haben wir zwar gehört das es im fernen China ein paar Kranke mit einer neuen Krankheit gab, das hat man aber einfach gelesen und nicht wirklich gedacht das uns das irgendwie betrifft. Und dann im März kam auf einmal der Lockdown und unsere Welt stand plötzlich still. Lange wussten wir überhaupt nicht ob das mit dem Urlaub überhaupt etwas werden würde, und als es klar war dass es sich doch ausgeht, war uns klar “wir bleiben in Österreich”. Und so wurde der uns ziemlich unbekannte  “Wilde Westen”, trotz nicht wirklich lupenreiner Wettervorhersage, das Ziel dieses Urlaubs. Da wir auch nicht wussten wie es um die Belegung, in einem Jahr in dem alles anders ist, wäre, haben wir die meisten Plätze vorab ausgesucht und gebucht. Und wo es ging wurde auch ein privates Bad dazu gebucht, um möglicht sicher zu sein. Es war auf manchen Plätzen recht schwer einen Platze zu kriegen weil sie laut Buchungslage bereits ziemlich voll waren, die Realität hat aber dann ein anderes Bild gezeigt. Kein Platz war mehr als 1/3 voll, nur der in Bregenz war etwas voller und am Wochenende sogar fast ganz voll. Scheinbar sind sehr viele abgesprungen und nicht gekommen. Für uns war es sehr angenehm das es so ruhig war, für die Betreiber der Campingplätze vermutlich weniger. Ohne Corona und Buchungen wären wir vermutlich wieder kurz davor ans Meer “abgebogen” um sicher Sonne und Wärme zu haben, was aber sehr schade gewesen wäre weil der Urlaub wirklich sehr schön war. Auch das Wetter hat größtenteils mitgespielt. Unser schönes Österreich hat wirklich sehr viel zu bieten, wenn man nicht unbedingt auf in der Sonnen liegen, Meer und Animation fixiert ist. Bei uns im Land ist die “Animation” halt die schöne Natur, die mit den Wanderschuhen oder mit den Rad erlebt werden will. Oder auch wenn man einfach nur die traumhaften Ausblicke auf die hohen Berge rundherum genießen kann. Auch wenn das Thema Corona erledigt ist, werden wir in Zukunft öfter im eigenen Land bleiben und das näher erforschen.

18.06.2020
Graz – Wolfsberg – Seeboden – Camping Brunner am See (Döbriach)
Gefahrene Kilometer: 229 km

Camping Brunner am See – Döbriach – kurz vor Millstatt – Döbriach – Camping Brunner am See
Gefahrene Kilometer mit dem Rad: 16 km



Eigentlich wollten wir schon am Dienstag gleich nach dem Arbeiten starten, das Wetter war aber so grottenschlecht, dass wir die Abfahrt auf Mittwoch verschoben haben. Wir haben uns wetter technisch kurzfristig für den Millstätter See entschieden, da hier das Wetter noch am besten angesagt war. Da wir nach dem Lockdown nicht wussten wie es mit den freien Plätzen aussehen würde, habe wir über die Homepage einen Platz vorreserviert. Es waren genau noch 3 Plätze frei, und einen davon haben wir uns gebucht. Die Fahrt war trocken und es war wenig Verkehr. Beim Camping Brunner wurden wir sehr freundlich begrüßt und haben gleich auf einen XXL-Platz umbuchen können. Scheinbar hat es mit den ganzen Reservierungen und Nichterscheinungen ein ziemliches Chaos gegeben, denn der Platz war bestenfalls zu einem Drittel voll. Und ein XXL Platz wurde es, weil wir dann den Hänger nicht einmal abhängen müssten und in der Zeit sowieso gerne ein wenig mehr Platz rundherum hatten. Am Campingplatz herrschte in allen geschlossenen Räumen und im Shop noch immer Maskenpflicht, trotz der Aufhebung in Österreich vor ein paar Tagen. Die Betreiber wollen das aber aus Sicherheitsgründen, da sie ein Familienbetrieb sind und bei einem Anlassfall dann alles schließen müssten. Leider hat es wie immer ein paar Idioten gegeben, die das nicht verstanden haben, und auch bestreikt haben ob wohl sie beim Einchecken die Corona Regeln unterschrieben haben. Ich denke das ist das Hausrecht der Besitzer, entweder akzeptiert man es, oder fährt woanders hin, wenn man es nicht will. Aber darüber zu diskutieren ist wertlos. Nach deinem kurzen Einrichten haben wir ein wenig gejausnet und dann die Räder abgeladen. Den Roller haben wir gar nicht abgeladen, weil wir ihn hier nicht brauchen würden. Nach der Jause ist es mit den Rädern Richtung Millstatt gegangen, aber kurz vor Millstatt wurde es finster und die ersten Tropfen fielen vom Himmel. Deswegen haben wir dann umgedreht und wurden vor der Wolke her getrieben bis Döbriach. Trotz beginnendem Regen haben wir uns im ADEG noch ein Eis gekauft (Leben am Limit 😉 ), und sind damit zum Stellplatz gefahren. Der Wettergott hatte sogar noch Einsehen mit uns, wir konnten das Eis noch trocken vorm Wohnmobil essen, bevor der Guss losgegangen ist. Den Abend haben wir im Wohnmobil vorm Fernseher mit teilweise aktivierter Heizung verbracht. Unser kleiner Ecomat 2000 hat mit der niedersten Stufe eine angenehme Temperatur geschaffen, und wegen des Stromzählers und den freien 5 KW pro Tag hatten wir auch kein schlechtes Gewissen deswegen.

19.06.2020
Camping Brunner am See (Döbriach)
Gefahrene Kilometer: 0 km

Camping Brunner am See – Döbriach -Millstatt – Döbriach – Camping Brunner am See
Gefahrene Kilometer mit dem Rad: 24 km

Die Nacht war sehr ruhig, aber es hat bis ca. 06:00 Uhr durchgeregnet. Dann war der Spuk vorbei und die Sonne ist gekommen. Gefrühstückt haben wir trotzdem noch drinnen, weil es in der Früh noch ein wenig kühl war. Es wurde aber schnell wärmer und wir sind wieder Radfahren gegangen. Dies selbe Strecke wie gestern, aber heute wirklich bis Millstatt. Im Kap4613 haben wir eine Pause gemacht, und ein zweites Frühstück zu uns genommen. Helga hat einen Sterz mit Ei genommen und ich Shakshuka. Beides war ausgezeichnet und der Eistee dazu sehr erfrischend. Retour hatten wir einen ziemlichen Gegenwind, der besonders die Anstiege noch lustiger gemacht hat. Vorm Wohnmobil haben wir dann eine Siesta gemacht, nur kurz unterbrochen von dem Nachbarn gegenüber. Der wollte (ohne irgendwelche Höflichkeitsformen oder ev. vielleicht zuvor zu grüßen) wissen was unser Hänger gekostet hat. Nach dem er den, zugegeben nicht geraden geringen Preis, gehört hat, ist er gleich kommentarlos wie er gekommen ist wieder gegangen. Wir haben ihn dann vor seinem Wohnmobil noch ein wenig herum maulen gehört “das ein Baumarktanhänger viel billiger ist”, das war aber mit der Kommunikation für die nächsten Tage auch schon wieder. Manche sind wirklich mit dem Schnellzug durch die Kinderstube gefahren, und jegliche Art von Umgangsformen ist dabei auf der Strecke geblieben. Aber er hat eigentlich sowieso niemand gegrüßt, somit war es zumindest nichts Persönliches (was uns aber auch nicht den Schlaf geraubt hätte 😉 ). Ganz hinten in der Reihe haben wir denselben Hänger entdeckt wie wir ihn haben, und der Besitzer ist später auch zum Tratschen und Erfahrungstausch vorbeigekommen. Ein wenig später hatten wir später noch freundlicheren Besuch, ein Entenpärchen ist auf der Suche nach Futter über den Stellplatz spaziert. Im Schatten der Markise haben wir dann selbstgemachte Trüffelnudeln mit Salat genossen. Am Abend hat es wieder zur regnen begonnen und die ganze Nacht durchgeregnet.

20.06.2020
Camping Brunner am See (Döbriach)
Gefahrene Kilometer: 0 km

Camping Brunner am See – Döbriach – Camping Brunner am See
Gefahrene Kilometer mit dem Rad: 7 km

In der Früh war es sonnig, und diesmal auch schon warm. Deswegen haben wir in Ruhe draußen gefrühstückt. Ein Schwan hat auch gerade am Campingplatz sein Frühstück unweit von uns gesucht. Eigentlich wollten wir hinauf zum Sternenbalkon wandern, aber die Faulheit hat gesiegt. Wir sind zwar einmal mit den Rädern zum Spar in den Ort gefahren, das war es aber mit den sportlichen Betätigungen. Den Tag haben wir mit Lesen und Faulenzen verbracht, und am Nachmittag eine Art Pizza im Omnia Backofen gemacht. Ein Camper Kollege der von Beruf Koch ist hat so etwas einmal auf Facebook gepostet, und das wollten wir schon lange einmal probieren. Und ich muss sagen, gar nicht schlecht so eine Pizzarolle 😉 Nach dem Essen haben wir dann die Räder wieder verladen und bis auf Tisch und Sessel alles verstaut. Es war der erste trockene und warme Abend, und so war es heute richtig ungewohnt laut am Platz, weil alle das draußen sitzen genossen haben. Manche scheinbar zu sehr, weil um 23:30 hat der Nachtwächter (nehme ich an) bei einer nahen Party für Ruhe gesorgt. Aus dem Wohnmobil heraus habe ich nur eine kurze Diskussion gehört, und dann war schlagartig Ruhe und die Party wurde aufgelöst.

 

21.06.2020
Camping Brunner am See (Döbriach) – Seeboden – Lienz – Felbertauerntunnel – Mittersill – Pass Thurn – Kitzbühel – Innsbruck – Arlbergtunnel – Camping Mexico (Bregenz)
Gefahrene Kilometer: 457 km

Camping Mexico – Bregenz -Klosterkeller Mehrerau – Camping Mexico
Gefahrene Kilometer mit dem Rad: 4 km

Da wir heute eine relativ weite Strecke vor uns hatten, sind wir schon um 07:00 aufgestanden. Um 09:00 waren wir nach Duschen und Frühstücken dann bereit zum Abfahren. Das Navi wollte bis Seeboden laufend umdrehen, weil angeblich die Straße gesperrt wäre. Ein kurzer Check bei Google Maps hat das aber nicht bestätigt, deswegen haben wir unser Navi vorerst einmal ignoriert. Dort wo angeblich die Sperre war, war überhaupt nichts und dahinter ist wieder alles ok gewesen beim Routing am Garmin. Die Straße Richtung Lienz war lustig zu fahren und auch nicht mit viel Verkehr. Von dort sind wir Richtung Felbertauerntunnel abgebogen, eine für uns beide noch unbekannte Strecke. Die Straße geht stetig bergauf und ist sehr gut ausgebaut, teilweise ist sie sogar 3 spurig. Der Tunnel selbst ist eher ein Loch, wenn man den modernen Gleinalmtunnel gewohnt ist. Hinter dem Tunnel hat es zu regnen begonnen und wir machen bei einem Parkplatz eine kurze Pause. Da wir bergab langsam mit viel Motorbremse unterwegs sind um die Bremsen nicht zu überfordern, sind wir eher ein Verkehrshindernis und sammeln so eine Menge Autos hinter uns auf. Und bevor jemand kreativ zu überholen beginnt weil er oder sie die Nerven wegschmeißt, fahre ich lieber ab und zu raus und lasse alle vorbei. Im Tal wurde das Wetter auch zunehmend wieder besser und wir sehen wieder etwas von der schönen Landschaft. Es ging dann gleich auf den nächsten Berg hinauf, den Pass Thurn. Trotz Hänger hinten dran, vielen Kurven und einer doch engeren Straße war er lustig zu fahren. Es war auch hier sehr wenig Verkehr und so waren wir diesmal kein Hindernis beim Runterfahren. Bei Innsbruck haben wir die nächste Pause gemacht und eine kleine Jause zu uns genommen, um uns für den nächsten Anstieg auf den Arlberg zu stärken. Die Autobahn führt wieder dauernd bergauf bis man zum Tunnel kommt. Die für Camper gekennzeichnet Spur an der Mautstelle, war nur mit Selfservice. Im Prinzip kein Problem, wenn der Automat nur nicht so dämlich montiert wäre das man ihn von unserem Wohnmobil aus dem Auto einfach nicht erreichen kann. Das bedeutet aussteigen, zahlen und wieder einsteigen, das nächste Mal nehme ich die schmale Autospur mit Kassa 🙁  Bis Bregenz geht es dann wieder durch ein schönes Tal stetig bergab und vor Innsbruck werden die Berge sanfter und das Tal weiter. Wir haben uns in Bregenz fast wie am Meer gefühlt, und nicht wie eigentlich erwartet mitten in den Bergen. Es ist aber auch schon gute 30 Jahre her, das wir dort gewesen waren. Den Campingplatz haben wir schnell gefunden, und der vor reservierte und schon online ausgesuchte Platz war super. Im letzten Eck, abgeschieden und riesengroß 🙂 Nach einem kurzen Einrichten haben wir erst einmal nur die Räder abgeladen und sind in Richtung See und weit nach Bregenz gefahren. Bald ist aber der Hunger gekommen, und wir haben umgedreht und sind zum Restaurant Tipp der Chefin vom Campingplatz gefahren. Das Essen im Klosterkeller Mehrerau war sehr gut, und auch das einheimische Bier hat gemundet. Am Rückweg sind wir noch auf den Strand vor unserem Campingplatz gefahren und haben ein wenig aufs Meer, quatsch den See hinausgeschaut. Zurück am Campingplatz haben wir Nachbarn bekommen. Aber auch hier gab es kein Grüßen obwohl wir uns gegenüberstanden und im hinteren Eck allein waren. Zur Vereidigung der deutschen Nachbarn muss aber angemerkt werden, dass sie in den nächsten Tagen ziemlich aufgetaut sind und eigentlich wirklich nett waren, scheinbar waren sie nur von der langen Anfahrt komplett fertig und deswegen etwas neben der Spur an dem Abend. Die Nacht war angenehm kühl und abgesehen vom absolut nicht störenden Quaken der Frösche im nahen Bach sehr ruhig.

22.06.2020
Camping Mexico (Bregenz)
Gefahrene Kilometer: 0 km

Camping Mexico – Bregenz – Lochau – Bregenz – Camping Mexico
Gefahrene Kilometer mit dem Rad: 16 km

In der Nacht hat es irgendwann zu regnen begonnen, und beim Munter werden hat es noch immer getröpfelt. Deswegen haben wir uns einfach umgedreht, und noch eine Runde weiter geschlafen. Gegen 09:00 war der Spuk vorbei, und die Sonne ist herausgekommen. Wir haben trotzdem drinnen gefrühstückt und dann den Roller abgeladen. Wie schon geschrieben ist der Nachbar aufgetaut, und hat heute ganz freundlich gegrüßt. Wir sind später mit den Rädern Richtung Bregenz gefahren. Der erste Stopp war bei der Festpielbühne. Von dort sind wir weiter zum Hafen und dann in die Oberstadt hinauf. Da Bregenz ja nicht wirklich riesig ist, sind wir dann noch weiter bis Lochau gefahren, wo wir an der alten Fähre eingekehrt sind. Das kleine Bier von Mohrenbräu war ja gut, aber Bier in einer Plastikflasche ist irgendwie nicht meins. Nach dem sind wir gemütlich zum Campingplatz zurückgeradelt und haben das Fortbewegungsmittel gewechselt. Mit dem Roller sind wir zum Spar gefahren, um die Vorräte wieder aufzufüllen. Das für später geplante Essen (Lamm mit Zuckerschoten und Kartoffeln) war zwar noch vom Vorrat von Zuhause, aber der Kühlschrank war abgesehen davon schon bedenklich leer und sollte aufgefüllt werden. Nach dem Einkaufen haben wir den Griller aufgebaut und das Essen gemacht. Am Abend sind wir wieder am Strand gegangen, um den wunderschönen Sonnenuntergang am See zu genießen. Da das Fernsehprogramm heute auf allen Kanälen ziemlich mies war und Helga und ich uns absolut nicht einigen konnten, hat sie am Samsung Tablet mit Kopfhörer einen Rosamunde Pilcher Film geschaut (freiwillig, das mit dem Tablett und Kopfhörer, nicht der Pilcher Film 😉 ). Und ich habe mir einen Film auf Netflix angesehen. Da wir in Österreich unterwegs waren, habe ich den Router von zuhause eingepackt und somit hatten wir im Wohnmobil ein perfektes WLAN mit Flatrate und meistens um die 40 Mbit Geschwindigkeit. Den Amazon Fire TV-Stick haben wir auch mit, und so ist unser Fernseher im Wohnmobil zum Smart TV upgegradet worden 😉 . Die WLAN-Ticket vom Campingplatz mit freier Internetnutzung für ein bestimmtes Volumen und Zeitraum, haben wir den Nachbarn geschenkt da wir sie sowieso nicht benötigen.



23.06.2020

Camping Mexico (Bregenz)
Gefahrene Kilometer: 0 km

Camping Mexico – Bregenz – Lochau – Lindau – Lochau – Bregenz – Camping Mexico
Gefahrene Kilometer mit dem Rad: 26 km

Camping Mexico – Fischhändler – Camping Mexico
Gefahrene Kilometer mit dem Roller: 23 km

Nach dem Frühstück vor dem Wohnmobil sind wir wieder mit den Rädern los. Diesmal aber ein Stück weiter bis nach Bayern hinein, Lindau war das Ziel der heutigen Tour. Der Radweg ist gut ausgebaut und es ist relativ viel los auf ihm. Lindau selbst ist auch gut besucht gewesen, was mit der Unvernunft der Leute in Corona Zeiten nicht immer lustig war. Das Thema Abstand halten ist nicht bis ins Hirn von allen durch gedrungen. Beim Hafen suchen wir uns ein Lokal, und gönnen uns einmal ein gutes Eis. Am Rückweg sehen wir einen Fischladen, den wir später noch mit Kühlbox und Roller besuchen wollten. Über die Grenze nach Vorarlberg geht es gleich einfach wie zuvor raus und um Bregenz ist wieder sehr viel los. Am Campingplatz wechseln wir auf den Roller und suchen mit Hilfe des Navis den Fischladen. Was wir beim Vorbeifahren nicht bemerkt haben ist das es nur gefrorenen Fisch gibt. Und da wir direkt im Anschluss grillen wollten, war das blöd. Es gab aber eine 500 gr. Süßwasser Fisch Filet Packung, die recht flott auftauen sollte. Bei einem Spar haben wir noch ein wenig Gemüse und ein Baguette dazu besorgt, und das Abendessen war gesichert. Nach dem Grillen sind wir noch zur Rezeption gepilgert, um das Gebäck für morgen zu bestellen (ist am Vortag bis 19:00 Uhr möglich). Was auch erwähnt werden sollte ist, dass es hier am Platz zwar nicht besonders viele WCs und Duschen gab, die aber alle immer super sauber waren und es eigentlich nie Stau gab.

24.06.2020
Camping Mexico (Bregenz)
Gefahrene Kilometer: 0 km

Camping Mexico – Bregenz – Lochau – Pfänder – Lochau – Bregenz – Camping Mexico
Gefahrene Kilometer mit dem Roller: 30 km



Auch heute war es wieder warm und schön beim Frühstück. Wir haben bald unsere Wandersachen gepackt, und sind mit dem Roller über Lochau auf den Pfänder gefahren. Die Straße ist nicht sehr breit aber dafür recht steil. Wir haben uns direkt bei der Bergstation eingeparkt und waren erst einmal ziemlich geschockt wegen der vielen Leute. Alle Wanderwege waren voll und das Schuhwerk von manchen war mehr als fragwürdig für den Untergrund. Nach ein paar Minuten gehen, ist es aber lockerer und ruhiger geworden und hat dann uns auch begonnen zu gefallen. Die Aussicht auf den See ist wunderschön. Es wurde immer heißer uns so haben wir nach gut 1,5 Stunden eine Pause gemacht und dann umgedreht. Irgendwie hatten wir beide Lust auf ein Käsebrot mit einem würzigen Vorarlberger Käse, das gab es aber in keinem Lokal. Dh. wir sind wieder runtergefahren und zum Spar einkaufen gegangen. Zurück am Platz wurde der Griller aktiviert. Bruschetta mit Tomaten und Garnelen als Vorspeise, und gefüllte Champignons, Kartoffel und Hühner Oberkeulen als Hauptgang haben den Hunger gestillt und das Käsebrot würdig vertreten 🙂 . Rund um uns herum sind auch einige Griller angezündet worden, die armen haben aber nur abgepacktes vorgewürztes Zeug und irgendwelche Würstel zum Grillen bekommen – lauter nur Urlaubs Flachgriller halt  😉 . Da würde unsere Gourmet Griller vermutlich den Streik ansagen und wenn der nicht, Helga ganz sicher 😉 Bei manchen haben sich richtige Grill Tragödien abgespielt, weil die scheinbar feucht gewordene Holzkohle nicht zu glühen beginnen wollte. Unser Nachbar gegenüber hat demjenigen aber mit ein wenig vorgeglühter Kohle als Starthilfe geholfen, da sonst absehbar war, dass das eingekaufte Fleisch bestenfalls roh gegessen werden würde. Und ob abgepacktes vorgewürztes Fleisch roh als Carpaccio wirklich ein Hochgenuss ist, wage ich zu bezweifeln 😉 Nebenan war Besuch da, und es hat ein wenig länger gedauert, war aber trotzdem immer angenehm ruhig.

25.06.2020
Camping Mexico (Bregenz)
Gefahrene Kilometer: 0 km

Camping Mexico — Hard – Fußach – Gaißau – Fußach – Hard – Camping Mexico
Gefahrene Kilometer mit dem Rad: 34 km

Heute war es sehr heiß schon von in der Früh weg. Die Nachbarn sind auch erst spät aufgestanden und haben ein wenig “müde” gewirkt, scheinbar Auswirkungen der Feier von gestern 😉 . Wir haben zum Frühstück den MC Croissant vom Schachtelwirt nachgebaut. Zwei Croissants aufgeschnitten, mit Schinken und Käse belegen, indirekt Grillen bis der Käse schmilzt, zusammenbauen und genießen. Dazu hat es einen Melonen Smoothy gegeben der wie üblich mit dem Stabmixer gemacht wurde. Wir sind dann bald mit dem Rad weggefahren und die Nachbarn konnten sich dann ungestört von den Strapazen erholen. Diesmal sind wir in die andere Richtung gefahren. Zuerst über die Bregenzer Arche, durch Hard durch und dann dem Rhein entlang bis Fußach. Und von dort über kleine Straßen weiter bis Gaißau, wo wir es uns nicht nehmen haben lassen, auch kurz in die Schweiz zu fahren. In Gaißau haben wir dann ein Eis gekauft und die ob der Hitze schon ziemlich reduzierten Wasservorräte wieder aufgefüllt. Retour sind wir denselben Weg gefahren, aber in Hard bei der Surfschule auf ein kleines kühles Blondes der Mohrenbrauerei eingekehrt. Diesmal aber aus einer Glasflasche. Hintergrund der von uns ungeliebten Plastikflaschen ist ein Glas Verbot am Strand des Bodensee (sagte zumindest der Verkäufer dort). Zurück am Camping Mexico, haben wir eine kurze Siesta eingelegt und sind dann wieder einmal zum Interspar einkaufen gefahren. Nach dem Einkaufen haben wir den Roller und die Räder wieder am Hänger verladen und sind grillen gegangen. Das Essen heute war zum Teil das was gestern vom Hendl übrig geblieben ist und gegrillte Meatballs und dazu ein selbstgemachte Spargel (grün) – Erdbeersalat. Am Abend als wir uns zurückgezogen haben, haben wir das gesamte Gewand vom Wäscheständer hinten ins Wohnmobil geräumt, da in der Nacht Regen angesagt war.

26.06.2020
Camping Mexico (Bregenz) – Arlbergtunnel – Innsbruck – Schwaz – Camping Aufenfeld (Aschau im Zillertal)
Gefahrene Kilometer: 247 km

Gegen 06:00 ist es mit dem Regen oder besser gesagt mit einem leichten Gewitter losgegangen. Ich bin noch schnell raus und hab auch noch den Tisch und die Sessel in der Heckgarage verstaut, und den Hänger entsperrt und gleich am Wohnmobil angehängt. Jetzt hatten wir wirklich nur mehr das Stromkabel und die Keile draußen. Helga ist inzwischen Duschen gegangen, und dann hat es so richtig zu schütten begonnen. Ich bin sie mit einem großen Schirm holen gegangen, dass das Duschen nicht gleich komplett umsonst war – der große Retter 😉 Am Vormittag hat es dann kurz einmal aufgehört, und wir haben das gleich genutzt den Rest auch noch zu erledigen und abzufahren. Kurz hinter Bregenz haben wir den Tank wieder einmal angefüllt und sind weiter Richtung Arlbergtunnel gefahren. Bei der Mautstelle haben wir diesmal die reine PKW-Spur mit Bedienung genommen. Rein technisch sind wir ja ein PKW und mit 2,19 m nicht allzu breit. Es war auf jeder Seite noch ein wenig Platz, aber wirklich breit ist es nicht. Aber kein Problem und das Zahlen ist viel einfacher. Vor Innsbruck hat der Regen aufgehört und die Sonne ist gekommen. Dort haben wir auch wieder eine kurze Pause eingelegt. Beim wieder Auffahren auf die Autobahn hatten wir ein Erlebnis mit einem XXX Lutz Leihtransporter. Obwohl ich wirklich sehr weit vor ihm auf die Autobahn aufgefahren bin, auch nach der Beschleunigungsspur schon sicher fast 100 km/h gefahren bin , hat er sich beim Vorbeifahren fürchterlich aufgeregt, gehupt und uns mehrmals den gestreckten Mittelfinger beim Fenster rausgestreckt. Und das auf ca. 500 m ??? Wir waren uns keiner Schuld bewusst, aber es war uns auch ziemlich egal. Im Gegenteil, wir haben uns ziemlich amüsiert über den Kasperl. In Schwaz sind wir von der Autobahn abgefahren und zuerst zum OBI um ein paar Sachen für den Weber Grill nachzukaufen (blieb beim Versuch), und dann weiter zum Interspar um die Vorräte vorm nächsten Campingplatz aufzufüllen. Beide Male mussten wir ein wenig kreativ parken, aber das weit hinten am Parkplatz wo fast alles frei war und wir hoffentlich niemand behinderten. Inzwischen hat uns die Regenfront wieder eingeholt und es begann vom inzwischen ganz dunklen Himmel mit riesigen Tropfen zu regnen. Wir haben geschaut, dass wir schnell Meter machen und haben die Wolke ein zweites Mal abgehängt 😉 . Im Zillertal war wieder Sonne, weil das Wetter den Berg nicht geschafft hat. Das Einchecken ging rasch und der zugewiesene Platz war riesig. Die große Baustelle stört dort wo wir standen überhaupt nicht, sie war nicht einmal zu hören. Zugewiesen weil wir reserviert hatten da nicht klar war wie die Camping Situation zu der Zeit sein würde. Und wir konnten die Anzahlung von der von uns wegen der ganzen Corona Situation abgesagten Reservierung für das kommende Weihnachten/Silvester gleich nutzen. Außerdem haben wir uns auch hier den Luxus eines Mietbades geleistet. Ein eigenes Klo und eine eigene Dusche sind immer fein, aber eigentlich nur im Winter eine Option für uns. In Zeiten von Corona sind wir aber vorsichtiger und cool war es schon. Platz war genug frei, der Campingplatz war vielleicht zu einem Drittel voll wenn überhaupt, Aber ein Mietbad hätten wir so kurzfristig sicher nicht bekommen. Als kulinarischen Hochgenuss haben wir eine Dosen Gulaschsuppe geöffnet und zwei Paar Frankfurter gekocht, und dann Würstel mit Saft und Schwarzbrot als Zwischensnack serviert. Ja auch wir haben so etwas mit 😉 Es ist aber nur die Notration, wenn nichts zu kriegen ist oder wir zu faul zum vernünftig Kochen/Grillen sind. Dann haben wir wieder einmal Roller und Räder abgeladen. Am späteren Nachmittag sind wir mit dem Rad eine Runde über den Campingplatz gefahren. Zuerst haben wir den kühlen Badeteich besucht und dann im “wilden Westen” eine Westernstadt, mit den dazu passenden US-Cars am Parkplatz, gefunden. Zwei Zillertaler Bier und eine Portion Pommes rot weiß (mit Ketchup und Mayo) haben das heutige Gourmetmenü abgeschlossen. Bis jetzt hatte es das angesagte Wetter noch immer nicht über die Berge ins Tal geschafft, so konnten wir am Abend noch ein wenig vorm Wohnmobil sitzen. Später am Abend als wir schon im Wohnmobil waren, sind dann doch noch ein paar Tropfen gekommen, der Spuk war aber bald wieder vorbei

 

27.06.2020
Camping Aufenfeld ( Aschau im Zillertal)
Gefahrene Kilometer: 0 km

Camping Aufenfeld – Zell am Ziller – Mayrhofen – Finkenberg – Hintertux – Finkenberg – Mayrhofen – Zell am Ziller – Camping Aufenfeld
Gefahrene Kilometer mit dem Roller: 74 km

In der Früh war es wieder trocken und heiß, so konnten wir wieder draußen Frühstücken. Zuvor bin ich nach vorne in den Shop gegangen das Gebäck zu kaufen. Die Auswahl ist eine Sensation, es gibt unzählige Arten von Kleingebäck und Kuchen, nur Obst gibt es leider keines. Vermutlich weil einfach zu wenig Leute am Platz sind. Aber der Supermarkt im Ort ist nicht weit weg, auch wenn der wirklich sauteuer ist. Besser ist es zum Spar oder Hofer nach Zell zu fahren. Nach dem Frühstückt satteln wir den Roller und fahren zum Erkunden weiter ins Tal hinein. Auf Nebenstraßen geht es bis Mayrhofen, und dann weiter bis Hintertux hinauf. Bei den Lawinenverbauten war es ziemlich kühl, im Tal drinnen wurde es aber wieder wärmer. Am Rückweg haben wir in Mayrhofen eine Pause eingelegt und sind über Aschau wieder zum Campingplatz retour gefahren. Die Berge hier sind einfach ein Traum, aber auch ziemlich steil und schroff. Wir machen eine kurze Siesta und gehen um 17:00 in die Westernstadt etwas essen. Sowohl das Wiener von Helga als auch der Westerntopf von mir waren sehr gut, besonders die “Bud Spencer Bohnen” vom Westerntopf waren ein Hit. Und über das Zillertaler Bier habe ich mich ja schon lobend geäußert 😉 Inzwischen sind über den Bergen schon ein paar ziemlich dunkle Wolken aufgetaucht, aber noch war es schön. Wir haben uns nach dem Essen vors Wohnmobil unter die Markise gesetzt, aber nicht lange und es sind die ersten Tropfen gefallen und der Wind wurde stärker. Wir haben sicherheitshalber die Markise ein gekurbelt und kurz darauf ist schon richtig die Post abgegangen. Binnen Minuten ist das Lüftchen zu einem richtigen Sturm geworden und die Tröpfchen zu einer Sintflut von oben. Überall ist alles was nicht angebunden war geflogen. Wir haben auch schnell die Plane vom Roller getan, um weniger Angriffsfläche zu haben, und ihn am Hänger angebunden. Tisch und Sessel kamen auch in die Heckgarage, nachdem sie ohne halten weggeweht worden wären. Die Nachbarn mit den 2 Zelten vor uns hat es schlimmer erwischt. Das kleinere war nicht gut abgespannt und zusätzlich noch vorne genau in Windrichtung offen. Binnen Minuten ist es zuerst umgefallen, dann aufgegangen wie ein Fallschirm und schließlich ziemlich zerfetzt worden. Es haben zwar alle rundherum helfen versucht, aber zuerst musste jeder einmal auf sich selbst schauen und dann war es schon zu spät. Und gleich schnell wie es gekommen ist, war es auch wieder vorbei und es hat nur mehr leicht geregnet. Die Nachbarn aus dem einen kaputten Zelt haben die Nacht im Auto verbracht, da sie jetzt kein Zelt mehr hatten.

 

28.06.2020
Camping Aufenfeld (Aschau im Zillertal)
Gefahrene Kilometer: 0 km

Camping Aufenfeld – Zell am Ziller – Hippach – Schwendau – Mayrhofen – Schwendau – Hippach – Zell am Ziller – Camping Aufenfeld
Gefahrene Kilometer mit dem Rad: 16 km

Wir wurden heute in der Früh von hektischem Zusammenpacken rundherum geweckt. Scheinbar wollen heute wieder einige fahren. Es war wieder sonnig und warm, und von dem kurzen Weltuntergang gestern war nichts mehr zu sehen. Wir sind nach dem Frühstück wieder einmal mit den Rädern losgefahren. Bis Mayrhofen geht es stetig bergauf, ist aber nicht schlimm. Außerdem hatten wir einen Rückenwind, der uns angeschoben hat. Der Radweg ist sehr malerisch zwischen den Bergen durchs Grüne. In Mayrhofen haben wir eine kurze Pause gemacht und etwas im Restaurant Tiroler Stubn getrunken. Da im Gastgarten nur sonnige Tische waren, haben wir uns vorm Haus auf die Bank am Parkplatz gesetzt. Deswegen wollte ich die Getränke natürlich selbst holen und gleich zahlen gehen. Die Kellnerin hat uns aber sogar vor dem Haus bedient und auch erst später kassiert obwohl sie uns nicht gesehen hat und es ein leichtes gewesen wäre einfach zu fahren. Ein wirklich perfektes Service das positiv aufgefallen ist. Zurück war es fast anstrengender obwohl es bergab ging, weil der Gegenwind doch ziemlich bremste und wir ja noch selbst treten ohne elektrische Unterstützung. In Zell am Ziller haben wir noch den Bankomat besucht und sind dann der Bahnlinie entlang retour gefahren. Nach einer kurzen Siesta vorm Wohnmobil haben wir uns ans Essen machen gemacht. Es gab eine Beamtenforelle mit gerösteten Kartoffeln und grünem Salat mit Kernöl. Und für die nicht Österreicher: eine Beamtenforelle ist eine gebratenen Knacker 😉 Da wieder Regen und Gewitter am Abend angesagt war, haben wir nach den Erlebnissen von gestern alles wetterfest gemacht. Aber es blieb in der Nacht bei einem normalen Regen ohne Sturm und Sintflut.

29.06.2020
Camping Aufenfeld (Aschau im Zillertal)
Gefahrene Kilometer: 0 km

Camping Aufenfeld – Aschau – Camping Aufenfeld
Gefahrene Kilometer mit dem Rad: 5 km


In der Früh hat es noch immer geregnet und wir haben es deswegen ruhig angehen lassen. Mittags hat es zu regnen aufgehört, wir haben uns aber nicht aufraffen können etwas zu machen. Schlussendlich sind wir mit den Rädern aber zum Braunegger Supermarkt in den Ort gefahren, um für das Essen einzukaufen. Beim Supermarkt gab es kein Fleisch, und der Fleischhauer hat nur vormittags offen. Aber es gibt zum Glück einen Fleischautomat, der gut gefüllt war. So sind wir doch noch zu unserem Fleisch gekommen. Helga hat sich ein Reisfleisch gewünscht und natürlich wird der Wunsch erfüllt. Nach dem Essen haben wir es gleich ruhig angehen lassen wie vor dem Essen und einfach einmal das nichts tun genossen 😉

30.06.2020
Camping Aufenfeld (Aschau im Zillertal)
Gefahrene Kilometer: 0 km

Heute war wandern am Plan, dh. zuerst einmal ein kräftiges Frühstück mit Ham & Eggs um die Energie zu haben die Zillertaler Berge zu bezwingen. Wir gehen direkt vom Campingplatz den Wanderweg 42. Eben ist nur der Weg am Campingplatz, dann geht es kurz leicht bergauf, und dann nur mehr sehr steil rauf. Anfangs geht oder klettert man neben dem kleinen Bach mit seinen Wasserfällen und später windet sich der Weg teils gerade den Berg hinauf, teils in engen Kurven wenn es zu steil wird. Bei einem Stück muss man über große Felsen klettern, in die mit Betoneisen behelfsmäßige Stufen geschlagen wurden. Es ist wunderschön aber anstrengend und sehr heiß. Man kommt dann einmal zu einer großen steilen Wiese beim Apartmenthaus Abfahrtsblick und dort haben wir im Schatten eines Birnenbaums eine Pause eingelegt. Dort haben wir bei einem Trinkbrunnen direkt beim Haus auch wieder unsere Wasserflaschen mit eiskaltem und glasklarem Quellwasser gefüllt (natürlich haben wir zuerst gefragt). Wir haben hier umgedreht und sind ca. die Hälfte der Strecke wieder runtergeklettert, und dann zur Schonung der Kniegelenke auf den Rundweg Siedlweg abgebogen. Bei uns in Graz wäre das bisher vermutlich kein Familienfreundlicher Wanderweg wie hier, sondern an der Grenze zum alpinen Klettersteig 😉 Genau an der Abzweigung sind uns zwei Deutsche mit E Bikes entgegengekommen, die ihre Räder mit vereinten Kräften hinauf geschleppt haben. Irgendwie war das ein wenig verrückt, weil man fast nicht gehen konnte und Radfahren sowieso unmöglich war. Wir haben ihnen freundlich gesagt, dass es aber nach oben noch schlimmer werden würde, und dass das mit den Rädern absolut keine gute Idee wäre. Sie haben aber nicht auf uns gehört und gemeint sie schaffen das schon. Hat zwar irgendwie nicht so gewirkt und auch das Schuhwerk war nicht ganz (und das ist eher untertrieben) das richtige, aber jeder wie er will. Mir tut dann nur immer die Bergrettung leid, wenn sie solche unvernünftigen Touristen wieder mühsam vom Berg retten muss. Ab der Abzweigung geht man dann einer saftigen grünen Wiese entlang bis man direkt bei einem großen Bienenstock vorbei kommt. Noch ein paar Meter weiter beginnt der asphaltierte Siedlweg der sich in vielen Kurven steil nach unten schlängelt. Man hat auch einen schönen Blick auf den Badesee und auch unser Wohnmobil haben wir von oben entdeckt. Irgendwann sind die beiden dann auch von oben mit ihren Rädern gekommen, weil sie scheinbar doch aufgeben haben müssen 😉 . Manchmal dauert es halt ein wenig länger bis man erkennt das ein anderer vielleicht, doch recht hat. Man kommt direkt vor der Westernstadt raus und wir sind über den Platz zurück zum Wohnmobil gegangen. Nach einem kurzen Erfrischen sind wir mit dem Roller nach Zell zum Einkaufen gefahren. Dort hatten sie schöne Eierschwammerl, somit war das Abendessen auch klar – Eierschwammerl Gulasch mit Semmelknödel und Salat. Mir ist irgendwie auch noch ein kleiner Filet Spieß auf den Teller gehüpft, dafür habe ich weniger Eierschwammerl genommen 😉

01.07.2020

Camping Aufenfeld ( Aschau im Zillertal)
Gefahrene Kilometer: 0 km

Camping Aufenfeld – Ried im Zillertal – Zillertaler Höhenstraße – Zellberg – Zell am Ziller – Mayrhofen – Zell am Ziller- Camping Aufenfeld
Gefahrene Kilometer mit dem Roller: 59 km

Heute war es uns irgendwie nicht nach Wandern oder Radfahren, also haben wir wieder den Roller genommen und sind Richtung Ried im Zillertal gefahren. Da am Nachmittag Gewitter angesagt waren, sind wir auch schon früh losgefahren. In Stumm haben wir den Roller wieder einmal getankt und dann ging es den steilen Berg hinauf. Bei der Mautstelle haben wir 5 € gezahlt und dann ging es weiter in die Höhe. Unsere 150er hat sich ganz schön geplagt, weil es wirklich ordentlich rauf ging. Aber die Aussicht auf die Berge und in Tal hinunter war ein Wahnsinn, einfach wunderschön. Bei der Abfahrt nach Zellberg sind wir auch wieder in Richtung Tal abgebogen, weil es schon ziemlich dunkel am Himmel war und die ersten Tropfen herunter fielen. Hinunter fahren war auch eine Herausforderung, weil es auch hier sehr steil war und ich aufgrund der fehlenden Motorbremse (das bisschen Bremsen kann man fast nicht als echte Motorbremse bezeichnen) alles mit den beiden Bremsen machen musste. Aber mit ein wenig Bedacht ist alles kein Problem gewesen, und die gute Verarbeitung und die guten Bremsen waren ja ein Grund warum wir die Honda gekauft hatten. Wieder im Tal haben wir eine kurze Pause gemacht, weil uns beiden wegen der harten Sitzbank und der eher schlechten Straße der Allerwerteste schmerzte 😉 Wir wurden von unserem Rastplatz aber schnell von aggressiven Ameisen vertrieben. Trotz dem eher dunklen Himmel sind wir noch weiter bis Mayrhofen gefahren, weil wir dort etwas essen gehen wollten. Beim Gasser, einem Tiroler Spezialitäten Lokal sind wir eingekehrt. Kaum eingeparkt hat es zu regnen begonnen. Nach dem Essen war der erste Guss auch schon wieder vorbei, und wir sind rasch los Richtung Campingplatz gefahren. Und wir haben es wirklich trocken heim geschafft, aber kaum vorm Wohnmobil eingeparkt, hat der Regen wieder begonnen. Daraufhin haben wir uns zu einer zwei stündigen Siesta ins Wohnmobil zurückgezogen. Als wir nach dem kleinen Nickerchen wieder gekommen sind, war es wieder trocken und wir sind eine Runde über den Platz spaziert. Da es doch ziemlich abgekühlt hatte, haben wir den Abend im Wohnmobil verbracht.

02.07.2020
Camping Aufenfeld (Aschau im Zillertal)
Gefahrene Kilometer: 0 km

In der Früh war es wieder super warm und sonnig. Nach dem Frühstück haben wir den Roller und die Räder verladen und sind wieder wandern gegangen. Wir sind dieselbe Runde wie das letzte Mal gegangen, aber ohne den letzten Abstecher zum Abfahrtsblick hinauf. Die vielen reifen Himbeeren im Wald waren schuld das wir diesmal nicht weitergekommen sind 😉 Und die vielen verschiedenen blühenden Pflanzen und der sensationelle Ausblick taten ihr übriges uns auszubremsen. Eigentlich wollten wir in der Westernstadt noch etwas trinken gehen, heute war aber dort Ruhetag. Wir haben trotzdem die Ziegen, Hühner, Hasen und Pferde besucht, bevor wir zu unserem Stellplatz zurück gegangen sind. Zum Essen hat es Lamm und Bratkartoffel gegeben. Wir haben dann auch schön langsam alles begonnen für die Fahrt morgen zu verstauen, weil am Abend wieder Regen angesagt war. Inzwischen sind auch wieder ein paar neue Camper in unserer näheren Umgebung (aber nicht direkt neben uns) gekommen, die waren aber alle eher eigenartig. Ich bin unter der Markise gestanden und wollte gerade die Sturmverspannung lösen, geht doch eine der neuen Nachbarn seelenruhig zwischen mir und unserem Wohnmobil durch, sogar über unseren Markisenteppich. Es ist beim Versuch geblieben (auch wenn sie es nicht verstanden hat), weil ich sie angesprochen und mich in den Weg gestellt habe und sie gebeten habe nicht dauernd über unseren Platz zu gehen.  Es gibt genug Wege, unendlich viel freien Platz, eine Campingordnung die jeder bekommt wo drinnen stehen würde dass man nicht über andere Plätze gehen darf und eigentlich sollte das einem der Hausverstand auch sagen. Ganz ehrlich frage ich mich manchmal was da im Oberstübchen von manchen vorgeht, vermutlich nichts  🙁 
Schwarz wurde am Abend auch wieder der Himmel und es hat zu regnen begonnen. Eigentlich hatten wir bisher mit dem Wetter trotz dem das es immer wieder einmal regnete wirklich Glück. Entweder hat es in der Nacht geregnet, oder nur kurz am Tag, oder an einem Fahrtag wo wir einen Ortswechsel gemacht haben. Wirklich beeinträchtigt hat uns das Wetter bisher nicht, und ab und zu tut so eine erzwungene Pause ja auch gut 😉

03.07.2020
Camping Aufenfeld (Aschau im Zillertal) – Gerlos Pass – Mittersill – Felbertauerntunnel – Lienz – Oberdrauburg – Gailberg – Kötschach – Camping Schluga Hermagor (Obervellach)
Gefahrene Kilometer: 201 km

Die ganze Nacht hat es geschüttet wie aus Kübeln und in der Früh war eine kurze Regenpause, wobei noch mehr Regen im Lauf des Vormittags angesagt war. Wir haben die trockene Zeit schnell genutzt und noch vor dem Frühstück den Hänger angehängt, die Keile entfernt, die WC Kassette geleert und ein wenig Wasser gefüllt nur den Strom haben wir noch stecken gelassen. Gefrühstückt haben wir drinnen, schon wieder im Regen – gutes Timing 😉 Nach dem Bezahlen sind wir Richtung Mayrhofen gefahren und zum Gerlos Pass abgebogen. Bis auf ein paar geistige Tieffliegern, die zurück in die Fahrschule oder noch besser gleich den Schein abgeben sollten, war es lustig zu fahren. Wobei man sagen muss, ich liebe es auch kurvige und bergige Straßen mit dem Wohnmobil zu fahren, weil das mit dem Motor und Fahrwerk wirklich Spaß macht. Die Krönung war aber ein tschechischer Lieferwagen, der an einer Stelle überholt hat, wo es ev. ein Porsche oder Motorrad ganz knapp geschafft hätte. Der selbst etwas brustschwache Lieferwagen hat zum Überholen angesetzt und es trotz schon sichtbarem Gegenverkehr und absolut null Aussicht es auch nur irgendwie zu schaffen, durchgezogen. Ohne Vollbremsung fast bis zum Stillstand von uns und dem Gegenverkehr wäre es sich auch niemals ausgegangen. Die Straße geht ganz schön hinauf, ist an manchen Stellen eher schmal wenn einem z.B. ein LKW entgegen kommt, und es gibt unzählige Kurven und auch einige Kehren. Oben war es nebelig aber zumindest der Regen hatte aufgehört. Bei Mittersill biegen wir wieder in Richtung Felbertauern ab und starten den Aufstieg auf den zweiten Pass am Tag. Oben scheint sogar die Sonne und wir machen gleich nach der Mautstelle eine Pause und genießen bei einer Jause die wunderbare Aussicht ins Tal und auf die noch schneebedeckten Gipfel. Bis Lienz geht es recht gut, dort stauen wir uns schön langsam durch den Ort. In Lienz fahren wir auch bei einem Supermarkt vorbei, und füllen den Kühlschrank wieder auf. Bei Oberdrauburg biegen wir dann auf den dritten Berg am heutigen Tag ab, den Gailberg. Auch hier geht es wieder steil rauf und es gibt viele Kehren und Kurven, aber zum Glück keine wahnsinnigen Autofahrer. Beim Runterfahren bleiben wir wie immer ein paar Mal kurz stehen, um die aufgesammelten Autofahrer vorbei zu lassen. Auch eine Radarkontrolle der örtlichen Polizei meistern wir ohne Strafe, trotz ein paar km/h zu viel weil ich bei einer Ortsausfahrt zu früh aufs Gas gestiegen bin. Der nächste Campingplatz ist schnell gefunden und auch hier wäre eine Reservierung des Stellplatzes nicht notwendig gewesen vom Mietbad aber schon). Denn auch hier leisten wir uns den Luxus eines eigenen Bad und Klo aus schon angeführten Gründen, wobei man sagen muss das wir die Buchungen alle mitten in der schlimmsten Zeit des Lockdown gemacht haben und dadurch sicher ein wenig beeinflusst waren. Das Bad ist hier auch recht schön, nur etwas weiter weg als am Aufenfeld wo es direkt neben uns war.
By the way: unser Mietbad Ranking (wobei der Beste vorne ist, aber alle bis auf eines in Süditalien welches ich nicht einmal anführen will, super waren): Woferlgut, Falkensteiner Zadar, Schluga, Aufenfeld. Unser Stellplatz ist sehr schön und groß und auf einer kleinen Terrasse. Nach dem wir uns eingerichtet haben und auch alles abgeladen hatte, wurde der Griller aktiviert und etwas fürs leibliche Wohl getan. Später sind wir noch eine Runde über den Campingplatz spaziert, und haben auch den Streichel- und Schnatterstall (eine Art Streichelzoo) besucht. Dort gibt es Enten, die wir aber nie gesehen haben, Ziegen, die sehr neugierig sind, und Schafe, die total verschmust sind. Die Nacht war wieder angenehm kühl und ruhig, nur ab und zu ist ein wenig “Landluft” vom nahen Bauernhof gekommen.

04.07.2020
Camping Schluga Hermagor (Obervellach)
Gefahrene Kilometer: 0 km

Camping Schluga Hermagor – Untervellach – Presseggersee – Förolach – Nampolach – Grafenau – Möderndorf – Hermagor – Camping Schluga Hermagor
Gefahrene Kilometer mit dem Rad: 27 km

Zum Frühstück hat es wieder einmal gute Ham & Eggs gegeben. Es war schon richtig sonnig und warm, dass wir bei der Markise sogar den Seitenteil einziehen mussten um mehr Schatten zu haben. Am Vormittag sind wir dann zu einer Radtour um den Pressegger See aufgebrochen. Gleich am Anfang haben wir uns kurz verfahren und dadurch eine kurze Bergtour umsonst gemacht – so zum Aufwärmen quasi 😉 Der Weg ist sehr naturbelassen und führt über Radwege und wenig befahrenen Straßen zum Pressegger See und weiter bis Förolach. Kurz hinter Förolach fährt man über eine Brücke und muss sich entscheiden ob es weiter nach Villach geht, oder wieder retour das Tal hinauf. Da wir ja eine Runde fahren wollten, sind wir hier abgebogen. Man fahrt immer der Gail entlang auf Schotterwegen über ruhige Wiesen und Wälder bis Möderndorf. Dort muss man wegen einem Bach eine Weile bergauf im Wald fahren, eigentlich fast bis kurz vor die Garnitzen Klamm, und dann wieder die Eggeralmstraße hinunter bis zur Gailbrücke. Gleich nach der Brücke geht’s rechts weg wieder über einen steilen langen Hügel, der es in der Hitze in sich hatte, zurück nach Hermagor und von dort zum Campingplatz. Vorm Wohnmobil haben wir dann eine kurze Siesta gemacht und später wieder eine Pizza aus dem Omnia. Heute war die Landluft wieder recht kräftig, aber man gewöhnt sich daran das es öfter ein wenig mieft. Die Nacht war hier ziemlich kühl, es hatte nur 12 Grad trotz der Hitze am Tag.

05.07.2020
Camping Schluga Hermagor (Obervellach)
Gefahrene Kilometer: 0 km

Camping Schluga Hermagor – Hermagor – Weißbriach – Weißensee – Weißbriach – Hermagor- Camping Schluga Hermagor
Gefahrene Kilometer mit dem Roller: 52 km

Nach dem Frühstück wurde der fast leere Badeteich besucht. Anders als im SPA ist der Badeteich immer ziemlich leer gewesen, obwohl das Wasser mit 24 Grad durchaus angenehm war. Unsere deutschen Nachbarn mit dem Wohnwagen sind am Vormittag abgefahren. Eigentlich waren wir heute bis am frühen Nachmittag eher faul und haben im Schatten der Markise Siesta gemacht. Ein oder zwei Mal die Außendusche besuchen, aber zu mehr hat es nicht gereicht 😉 Später habe ich dann die Außenküche angeworfen, und Helgas heutigen Essenswunsch erfüllt. Es wurde ein Butterschnitzel mit Püree und Röstzwiebel, ihr absolutes Lieblingsessen  😉 Beim Verdauungsspaziergang zum Streichelzoo, ist Helga auf die Idee gekommen, dass wir noch eine Ausfahrt mit dem Roller machen könnten. Deswegen sind wir dann Richtung Hermagor und weiter über den Berg bis zum Weißensee gefahren. Dort war aber ungleich mehr los als bei uns und es sah auch mehr aus wie wir es von der Zeit vor Corona gewohnt waren. Ich denke, dass wir uns hier nicht wirklich wohl gefühlt hätten, aber es war halt auch nur eine kurze Momentaufnahme vom Durchfahren. Auf der Rückfahrt mussten wir uns schon ein wenig wärmer anziehen, da es schon kühl wurde am Berg oben. Auf dem Weg zum Campingplatz sind wir auch noch durch Hermagor Down Town 😉 durchgefahren, um das auch einmal gesehen zu haben. Den Abend haben wir gemütlich vorm Wohnmobil verbracht.

06.07.2020
Camping Schluga Hermagor (Obervellach)
Gefahrene Kilometer: 0 km

Camping Schluga Hermagor – Hermagor – Möderndorf – Grafenau – Nampolach – Förolach – Untervellach – Presseggersee – Camping Schluga Hermagor
Gefahrene Kilometer mit dem Rad: 19 km

Da wir gestern eher faul waren, ist heute wieder etwas körperliche Betätigung am Plan gestanden. Die geplante Radroute war die von ein paar Tagen, aber in die andere Richtung. Es war heute wirklich sehr heiß, und der Hügel bei Hermagor war wieder eine kleine Herausforderung zum Aufwärmen ;-). Bei Förolach haben wir auch eine andere Route gewählt, die aber fast gleich weit war. Beim Pressegger See sind wir dann zum Strandbad vom Schluga abgebogen und beim Alfred essen gegangen. Das Essen war gut und die Portionen nicht klein. Mit vollem Bauch war es ein wenig zäh den letzten Teil wieder in Angriff zu nehmen, vor allem weil es doch ein wenig bergauf ging. Zurück am Campingplatz haben wir wieder auf den Roller gewechselt und sind Einkaufen gefahren. Später sind wir wieder zum auch heute fast leeren Badeteich gegangen und haben den Temperatur Haushalt wieder auf ein erträgliches Niveau gebracht. Am späteren Nachmittag wurde vom Campingplatz Traktor noch ein Holländischer Wohnwagen auf den jetzt leeren Platz vor uns eingeparkt. Gut war das der Campingplatz Mitarbeiter den Wohnwagen auch perfekt für uns aufgestellt hatte, dh. die Markise schaute in dieselbe Richtung wie unsere und alle haben ein wenig Privatsphäre und Ruhe. Andere Wohnmobilisten ein Stück weiter haben es mit ihrem Wohnmobil nämlich nicht geschafft sich so wie alle anderen hinzustellen (sondern genau gegengleich). Aber die laufen auch dauern quer über jeden besetzten Platz und sitzen sogar mit ihrem Tisch und Sessel am Nachbarplatz wenn einmal keiner da ist (weil dort natürlicher Schatten ist) und haben natürlich mitten in der Mittagspause, wo ruhigeres Verhalten zumindest empfohlen wäre, ihr Vorzelt aufgestellt und alle Heringe eingeschlagen. Rücksichtnahme ist halt auch nichts für jeden.

07.07.2020
Camping Schluga Hermagor (Obervellach)
Gefahrene Kilometer: 0 km

Man merkt schon langsam, dass der Urlaub länger, und wir fauler werden 😉 Heute haben wir es uns im Schatten vorm Wohnmobil gut gehen lassen, und außer grillen und eine Runde über den Platz gehen nicht viel gemacht. Der Platz vor uns wurde auch heute nicht bezogen, der Wohnwagen blieb leer.

08.07.2020
Camping Schluga Hermagor (Obervellach)
Gefahrene Kilometer: 0 km
 
Camping Schluga Hermagor – Möbersdorf – Garnitzen Klamm – Möbersdorf – Camping Schluga Hermagor
Gefahrene Kilometer mit dem Roller: 12 km





Dafür stand für heute eine schöne Wanderung am Plan, trotz der Hitze die es schon am Morgen hatte. Nach dem Frühstück ging es mit dem Roller nach Möbersdorf und noch ein kurzes Stück weiter bis zum Parkplatz der Garnitzen Klamm. Dort bezahlten wir den Eintritt und marschierten los. Am Anfang geht es noch recht einfach über einen schönen Weg und tlw. hohe Brücken, die Wege werden aber steiler und enger und oft sind Trittstufen in den Stein gehauen oder nur gebogene Betoneisen als Treppen vorhanden. Vernünftiges Schuhwerk und Trittsicherheit sollte man hier mitbringen. Da ich ein wenig unter Höhenangst leide, waren manche Strecken eine gewisse Überwindung. Bei engen Stellen wie Brücken, gibt es auch immer welche sich die unbedingt durchdrängen wollen, obwohl eigentlich genau Platz für einen ist und unten steht das man Brücken einzeln begehen soll. Und in Zeiten von Corona wäre etwas Abstand noch viel wichtiger als sonst. Dh. manche muss man halt freundlich darauf hinweisen, manche auch ein wenig energischer, dass sie ausweichen oder warten sollen bis man vorbei ist. Da wir uns den Gegenverkehr beim runter Gehen ersparen wollten, haben wir die von der Kassendame angesprochene Abzweigung nach der Brücke 5 genommen. Geklungen hat es unten, als ob das der einfache Weg ist, wenn man sich die Klamm retour ersparen will. Die Realität ist aber eine ganz andere. Zuerst geht es gleich einmal steil einen Berg hinauf, dann geht man einen schmalen Weg wo es links und rechts fast senkrecht rauf und runter geht, und dann wieder steil den Berg hinunter. Zusätzlich ist der Weg um einiges länger und am Ende vom Steig (aus unserer Gehrichtung gesehen ) haben wir eine Tafel gesehen das man auf eigene Gefahr geht und das dort Lebensgefahr herrscht. Es war trotzdem sehr schön zu gehen, manchmal ein wenig Überwindung, aber unten waren dann ziemlich müde von den Strapazen und der Hitze. Am Rückweg haben wir beim Spar eingekauft und uns wieder eine Omnia Pizza gemacht. Die Nachspeise ist Take Away vom Restaurant gekommen, eine Sachertorte mit Schlagobers und einer Kugel Eis. Während dem Essen hatten wir auch einen Besucher, der aber sehr scheu war, überhaupt nicht gebettelt hat und scheinbar einfach im Schatten in unserer Gesellschaft ein Nickern machen wollte

 09.07.2020
Camping Schluga Hermagor (Obervellach)
Gefahrene Kilometer: 0 km

Camping Schluga Hermagor – Hermagor – Möderndorf – Tröpolach – Möderndorf – Hermagor – Camping Schluga Hermagor
Gefahrene Kilometer mit dem Rad: 23 km

Es würde jetzt jeden Tag noch ein wenig wärmer, aber das passt schon es sollte ja eigentlich Sommer sein. Wir sind eine Runde Radfahren gegangen, diesmal aber nicht um den See, sondern der Gail entlang aufwärts. Den Hügel bei Hermagor haben wir uns erspart, weil wir auf der Straße rundherum gefahren sind. Der Weg der Gail entlang ist wunderschön und in Tröpolach wurde es uns dann zu heiß und wir haben umgedreht. Zurück am Platz sind wir als erstes zur Abkühlung in den Badeteich gegangen und haben uns dann ans Essen gemacht. Heute wurde es ein Planken Lachs mit Kartoffeln. Ein Plankenlachs ist ein selbst einmariniertes Stück Lachs das auf einer rauchenden Holzplanke im Griller indirekt gegrillt/geräuchert wird. Inzwischen sind auch die Bewohner des bisher leeren Wohnwagens gekommen. Es waren zwei super freundliche Holländer die sich gleich selbst als Camping Neulinge geoutet haben (Zitat von ihm selbst). Er ist sofort nach dem Ankommen in den Wohnwagen, um gleich alle Fenster zum Lüften zu öffnen. Da aber keine Stützen unten waren, ist das nur vorne gut gegangen. Als er hinter gegangen ist, ist der gesamte Wohnwagen gekippt und die Deichsel vorne war weit in der Luft. Er hat es aber sportlich genommen und sich gleich selbst ausgelacht. Nach dem Essen und dem unfreiwilligen Kabarett von nebenan haben wir uns zu einer Siesta zurückgezogen. Am Abend sind wir noch lange vorm Wohnmobil gesessen, weil es dann endlich ein weniger kühler wurde. Allerdings wurde die Geruchsbelästigung und vor allem die Menge der lästigen Fliegen auch immer mehr in den letzten Tagen. Aber mit Hilfe von Lavendelsäckchen aus einem Provence Urlaub, ließ sich beides so halbwegs in den Griff kriegen.


10.07.2020
Camping Schluga Hermagor (Obervellach)
Gefahrene Kilometer: 0 km

Camping Schluga Hermagor – Hermagor – Möderndorf – Tröpolach – Naßfeld – Tröpolach – Möderndorf – Hermagor – Camping Schluga Hermagor
Gefahrene Kilometer mit dem Roller: 47 km

Laut Radio wäre heute der heißeste Tag dieses Jahres und zugleich mein Geburtstag. Da die beste alle Ehefrauen am Abend einen Tisch in einem sehr guten Lokal in Hermagor reserviert hatte, wollten wir es heute ein weniger ruhiger angehen, um den Abend genießen zu können. Wir sind nach dem Frühstück mit dem Roller los und aufs Naßfeld gefahren. Oben hatte es eine angenehme Temperatur und die Aussicht war auch cool. Beim Runterfahren haben wir noch einen Stopp bei einem Wasserfall eingelegt, bevor wir in Hermagor ein Eis essen gegangen sind. Dann noch kurz Einkaufen und retour zum Campingplatz. Da in der Nacht einsetzender Regen angesagt war, haben wir den Kocher, den Griller und den Markisenteppich schon heute verstaut. Der Roller wurde noch nicht verladen, weil wir mit dem am Abend, hoffentlich trocken, zum Essen fahren wollten. Sollte der Regen wie angekündigt kommen, wären wir halt beim Heimfahren nass geworden, hätte uns auch nicht umgebracht. Aber das Wetter hatte einsehen, und hat mir meinen Geburtstag nicht verregnet 😉 Gegen 18:00 Uhr sind wir zum Bärenwirt nach Hermagor gefahren. Der französische Kellner war ein wenig chaotisch und überfordert, als wir ihm gesagt haben, dass ein Tisch in der prallen Sonne ohne Schatten am heißesten Tag des Jahre, nicht ganz optimal wäre und auch nicht unseren Vorstellungen entsprechen würde. Er war Anfangs auch ein wenig schnippisch, hat sich ob der dann folgenden Antwort schnell wieder eingekriegt. Man muss generell sagen, dass das Service ein wenig chaotisch und überfordert gewirkt hat, besonders als mehr los war. Aber das Essen war ein Gedicht, und der Chef war die Ruhe persönlich. Auch Fragen nach Rezepten hat er gerne und bereitwillig beantwortet. Es war alles wirklich super, aber das Beef Tatarre war das beste was ich bisher gegessen habe. Der Abend war gelungen und ich habe eine sehr große Freude gehabt – danke Helga <3  Es wurde auch langsam ein wenig kühler und beim Heimfahren war es dann fast schon kalt. Beim Wohnmobil haben wir einmal alles aufgerissen und die Lüftung von der Heizung und von der Klima angeworfen. Die Klimaanlage selbst haben wir nicht aktiviert, weil die hätte ich beim Einchecken angeben müssen und dann einen Stromzähler bekommen. Da es aber draußen schon kühl war, hat das leicht gereicht. In der Nacht haben wir den flüster leisen Ecomat 2000 Heizwürfel nur in der Gebläsestufe am Herd stehen gehabt, und so einen angenehmen Luftzug hinten über den Betten gehabt. Zusätzlich haben wir die Lüftung der Truma Heizung auf Stufe zwei gestellt, um zusätzlich kühle Luft an die seitlich und unten hinterlüfteten Betten zu kriegen. So war es richtig angenehm zu schlafen und die Temperatur war sehr angenehm. Laut Wetterapp hatte sich der Regen auch bis morgen in der Früh verzogen.

Und noch ein paar Fotos vom Geburtstagsessen:

   


11.07.2020
Camping Schluga Hermagor (Obervellach)
Gefahrene Kilometer: 0 km

In der Früh bin ich noch vor dem Regen schnell in unser privates Bad zum Duschen gegangen, ein wenig wasserscheu (kaltes Wasser von oben ;-( ) bin ich ja doch. Und um kurz nach sieben ist der große Regen gekommen. Ich habe mich dann auch wieder zurückgezogen und wir haben sicher bis 10:00 Uhr weiter geschlafen. Der Tag war dann geprägt von Fernsehen (F1 in Spielberg 😉 ), lesen usw. Wie bestellt hat nach dem Qualifying der Regen aufgehört und wir sind eine Runde spazieren gegangen. Essen sind wir heute ins Lokal vom Schluga gegangen, große Portionen zu einem vernünftigen Preis die wirklich schmecken, aber leider auch viele Fliegen trotz den blauen Lampen, die sie umbringen sollten. Am Abend haben wir uns bald nach hinten ins Bett zurückgezogen und sind schlafen gegangen.

12.07.2020
Camping Schluga Hermagor (Obervellach) – Villach – Klagenfurt – Wolfsberg – Graz
Gefahrene Kilometer: 214 km

Nach der Abkühlung und dem Regen war es heute etwas kühl in der Früh. Es war aber trocken und die Sonne ist auch bald gekommen. Dann haben wir den Roller und die Räder aufgeladen, Tisch und Sessel und Keile, also alles was noch draußen war, eingeräumt. Da es aber zunehmend wärmer wurde, haben wir das Frühstück doch nach draußen verlegt und Tisch und Sessel wieder rausgeräumt. man ist ja flexibel 😉 Später ist Helga zahlen gegangen, ich habe das Wohnmobil abfahrtbereit gemacht und kurz vor 11:00 Uhr sind wir zur endgültig letzten Etappe in diesem Urlaub aufgebrochen. Es war hier wirklich sehr schön, nur getrübt vom oft etwas strengen Geruch und den unzähligen Fliegen, die wirklich lästig waren. Bis zur A2 war wenig Verkehr, ab da war dann dichter Verkehr aber kein Stau. Die Fahrt bis Graz war recht ereignislos, eigentlich fast fad, weil wir über keinen uns unbekannten Berg mussten und die Strecke schon gefühlte 1000 Mal gefahren sind 😉