2025.09 Italien

Herbsturlaub Teil 2

Ziel: Friaul und Venetien
Zeit: 19.09.2025 bis 30.09.2025
Strecke: Graz – Vivaro – Chioggia – Punta Sabbioni – Graz



Gefahrene Kilometer mit dem Wohnmobil: 1006 km
Gefahrene Kilometer mit dem Motorrad: 212 km
Gefahrene Kilometer mit den E-Bikes: 114 km

Besuchte CP und SP:
Agricampeggio Gelindo dei Magredi
Agriturismo alloggio Nonno Mario
Agricampeggio Mose

Vorwort:
Wie schon im ersten Teil des Reiseberichts vom Herbsturlaub (Link zum ersten Teil des Herbsturlaub: 2025.09 Ungarn) geschrieben, haben wir unseren September Urlaub etwas anders als sonst angelegt. Da unsere beiden Mütter gesundheitlich nicht ganz fit waren und das labile, um nicht zu sagen das besch…ene, Wetter im Norden, Westen und Süden, haben uns veranlasst den Urlaub zu teilen und im Umkreis von einer Tagesreise zu bleiben. Deswegen sind wir in den für uns campingtechnisch noch unbekannten Osten ausgewichen. Der Plan war 12 Tage in Ungarn zu verbringen, danach ein paar Tage zuhause zu sein, und im Anschluss noch einmal 12 Tage ans nahe Meer zu fahren. Das Wetter in Kroatien war noch immer nicht ganz zufriedenstellend, deswegen ist es Oberitalien geworden, wo es etwas besser angesagt war. Dazu haben wir den Wheely zuhause so umgebaut, dass sowohl Enduro und E-Bikes mitfahren können. Außerdem wollten wir diesmal die großen, und noch immer ziemlich überfüllten, Campingplätze meiden, und uns bei Bauern und Agricampeggios niederlassen.
Diese Art von Urlaub. mit zwei komplett verschiedenen Zielen, hat auch etwas, und wir überlegen schon das im nächsten Jahr mit anderen Zielen zu wiederholen

19.09.2025
Graz – Villach – Arnoldstein – Tarvis – Gemona – San Daniele del Friuli – Vivaro (Gelindo dei Magredi)
Gefahrene Kilometer mit dem Wohnmobil: 422 km



Zu Mittag sind wir bei wunderschönem Wetter in Graz weggefahren. Der Wheely ist auch nach dem Umbau noch immer super nachgelaufen, und die beiden E-Bikes sind bombenfest am Hänger gestanden. Es ist immer schön wenn ein Projekt gut funktioniert 🙂 . Nach Villach sind wir von der Autobahn abgefahren und haben den Tank vom Ducati noch einmal randvoll angefüllt, bevor es wieder zurück auf die Autobahn ging. Es war wenig los und bei Gemona sind wir wieder abgefahren. Auf der Straße von Gemona bis San Daniele del Friuli war dann viel Verkehr, vor allem viele LKWs waren unterwegs. Vor dem Restaurant vom Gelindo dei Magredi haben wir uns eingeparkt, und schnell eingecheckt. Auch eine Feigenmarmelade für das Frühstück ist aus dem Shop mitgegangen. Dann sind wir hinter auf den Campingplatz gefahren, wo nur zwei andere Wohnmobile gestanden sind. Wir haben uns einen schönen Platz gesucht, uns eingerichtet und die Räder und die Honda abgeladen. Sogar die Sat Schüssel hat ihren Astra zwischen den Weinreben durch gesehen, was will man mehr. Dann haben wir eine Stunde Siesta gemacht, bevor wir gemütlich nach vorne ins Restaurant spaziert sind. Es hat wie immer einen Begrüßungs-Cocktail gegeben, und ein paar Kleinigkeiten zu essen. Dann haben wir uns die Meeres Vorspeisenvariation und einmal den Vorspeisenteller vom Land bestellt, und ich ein geschmortes Huhn und Helga einen geschnitten Kapaun in einer Zitronen, Prosecco, Senf Sauce. Dazwischen haben wir noch eine kleine Schüssel mit Polenta mit Hühnerleber und cremigen Montasio Käse bekommen. Zum Abschluss haben ich noch einen Cafe Corretto und Helga nur einen Grappa pur bestellt. Mich hat wieder fasziniert, dass man die Grappa Flasche einfach zur Selbstbedienung zum Kaffee auf den Tisch gestellt bekommt. Gut, bzw. sehr gut gesättigt sind wir im Stockdunklen zum Wohnmobil zurück „gerollt“ 😉. Die Nacht war abgesehen von den Enten, Fröschen, Vögeln usw. 😉 sehr ruhig, und wir haben sehr gut und ungestört geschlafen.


20.09.2025
Vivaro (Gelindo dei Magredi)
Gefahrene Kilometer mit dem Wohnmobil: 0 km

Vivaro (Gelindo dei Magredi)– Maniago – Sequals – San Daniele del Friuli – Dignano – Spilimbergo – Vivaro (Gelindo dei Magredi)
Gefahrene Kilometer mit dem Motorrad: 81 km



Nach dem gemütlichen Frühstück vor dem Wohnmobil, bin ich einmal eine Runde übers Gelände gegangen. Außer Hunde und Katzen (zumindest habe ich die noch nie gesehen), gibt es hier fast alles was ein Bauernhof bieten kann. Pferde, Ponys, Kühe, Ziegen, Böcke, Esel, freilaufende Hühner, Schildkröten, Fische, Hasen usw. sind hier vertreten.  Danach sind wir mit der Enduro los, und eine schöne Runde gefahren. In Maniago sind wir das erste Mal stehen geblieben, und haben uns das kleine Dörfchen angesehen, und die verfallene Ruine. Von hier sind eine sehr coole Strecke über Sequals bis nach San Daniele del Friuli gefahren. Es hat einige Hügel, viele Kurven, Brücken in einen engen Tal über einen Fluss usw. gegeben. Eigentlich hätte ich erwartet das alles eben ist, deswegen war das eine schöne Überraschung. In San Daniele del Friuli war wie immer viel los, und wir haben einen kleinen Umstandsanfall bei der Parkplatzsuche gehabt, und sind deswegen drei Runden durch den Ort gefahren 🙂 . In einer Wein und Schinkenbar haben wir uns ein Wasser und eine schöne Portion San Daniele Schinken geleistet, bevor wir wieder Richtung Wohnmobil gefahren sind. Dort haben wir beschlossen noch zum trockenen Flussbett zu fahren, und ein paar Fotos zu machen. Nach einer Siesta haben wir vorne im Shop noch mit fachkundiger Beratung des Chefs, einen ausgezeichneten mittelalten im Rotwein Trester gereiften Montasio Käse, gekauft und mit dem mitgebrachten San Daniele Schinken,  einem Baguette und einem Gläschen von Roten vom Haus genussvoll verspeist.

 
21.09.2025
Vivaro (Gelindo dei Magredi)
Gefahrene Kilometer mit dem Wohnmobil: 0 km

Vivaro (Gelindo dei Magredi)– Pordenonen – Vivaro (Gelindo dei Magredi)
Gefahrene Kilometer mit dem Motorrad:  59 km



Frühstück gab es heute wieder im Schatten der Weintrauben, mit Omnia Bachbrötchen. Danach sind wir noch ein wenig am Campingplatz geblieben, und später nach Pordenone gefahren. Nach ca. 3 Kilometer mussten wir noch einmal umdrehen, ich hatte mein Handy und meine Geldbörse im Wohnmobil vergessen 🙁 . In Pordenone haben wir zuerst ein wenig gebraucht das Zentrum zu finden, und uns dann nahe dem Corso Garibaldi eingeparkt. Im Ort war gerade ein Bücherfest und sehr viel los. Wir sind bis zum Duomo Concattedrale di San Marco spaziert, und haben dort wieder umgedreht. Da wir noch in der italienischen Mittag Essenszeit waren, wollten wir uns ein Lokal für einen kleinen Imbiss suchen. Alle die wir gesehen haben waren entweder voll oder nicht ansprechend, und dann hat Helga hat ein Fastfood Lokal vorgeschlagen. Da habe ich aber Veto eingelegt. Wenn Fastfood dann nur italienisches Fastfood sprich Pizza, aber Nudeln wären besser. Dann habe ich die Antico Burchiello entdeckt und auch einen einzigen freien Tisch. Die Kellnerinnen und die Chefin waren super freundlich, der Capo ein Miesepeter ersten Ranges. Helga hat ausgezeichnete Tintenfische mit cremigen Polenta gegessen, ich nicht weniger gute Spaghetti mit Muscheln. Danach noch ein Eis und einen Espresso, und alle, bis auf den Chef 😉 ,  waren glücklich und zufrieden. Nahe der Honda haben wir bei einem Bäcker noch zwei Brötchen für eine Jause am Abend gekauft, und Helga hat dann die Arancini gesehen. Daraufhin haben wir noch 2 Aranzini mit Ragout gekauft. Wir sind dann die selbe ruhige Strecke zum Campingplatz retour gefahren und haben dort eine gemütliche Siesta gemacht. Am Abend hat es noch einen Limoncello Spritz gegeben, und die beiden im Omnia aufgewärmten Arancini. 


22.09.2025
Vivaro (Gelindo dei Magredi)
Gefahrene Kilometer mit dem Wohnmobil: 0 km

Vivaro (Gelindo dei Magredi) – Meduna Flussbett -Laghetto di Vivaro – Vivaro – Vivaro (Gelindo dei Magredi)
Gefahrene Kilometer mit den E-Bikes: 10 km



Da es heute etwas kühler war, haben wir im Wohnmobil gefrühstückt, Brot hatten wir ja noch von gestern 🙂 . Trotz dem angesagten Regen am Nachmittag haben wir herumgetrödelt, und irgendwann sind wir dann doch los. Wir sind mit den E-Bikes zuerst ein wenig planlos über einen Feldweg Richtung Meduna gefahren, haben aber dann umgedreht weil wir uns verfahren haben. Als wir dann den richtigen Weg gefunden haben und in der „Mondlandschaft“ waren, hat es leicht zu nieseln begonnen. Wir sind aber weiter weil wir den Laghetto di Vivaro besuchen wollten, das war aber ein Reinfall. Statt einem schönen See, war es nur ein abgesperrtes Veranstaltungsgelände, das von außen nichts hergegeben hat. Da der Regen inzwischen stärker wurde, haben wir die Regenmäntel angezogen und sind über die Straße retour gefahren, denn auf dem Weg den wir gekommen sind wäre es jetzt sehr schmutzig geworden. Zurück beim Wohnmobil haben wir die Markise rausgelassen, und dann ging der richtige Regen los. Helga ist gleich hinein gegangen, ich bald nach. Vorher habe ich die Markise aber wieder eingefahren, man weiß ja nicht was noch kommt. Den Nachmittag haben wir mit lesen und schlafen verbracht, so ein Ruhetag schadet auch nicht. Der Regen hat bald wieder aufgehört. Zum Kochen hatten wir keine Lust, deswegen sind wir am Abend wieder vor ins Lokal gegangen.  Diesmal habe ich den Vorspeisenteller vom Land gegessen, und Helga Zucchini mit geräucherten Forellen. Davor kam wieder der Aperitif und der Gruß aus der Küche, danach der Polenta mit Käse und Hühnerleber. Dann hat Helga einen Kabeljau nach Vincenca Art bestellt, und ich eine gebratenes Forellenfilet. Hinten nach noch eine Ananas und ein erfrischend saures pink Grapefruit Sorbet , und natürlich Cafe Correto und Grappa pur 🙂 .  Und wieder einmal haben wir zu viel gegessen 🙂


23.09.2025
Vivaro – Pordenone – Mestre – Chioggia (Agriturismo alloggio Nonno Mario)
Gefahrene Kilometer mit dem Wohnmobil: 114 km

Da es schon Nachsaison war, mussten wir nicht um 10:00 raus, sondern konnten noch stehen bleiben solange wir wollten. Dh. wir haben gemütlich gefrühstückt, alles verladen und kurz vor 12:00 Uhr sind wir los. Die Strecke heute war außerdem nicht sehr weit. Da es gestern geregnet hat, wollten wir nicht die Schotterpiste durch den Meduna fahren, sondern haben einen kleinen Umweg durch Pordenone gemacht, auch um beim Aldi die Vorräte aufzufüllen. Ich bin Einkaufen gegangen, Helga hat im Wohnmobil gewartet. Beim Rauskommen hat es geschüttet, und ich hatte keinen Schirm mit im Geschäft. Der Spuk war aber kurz hinter Pordeneone schon wieder vorbei und die Sonne ist gekommen. Bis zur A4 war es super zu fahren, auf der A4 war der gewohnte Verkehr. Bei Venedig sind wir wieder abgefahren und die Tangente bis zur Abzweigung nach Chioggia gefahren. Dann sind wir in einer endlosen LKW Kolonne mit 70 km/h bis ein paar Kilometer hinter Chioggia mitgeschwommen. Wobei, schneller dürfen wir ja auch nicht fahren mit dem Anhänger 😉 . Dort sind wir abgebogen und auf engen Straßen, wo man sich keinen Gegenverkehr wünscht, bis zur Etsch gefahren. Dann noch einen Kilometer der Etsch entlang und wir sind vor dem Agriturismo gestanden. Eigentlich war der Plan auf ein Agriturismo in Ravenna zu fahren, aber heute war irgendwie kein Fahrtag und wir hatten beiden keine Lust noch viel weiterzufahren. Dh. wir sind kurzerhand auf gut Glück abgebogen, und haben das geplante nächste Ziel einfach übersprungen. Gebucht hatten wir weder dort noch hier, also waren wir flexibel. Es war Mittagspause, nur eine Telefonnummer für Fragen war angegeben. Dort habe ich angerufen, und gefragt ob sie einen Platz für uns hätten, und wenn ja warten wir draußen auf das Ende der Mittagspause. Ich wollte nicht eine Stunde sinnlos herumstehen, und dann erfahren es ist nichts frei. Aber wir haben einen Platz bis Freitag bekommen, und dass hat gut gepasst. Um 14:30 ist die junge Chefin dann gekommen, und wir konnten einchecken. Es gibt ca. 10 schöne Stellplätze, ein super sauberes Waschhaus, einen beheizten Pool und die Möglichkeit Wein, Eis und Kürbisse einzukaufen. Das angeblich offene Restaurant war nicht offen. Leider gab es auch einen kleinen Tierpark. Leider deswegen, weil das meiner Meinung eines der beiden Probleme des Platzes verursacht. Es gab Millionen Fliegen die wirklich lästig waren. Und das zweite Problem hat sich erst später gezeigt. Die Stellplätze hatten Null Drainage, dh. nach einem Regen ist man mindestens 3 Tage im Sumpf gestanden, und es war vom Wetter durchwachsen angesagt. Das Wohnmobil steht auf Schotter, die restliche Wiese ist aber dauernass. Ohne die beiden Dinge würde ich sagen der Platz ist ein Traum, so wird es trotz den Vorteilen und den wirklich freundlichen Betreibern ein einmaliger Besuch bleiben. Am Nachmittag haben wir alles abgeladen und dann die angenehme Sonne genossen. Später haben wir noch eine kleine Jause gemacht, aber die Fliegen waren wirklich lästig. In der Nacht haben die Kröten im kleinen Rinnsal hinter uns lautstark gequakt 🙂 .


24.09.2025
Chioggia (Agriturismo alloggio Nonno Mario)
Gefahrene Kilometer mit dem Wohnmobil: 0 km

Chioggia (Agriturismo alloggio Nonno Mario) – Chioggia – Strand von Isola Verde – Chioggia (Agriturismo alloggio Nonno Mario)
Gefahrene Kilometer mit den E-Bikes: 37 km



Nach dem Frühstück sind wir mit den Rädern los. Auf der Uferstraße der Etsch, haben wir eine riesen Gruppe Engländer mit Rädern aus gefasst. Einerseits war es gut weil wir so nicht über den Weg nachdenken mussten, andererseits sind sie dauernd im Weg gestanden. Die kleinen Straßen sind ok, aber leider auch mit sehr vielen Autos die teilweise ziemlich gerast sind. Und die Mutprobe schlechthin ist die Brücke über die Etsch. Man fährt auf der normalen Straße mit den 70 km/h schnellen PKWs und LKWs mit, und hat nicht einmal einen aufgepinselten Radweg. Das ist weder lustig, noch irgendwie sicher, aber umdrehen wollten wir auch nicht mehr. Danach haben wir die Engländer überholt und sind über Sottomarina bis Chioggia zur Schiffsanlege Stelle der Linie11 gefahren. Dort haben wir jeder einen Teller Nudel gegessen, bevor wir wieder zurück gefahren sind. Auf der Brücke war zum Glück gerade wenig Verkehr, aber lustig war es nicht auch weil man sofort nach der Brücke links abbiegen muss. Mit dem Rad zwischen LKWs die 70 km/h fahren Handzeichen geben und unerschrocken nach links ziehen, erfordert eine Portion Wahnsinn und Mut. Wir sind dann noch zum Strand von Isola Verde gefahren. Am Rückweg hat es trotz fast blauem Himmel ein paar Tropfen gegeben. Der recht kräftige Wind hat von einer weit entfernten Wolke das Wasser her geweht, aber zum nasswerden war es zu wenig. Abends haben wir wieder ein wenig gejausnet und dann wurde es wieder richtig nass. Irgendwie wurde der Platz wegen der fehlenden Drainage überhaupt nicht mehr trocken. Aber die Flasche Wein ,die ich im Shop zum Abendessen gekauft habe, war ausgezeichnet 🙂


25.09.2025
Chioggia (Agriturismo alloggio Nonno Mario)
Gefahrene Kilometer mit dem Wohnmobil: 0 km

Chioggia (Agriturismo alloggio Nonno Mario) – Rosolina – Isola di Albarella – Rosolina – Chioggia – Chioggia (Agriturismo alloggio Nonno Mario)
Gefahrene Kilometer mit dem Motorrad: 72 km



Heute war wieder ein traumhaftes Wetter, auch wenn es nicht mehr ganz so heiß war. Aber eigentlich ist zu warm ja auch nicht gut. Heute war eine Tour mit der Honda geplant. Wir wollten uns das Po Delta ansehen und sind über kleine Straßen bis Rosolina gefahren, dann sind wir durch eine wunderschöne Landschaft mit Millionen Vögel zur Isola di Albarella weiter. Was wir aber nicht wussten, war das die Insel privat ist und nur Einwohner und Hotelgäste rauf dürfen. Dh. wir mussten umdrehen und sind über noch kleinere Straßen über Porto di Moceniga zurück bis zur Brücke über die Etsch gefahren. Gleich danach sind wir wieder zum Agriturismo abgebogen, aber dann den Weg den wir mit den Rädern gefahren sind, weitergefahren. Wir wollten noch beim Supermarkt in Chioggia vorbei fahren. Dort haben wir wie immer zu viel eingekauft, und das Topcase ging fast nicht mehr zu 🙂 .  Zurück beim Wohnmobil haben wir uns einen Oktopus Salat als Vorspeise gemacht, und eine Art provenzalischen Eintopf mit Fleischbällchen, Melanzani aus dem eigene Garten, Tomaten, Oliven, vielen Kräutern und Kartoffel. Wir sind zum Essen drinnen geblieben, aber nicht weil es schon geregnet hätte, sondern weil uns die Fliegen zu lästig war. Auch heute hat es später am Abend geregnet, aber wir hatten die Honda schon vorher verladen. Das Schieben des Wheely war mühsam, weil der Boden so tief war. Was sich nicht verstehe ist, dass man einen Platz so schön herrichtet, und dann überhaupt keine Drainagen macht. Das ist sparen am falschen Fleck.


26.09.2025
Chioggia – Mestre – Jesolo – Punta Sabbioni (Agricampeggio Mose)
Gefahrene Kilometer mit dem Wohnmobil: 153  km



Das Wetter war heute etwas durchwachsen und es war in Summe Zeit zu fahren. Schade, ohne Fliegen und Sumpf wäre das wirklich ein Traum Plätzchen gewesen. Nach dem Frühstück haben wir noch ein wenig geputzt, und gegen 12:00 sind wir los. Beim Zahlen hatte ich noch ein Erlebnis, weil der Drucker für die Rechnung besetzt war 🙂 . In Chioggia, beim schon bekannten Supermarkt, haben wir noch einmal gestoppt, und ich bin einkaufen gegangen. Bei uns bleibt immer einer beim Wohnmobil, weil Supermarkt Parkplätze sind uns etwas suspekt. Hier liegen oft Scherben von Sicherheitsgläsern, ein Indiz das so manche Scheibe dran glauben hat müssen und die Wertgegenstände ihren Besitzer gewechselt haben. Oder es ist gleich das ganze Wohnmobil mit Inhalt weg, was gerade einem Bekannten passiert ist. Bis Venedig sind wir wieder in einer LKW Kolone gefahren, dann die geschäftige Tangente und danach sind wir Richtung Flughafen abgebogen und über Landstraßen bis Jesolo gefahren. Es hat immer wieder einmal etwas geregnet, in Summe war es ungemütlich und kalt. Von Jesolo bis Punta Sabbioni haben wir uns gewundert was hier noch los war in der angeblichen Nachsaison. Wir haben unzählige Wohnmobile und Wohnwägen gesehen, wie in der Hochsaison, und vor den Campingplätzen war Stau. Den Agricampeggio Mose haben wir bewusst ausgesucht, weil wir auf den Aufmarsch bei Marina und Co keine Lust hatten. Lieber klein und heimelig, als ein großer Luxuscampingplatz. Der Campingplatz war schnell gefunden und wir konnten uns eine Platz aussuchen. Wir hatten vorab einen Stellplatz und ein Mietbad reserviert, wäre aber zumindest für den Stellplatz nicht notwendig gewesen. Und bei der Marina war die Wartewiese noch immer voll, haben wir beim vorbei fahren gesehen. Wir haben uns eingerichtet und die Markise gegen das Nieseln rausgekurbelt. Ein Sandplatz im Regen hat einen besonderen Charme 🙁 , und da nicht komplett zu versanden ist schwierig. Wir haben unsere 4 Isabelle Vorzeltfliesen für den Winter ausgepackt und vor den Eingang gelegt, damit was das „Sand im Wohnmobil“ Problem schon gut gelöst. Auch haben wir es geschafft uns so treffsicher zwischen zwei Bäume zu stellen, das wir auch SAT Empfang hatten obwohl die Angestellte gesagt hat hier auf dem Stellplatz geht kein SAT 🙂 . Wäre aber auch egal gewesen, dann hätten wir halt mit Starlink und Fire TV Stick gestreamt. Prinzipiell ist das Fernsehen nicht wichtig beim Campen, aber wenn es Abends schon kühler wird, und/oder das Wetter nicht ganz so prickelnd ist, ist der Fernseher doch ganz angenehm. Unser Mietbad war super, und das Waschhaus war immer sauber, trotz Regen und Sand. Hier wurde wirklich viel geputzt. Das Restaurant ist ein Foodtruck oder besser gesagt Food Anhänger, wo zwei Köche zaubern. Zum Essen gehen war es uns zu ungemütlich weil alles outdoor war, so bin ich zum Restaurant gegangen weil man alles auch für take away bekommen konnte. Es wurden zwei Portionen Nudeln, und für die Wartezeit für mich ein super Limoncello Spritz um 4 €. Als dann die Nudeln kamen, war ich ein wenig baff. Zwei riesen Portionen, und auf normalen Tellern auf einem Tablett serviert, damit habe ich nicht gerechnet. Aber da wir sehr nahe unseren Stellplatz hatten, war das kein Problem das Essen heiß auf den Tisch zu bekommen. Es waren beide Nudelgerichte ausgezeichnet. Leider ist das Restaurant nur mehr bis Sonntag Abend offen, aber das vorbestellte Brot bekommt man später auch noch.


27.09.2025
Punta Sabbioni (Agricampeggio Mose)
Gefahrene Kilometer mit dem Wohnmobil: 0 km
Punta Sabbioni (Agricampeggio Mose) – Treporti – Lio Piccolo – Treporti – Punta Sabbioni (Agricampeggio Mose)
Gefahrene Kilometer mit den E-Bikes: 26 km



Heute war das Wetter wieder traumhaft, so sind wir mit unseren Rädern ausgerückt, und wieder einmal nach Lio Piccolo gefahren. Trotz Fahrverbot war sehr viel los, und bei den Lokalen hatte man den Eindruck sie brauchen die Kunden nicht oder sie stören nur. Macht auch nichts, wir haben dann zuhause selbst gekocht. Ein Schweinefilet mit Pilzsauce und Kartoffeln sind es geworden. 


28.09.2025
Punta Sabbioni (Agricampeggio Mose)
Gefahrene Kilometer mit dem Wohnmobil: 0 km

Punta Sabbioni (Agricampeggio Mose) – Ca Savio – Ca Pasquali – Cavallino – Lido di Jesolo – Treporti –Punta Sabbioni – Punta Sabbioni (Agricampeggio Mose)
Gefahrene Kilometer mit den E-Bikes: 41 km



Eigentlich wäre heute ein Venedig bzw. Murano Besuch am Plan gestanden, aber Helga hat sich in der Früh ein wenig am Fuß verletzt und hatte ein Problem mit einem festen Schuh so weit zu gehen. Aber wir sind ja flexibel, und haben auf eine Radtour umgeplant. Quer über die Halbinsel bis zum Strand von Lido di Jesolo sind wir gefahren, und dort haben wir uns in der Sonne einen Aperol Spritz genehmigt. Zurück sind wir entlang der Lagune gefahren. Am Abend sind wir ins Lokal essen gegangen, wir hatten in der Früh einen Tisch reserviert. Zwei Mal Nudeln als Vorspeise, gemeinsam eine Portion Fritto Misto und dazu den Prosecco vom Platz. Alles war ausgezeichnet und preislich günstig. 


29.09.2025
Punta Sabbioni (Agricampeggio Mose
Gefahrene Kilometer mit dem Wohnmobil: 0 km

Punta Sabbioni (Agricampeggio Mose) – Schiff – Venedig Rundgang auf den Spuren von Brunetti – Schiff – Punta Sabbioni (Agricampeggio Mose)
Gegangene Kilometer: viele und dazu noch gefühlt 100 Brücken 😉





Heute war der Fuß wieder ok, und so wurde der Venedig Besuch nachgeholt. Da wir nicht unsere E-Bikes am Radparkplatz abstellen wollten, haben wir uns zwei Leihräder am Campingplatz genommen und sind damit zur Schiffsanlege Stelle gefahren. Die Räder waren aber in einem erbärmlichen Zustand. Dort haben wir uns zwei Tickets besorgt, und dann kam schon das Schiff. Wir sind mit dem Schiff direkt bis zur Station San Marco Zacceria gefahren und dort ausgestiegen. Helga hat eine Route herausgesucht, wo wir die Drehorte von Donna Leones Serie  besuchen konnten. Den wunderschönen Balkon der Wohnung vom Commissario, die Brücke ohne Geländer, die einzige in Venedig, die Questura, usw. haben wir gesehen. Besonders von der im Film eigentlich gut erhaltenen Questura waren wir schockiert. Das ist ein verfallenes Gebäude das nur mehr von Gerüsten usw. zusammengehalten wird. Und wie schon oft gesehen, sind Drehorte die im Film nebeneinander liegen, manchmal weit aus einander. Im Film geht Brunetti um die Ecke und ist dort, wir sind aber 10 Minuten gegangen 🙂 . Dazwischen haben wir uns einmal mit einer Pizza und einem Aperol Spritz gestärkt 🙂 . Am späteren Nachmittag nach dem ganzen Besichtigungs-Wahnsinn 😉  sind wir dann Richtung Arsenale gegangen, wo wir noch einmal eingekehrt sind. Danach sind wir mit der Linie 15 direkt retour gefahren, und zu den Rädern gegangen. Ein Scherzbold hat bei mir das Bremsseil ausgehängt, und Helgas Rad hatten nach ein paar Metern einen Platten. Wenn wir zu Fuß gegangen wären, wären wir einfacher zurück gekommen 🙁 .


30.09.2025
Punta Sabbioni – Udine – Gemona – Tarvis- Arnoldstein – Graz
Gefahrene Kilometer mit dem Wohnmobil: 317 km



Nach dem Frühstück haben wir die Räder verladen, ein wenig Ordnung geschafft und gegen Mittag sind wir los. Helga ist zur Rezeption gegangen und hat die offene Differenz bezahlt, die Räder mussten wir scheinbar aufgrund des miesen Zustands nicht bezahlen. Dann ging es Richtung Autobahn. Es war heute noch ein wenig kühler und so waren wir beide mit langer Hose und Pullover unterwegs. Wir sind ohne  Spiegeltrickbetrüger bis Jesolo gekommen, wobei ich die sowieso noch nie gesehen habe. Entweder haben wir etwas an uns was ihnen vermittelt, dass ich sowieso nicht stehen bleiben würde, oder das Garmin Navi mit Dashcam schreckt sie ab. Aber auch vor dem Kauf des Navi mit Kamera haben wir die noch nie gesehen. Auf der Autobahn war nicht allzu viel los und bei Gemona sind wir wieder abgefahren. Bei der Albergo Ristorante Pizzeria Da Michele in Venzone haben wir uns 2 Portionen Lasagne geholt, die wir im Wohnmobil verspeist haben. Normalerweise machen wir das, weil uns zu viel Trubel im stets gut besuchten Lokal ist. Diesmal aber weil es schon am Schließen war. Nach dem sind wir das Kanaltal raufgefahren, und es wurde langsam richtig frisch. 7 Grad, dh. war vor kurzem noch die Klima am Werk, musste sich jetzt die Heizung ins Zeug legen um ein vernünftiges Klima zu schaffen. Nahe Arnoldstein haben wir wieder getankt, und dann in einem Rutsch nach Graz durchzufahren.