2025.12 Zell am See

Ziel: Sportcamp Woferlgut in Bruck an der Glocknerstraße (nahe Zell am See)
Zeit: 20.12.2025 bis 28.12.2025

Strecke: Graz – St. Michael – Judenburg – St. Michael im Lungau – Eben im Pongau  – Bischofshofen – Bruck an der Glocknerstraße – Bischofshofen – Liezen – St. Michael – Graz
Gefahrene Kilometer: 573 km
Gegangene Kilometer: 29 km

Besuchter Campingplatz:
Sportcamp Woferlgut

20.12.2025
Graz – St. Michael – Judenburg – St. Michael im Lungau – Eben im Pongau  – Bischofshofen – Bruck an der Glocknerstraße
Gefahrene Kilometer: 304 km



So gegen 10:00 Uhr sind wir in Graz bei wunderschönem Wetter in Richtung Winter Camping aufgebrochen. Aber schon nach ungefähr 10 m hat sich das Tiremoni gemeldet und links hinten etwas zu wenig Luftdruck gemeldet 🙁 . Da wir vor kurzem erst auf die Winterreifen gewechselt hatten, war die Annahme/Hoffnung, dass sie in der Werkstatt einfach zu wenig eingefüllt hatten. Und wenn nicht hätten wir in drei Wochen 1 Bar verloren, was auch nicht ganz so schlimm wäre oder besser gesagt kein KO für den Urlaub wäre. Dh. der erste Weg war zu einer Tankstelle, und den einen Reifen auch wieder auf 5,3 bar aufpumpen. Am Weg nach Judenburg, dem ersten Stopp haben wir trotzdem immer ein wenig das Tiremoni beobachtet, aber zum Glück keine Veränderung feststellen können. In Judenburg sind wir zuerst auf den Friedhof gegangen, und dann bin ich meine Mutter besuchen gegangen. Helga hat inzwischen ihren Lieblingskogel bestiegen. Wir im Tal hatten Nebel, sie am Berg wunderbare Sonne. Danach haben wir beim Billa Plus noch ein paar Kleinigkeiten und eine Jause besorgt, bevor wir weiter Richtung Woferlgut gefahren sind. Da das Wetter gut war, sind wir nicht zurück nach St. Michael und dann über die A9 und die Ennstal Bundesstraße, sondern die engere Strecke über Murau, das Thomatal, St. Michael im Lungau und dann die Tauernautobahn gefahren. Wir mussten dadurch zwar durch den gebührenpflichtigen Tauerntunnel, haben uns aber einige Zeit und Kilometer gespart. Vor Bischofshofen hatten wir einen Stau genau nach einer Kurve, wo wir und die vor uns einen kurzen Bremsentest mit dem Wohnmobil machen mussten 😊 . Das Einchecken am Woferlgut ging sehr flott, und wir wurden rasch zu unserem Stellplatz begleitet. Der war wieder ungefähr in dem Bereich, wo wir auch die beiden letzten Male gestanden waren, dh. nicht allzu weit vom Waschhaus weg. Es war ziemlich kalt, und der Stellplatz und die Wege waren eisig und mit etwas Schnee bedeckt. Den Strom haben wir sofort angeschlossen, den fixen Gasanschluss haben wir ca. eine Stunde später bekommen. In der Zeit haben wir das Wohnmobil etwas eingerichtet, dh. die Abdeckungen montiert und die Bodenfließen vor den Eingang gelegt. Und ein wenig weihnachtlich geschmückt haben wir es auch 🙂 .Der Gas Anschluss ging dann auch flott, da ich das Gitter untern schon zuhause gelöst habe. Somit brauchte der Techniker den Schlauch nur mehr durchstecken, und anschließen. Er war aber ein kleiner Grobmotoriker, und hat und dabei gleich eine Halterung ausgerissen. Abends haben wir und noch eine kleine, aber feine Jause hergerichtet. Die Sat Schüssel blieb drinnen, da wir hier schon schlechte Erfahrungen gemacht hatten. Beim letzten Mal hatte es geschneit, und dann ist die Sat Schüssel festgefroren. Beim Versuch sie einzufahren, ist dann die Sicherung geflogen. Natürlich hatten wir genau die Sicherung nicht mit. Und das Enteisen und gängig Machen am Dach mit einer geborgten Leiter war auch nicht lustig. Deswegen haben wir diesmal nur gestreamt, da die Starlink Antenne mit dem Unlimited Tarif sowieso aktiv war.

21.12.2025
Sportcamp Woferlgut 
Gefahrene Kilometer: 0 km

Die Nacht war angenehm, nur bis wir die richtige Temperatur zum Schlafen eingestellt hatten, brauchten wir mehrerer Anläufe. Da die Heizung hinten unterm Bette von Helga ist, war es uns anfangs trotz der minus 8 Grad draußen immer ein wenig zu warm. Der Sensor sitzt vorne bei der Türe, wo es kalt ist, und hinten schwitzt man sich einen runter. Aber 14 Grad eingestellt beim digitalen Bedienelement der Heizung, haben hinten ein angenehmes Schlafklima erzeugt. Und um ca. 08:00 Uhr, wenn ich Brot einkaufen gegangen bin, habe ich die Heizung wieder so hoch geregelt, dass es bis zum Frühstück vorne auch lauschig wird. Draußen war es ziemlich frisch und der Weg nach vorne zum Shop war sehr rutschig. Nach dem Frühstück haben wir begonnen unser neues Vorzelt aufzustellen. In Summe war es trotz der miesen Anleitung recht flott aufgestellt. Die originalen Heringe sind für nichts, und stabile Felsenheringe hatte ich nicht genug mit. Aber im Shop vorne waren sie gut ausgerüstet, und ich habe 10 Stück nachgekauft. Und wenn ich zu meinem extra mitgenommen Akku-Bohrhammer von Einhell auch noch den richtigen Bohrer mitgenommen hätte, wären wir noch schneller gewesen. Der Bohrhammer hat eine SDS+ Aufnahme, der 30 cm lange Steinbohrer war aber kein SDS+ Bohrer, sondern ein ganz normaler Bohrer ☹. So musste ich mir alle Löcher mit einem der massiven Felsheringe im steinhart gefrorenen Boden vorstanzen, und dann die etwas leichteren Heringe nachschlagen. Auf den beigelegten Zeltboden aus einer stabilen Plane haben wir verzichtet, weil er am eisigen Boden nur hin und her gerutscht ist, und wir keine Heringe mehr zum Befestigen hatten. Aber wir besorgten uns zwei Paletten vom Campingplatz, und legten unsere 8 Isabella Vorzelt Fliesen auf. Damit konnte man drinnen gut gehen, und hatte auch keine schmutzigen Schuhe. Durch die etwas höhere Temperatur ist innen der Boden aufgetaut und wurde matschig. Das war durch den Bodenbelag aber momentan kein Problem. Zusätzlich haben wir noch unsere feuchten Handtücher innen aufgehängt, um die nicht im Wohnmobil trocknen zu müssen. Im Nachhinein gesehen war das alles ein schwerer Fehler, aber dazu mehr dann morgen. Nach dem erfolgreichen Aufstellen des Vorzeltes, sind wir in die Badelandschaft gegangen und haben dort den restlichen Tag verbracht.

 

22.12.2025
Sportcamp Woferlgut 
Gefahrene Kilometer: 0 km

Sportcamp Woferlgut – Bruck an der Glocknerstraße – Zell am See (Zug) – Bruck an der Glocknerstraße (Zug) – Sportcamp Woferlgut 
Gegangene Kilometer: 6 km



Legende:
Magenta ==> zu Fuß
Blau ==> Zug

In der Früh, wie ich wieder zum Brot holen gegangen bin, habe ich das gestern angesprochene Problem bemerkt. Das Vorzelt war innen an der Decke komplett angefroren und die Handtücher um nichts trockener als gestern. Und durch die warme Luft aus dem Wohnmobil, hat sich das Vorzelt in eine Tropfsteinhöhle verwandelt. Nach dem Abklopfen der Decke mit dem Besen, war es ein wenig besser, zumindest konnte man ohne „Regen“ drinnen gehen. Ich habe dann die Sessel mit den Handtüchern hinausgestellt, mit dem Resultat, dass wir dann nasse und steif gefrorene Badetücher hatten 🙂 . Das Vorzelt haben wir gut durchgelüftet, wenigstens das ist dann ausgetrocknet. Trotzdem wäre es in nachhinein schlauer gewesen die Plane aufzulegen, dass weniger Feuchtigkeit von unten kommt. Nach dem Frühstück sind wir baden gegangen, und gegen 17:00 Uhr haben wir uns angezogen und sind zum Bahnhof gegangen. Von dort sind wir mit dem Zug nach Zell am See gefahren. Man bekommt automatisch für ein geringes Entgelt ein Ticket für alle Öffis in Salzburg, und das für den gesamten Aufenthalt. In Zell am See sind wir eine Runde gegangen, und haben dann im Gastgarten der Villa Crazy Daisy einen oder zwei Glühwein getrunken. Trotz Schaffellen am Sitz, Decke und Wärmelampe, wurde es ganz schön kühl mit der Zeit, so sind wir wieder zum Bahnhof zurück spaziert. Im Ort war richtig viel los. Der Weg vom Bahnhof Bruck/Fusch bis zum Campingplatz war eisig und ziemlich kalt. Auch wenn es nur ca. 2 Kilometer sind, haben sich die ziemlich gezogen. Aber im warmen Wohnmobil wurde es uns bald wieder warm, und wir haben das erste der beiden steif gefrorenen Badetücher ins beheizte Bad zum Trocknen gehängt. Mit der laufenden Heizung und der offenen Dachluke, ist es bis am Morgen gut getrocknet.

23.12.2025
Sportcamp Woferlgut 
Gefahrene Kilometer: 0 km

Sportcamp Woferlgut – Kaprun – Zell am See (Bus) – Bruck an der Glocknerstraße (Zug) – Sportcamp Woferlgut 
Gegangene Kilometer: 10 km



Legende:
Magenta ==> zu Fuß
Blau ==> Zug
Grün ==> Bus

Das Badetuch ist über Nacht im Bad schön trocken geworden, deswegen haben wir dann das zweite auch zum Trocknen reingeholt. Nach dem Frühstück sind wir zu Fuß Richtung Kaprun aufgebrochen. Das Wetter war ein Traum, blauer Himmel, Sonne aber prickelnd kalt. An den Büschen waren wunderschöne Eiskristalle und der Boden hat geglitzert und hat nur so geknirscht beim Gehen. Beim Motorik Park vor Kaprun haben wir eine kleine Pause gemacht, sind aber bald weitergegangen weil es beim Stehen kühl wurde. In Kaprun sind wir zur Busstation, und dann mit einem randvollen Bus bis nach Zell am See gefahren. Der Bus war voll von Ski Fahrern, die von und zu den Ski Gebieten gefahren sind. Beim Restaurant Steinerwirt sind wir eingekehrt und haben wirklich gut gegessen. Das einzig störende war der ältere Engländer der zwei Tische daneben gesessen ist. Er hat zwei große Bier getrunken, und im Abstand von 5 Minuten laut gerülpst. Mir hat bei allem Ärger seine Frau leidgetan, der das schon ziemlich peinlich war (dass es uns verständlicherweise stört, war deutlich zu sehen und hören) und die mit dem ungustiösen Typen zusammenleben muss. Beim Sternenadvent am See haben wir noch eine Pause gemacht. Ich habe mir einen Glühwein bestellt, Helga einen heißen Eierlikör mit Schlag, Rum und allerlei bunter Deko. Von hier sind wir dann zum nahen Bahnhof gegangen und wieder mit dem Zug retour bis Bruck gefahren. Der Weg zum Campingplatz war gleich weit, kalt und ungemütlich wie gestern.


24.12.2025
Sportcamp Woferlgut 
Gefahrene Kilometer: 0 km

Sportcamp Woferlgut – Bruck an der Glocknerstraße – Sportcamp Woferlgut 
Gegangene Kilometer: 3 km



Heute in der Früh war auch das zweite Badetuch trocken, und im Vorzelt war es um vieles trockener. Aber das Wetter hat sich gravierend geändert. Es hatte nur mehr wenig unter 0 Grad, aber dafür war der Himmel bedeckt und es hat geschneit. Die Wege mit dem Eis drunter, und dem frischen Schnee darauf, waren noch rutschiger als sie schon davor waren. Nach einem ausgezeichneten Frühstück sind wir eine erweiterte Campingplatz Runde gegangen. Die hat uns auch zum zugefrorenen Badesee geführt, wo wir im frischen Schnee herumgestapft sind. Zurück beim Wohnmobil haben wir das Vorzelt vom Schnee befreit. Das billige Obelink Vorzelt, das eigentlich kein spezielles Winter Vorzelt ist, hat sich wirklich super geschlagen. Danach sind wir kurz Baden gegangen, und haben dann eine Siesta im Wohnmobil gemacht. Der Kater der im Waschhaus wohnt, und bisher immer nur gelegen und geschlafen hat, ist heute auf der Stiege gesessen. Das war aber das erste und einzige Mal in unserem Urlaub, dass er sich von seinem Schlafplatz wegbewegt hat😊 . Zumindest haben wir ihn sonst immer liegen und schlafen gesehen, außer irgendwer hat ihn gerade gestreichelt. Gegen 17:00 Uhr haben wir uns für die Abendveranstaltung fertig gemacht. Am Vorplatz vor dem Bad und dem Hotel wurde Glühwein ausgeschenkt, der Chef hat eine Ansprache gehalten und die Turmbläser haben gespielt, und das alles im leichten Schneefall. Danach sind wir ins Lokal gegangen, wo wir den Tisch für das Weihnachtsessen reserviert hatten. In Summe war das Essen zwar schon gut und abwechslungsreich, aber wenn man nicht wirklich zugelangt hat auch ziemlich teuer. Und wie auch schon das letzte Mal geschrieben (2018), ein festes Menü mit serviertem schönem Teller wäre mir als Gast einfach lieber. Für die Küche ist diese Variante aber sicher einfacher und rentabler. Gefolgt wurde das Schlemmen von Ansprachen, weihnachtlichen Geschichten und musikalischen Darbietungen. Aber es war der Abend stimmungsvoll, und weniger „heilig und steif “ als beim letzten Mal 2018. In Summe hat es schon gepasst, wenn es auch nicht ganz günstig ist. Beim Zahlen bekommt man dann noch eine Flasche guten Rotwein (pro Tisch) und ein paar Weihnachtskeks für die keiner Platz im Magen hat 🙂 .


25.12.2025
Sportcamp Woferlgut 
Gefahrene Kilometer: 0 km

Sportcamp Woferlgut – Mayereinöden – Sportcamp Woferlgut
Gegangene Kilometer: 5 km



Nach dem obligatorischen Brot holen und dem Frühstück, sind wir bei heute wieder strahlendem Sonnenschein losmarschiert. Wir sind wieder den Weg Richtung Kaprun gegangen, aber nur bis kurz vor dem Motorik Park. Dort haben wir umgedreht und sind wieder zum Wohnmobil retour gegangen. Dann haben wir uns umgezogen und sind ins Bad gegangen. Dort haben wir ein wenig Siesta gemacht und sind ein paar Mal Baden gegangen, bevor uns der Hunger zurück zum Wohnmobil getrieben hat. Ich hatte zuhause schon ein paar Sous Vide Gerichte vorbereitet, und dann eingefroren. Immer Essen zu gehen war uns zu teuer, und frisch kochen ist wegen den Feiertagen und dem doch kleineren Kühlschrank als zuhause nicht so einfach. Deswegen hatten wir gestern schon 2 Rindsrouladen, Spätzle und Kohlsprossen aus dem Froster genommen. Die habe wir heute nur mehr heiß gemacht und finalisiert, und dann mit Genuss verspeist. Helga ist dann später noch duschen gegangen ich war schon nach dem Baden in den Badewelten. Sie hatte dann in unserem Waschhaus kein warmes Wasser mehr, was nicht normal und nicht angenehm war. In der Rezeption haben sie gesagt dass der Chef schon Bescheid weiß, mehr konnten sie dazu nicht sagen.

 


26.12.2025
Sportcamp Woferlgut 
Gefahrene Kilometer: 0 km

Sportcamp Woferlgut – Mayereinöden – Sportcamp Woferlgut
Gegangene Kilometer: 5 km



Auch heute hat uns das traumhafte Wetter wieder rausgetrieben. Wir sind über den Campingplatz bis zum Badesee gegangen, und dann über die Wiese neben der Langlaufspur wieder bis  Mayereinöden gegangen. Die Loipe war nicht in Betrieb und nicht gespurt da es zu wenig Schnee hatte, aber der wenige Schnee war durch die hohen Minusgrade an der Oberfläche so festgefroren dass man auch daneben nicht eingebrochen ist. Es war wieder super sonnig, aber auch wieder ziemlich kalt. Bei Mayereinöden haben wir eine Schleife gezogen, und sind neben einer anderen ebenfalls nicht in Betrieb befindlichen Lope zurück gegangen. Beim Wohnmobil haben wir uns etwas zu Essen gemacht, zum Baden hatten wir keine Lust heute. Außerdem hatte ich mir einen ziemlichen Schnupfen geholt, und so wäre es vermutlich auch nicht schlau gewesen baden zu gehen. Da es heute schon wieder kein warmes Wasser in unserem Waschhaus gab (das zweite Mal in der Woche), habe ich das Duschen auch abgesagt. Die Aussage vom Chef auf die freundliche Frage von Helga warum es schon wieder kein warmes Wasser gibt und ob sich heute auf warmes Wasser warten noch auszahlt: „das Wasser hat eh noch 30 Grad“.  Die Aussage finde ich für einen an sich sehr guten und nicht ganz billigen 4* Campingplatz ein wenig flapsig. Kein Wort der Entschuldigung oder eine Angabe eines Grundes, nur die flapsige Antwort und der Verweis dass die anderen viel weiter entfernten Waschhäuser warmes Wasser hätten.  Vor allem die mit den Mietbadezimmern haben sich teilweise ziemlich beklagt im Waschraum. Wenige Minuten später war das Wasser eiskalt und hatte nicht einmal mehr die sowieso zum angenehmen Duschen ein wenig zu kühlen 30 Grad. Technische Defekte können passieren und passieren natürlich immer dann wenn es am wenigsten passt, dagegen kann man schwer etwas machen, weil dass die Anlage gleich wie alles andere hier gut gewartet ist, davon gehe ich aus. Aber was man meiner Meinung schon machen könnte und sollte, ist die Gäste etwas besser und vor allem freundlicher zu Informieren. Am besten sogar noch proaktiv z.B. mit einem Anschlag im Waschhaus, und nicht einfach jeden probieren und fragen lassen. Dass es vermutlich ein technischer Defekt war, ist dann am nächsten Tag klar geworden als der Wagen eines Wärmepumpentechnikers vorm Bad gestanden ist, und zwei Techniker im Keller herumgeschraubt haben. Wenn mir jemand freundlich erklärt dass es ein Problem gibt und Abhilfe leider erst am nächsten oder übernächsten Tag möglich ist, ist das noch immer blöd aber besser zu akzeptieren und vor allem kann man sich darauf einstellen. Wenn ich mich um 21:00 Uhr vorm schlafen gehen noch schnell duschen möchte, kann ich z.B. nicht mehr einen Besuch in den Badewelten zu einer anderen Zeit einplanen und dort dann nach dem Baden duschen. Dann muss ich gezwungenermaßen bei minus 8 Grad quer über den Platz zu einem anderen kleineren Waschhäuser gehen, wo sicher einige andere auch hin ausweichen haben müssen.




27.12.2025
Sportcamp Woferlgut 
Gefahrene Kilometer: 0 km

Nach dem Frühstück bin ich ins Waschhaus schauen gegangen ob es heute wieder warmes Wasser gibt, weil wenn nicht wäre ich wirklich ins Bad vor Duschen gegangen. Aber heute war es wieder super warm 🙂 . Nach dem Frühstück und dem Duschen haben wir begonnen das Vorzelt abzubauen. Da es nicht trocken zu kriegen war, haben wir es feucht verpackt und zwei Tage später zuhause im Keller getrocknet. Danach habe ich eine kleine Siesta gemacht, und Helga ist ins Bad und Fitnesscenter gegangen. Wir haben auch noch der Rezeption die Zeit für morgen zum Abschließen der Strom und Gasleitung bekannt gegeben, um das wir per Mail gebeten wurden. Leider machen das trotz Erinnerungsmail nur sehr wenige laut dem Techniker. Das Resultat ist, dass es am Vormittag immer ziemlich chaotisch und stressig für die Techniker ist, und alle warten müssen. Am Nachmittag haben wir uns dann ein Festessen gemacht. Selbstgemachte Sous Vide gegarte Entenkeulen mit einem Portwein Orangen Saftl, Rotkraut mit Portwein, Maroni und schwarzen Rosinen und dazu noch einen Serviettenknödel. Auch wenn viel vorbereitet war, auf einem dreiflammigen Herd wo nicht drei große Töpfe nebeneinander Platz haben, ist es gar nicht so einfach alles zugleich und warm zu servieren. Und wenn man dann noch von einem Schnupfen gehandikapt ist, und dadurch dämlich wie ein Sack Bohnen ist, ist es noch schwieriger. Das Essen war aber super, und Helga hatte am danach sogar heißes Wasser zum Abwaschen und Duschen. Scheinbar war das Problem wieder gelöst, auch wenn es wieder keine Info gab.


28.12.2025
Sportcamp Woferlgut – Bruck an der Glocknerstraße – Bischofshofen – Liezen – St. Michael – Graz
Gefahrene Kilometer: 269 km



Nach dem Frühstück ist Helga wieder zum Fitnesscenter gegangen, da sie noch eine Runde Radfahren und gleich dort duschen wollte. Es ist beim Duschen geblieben, da zu viel los war und alle Geräte besetzt waren. Kurz vor der ausgemachten Zeit ist der Techniker gekommen, und hat die Gasleitung und den Strom abgeschlossen. Diesmal wurde das sogar mit einem Lecksuchspray kontrolliert, die letzten Jahre hatte der damalige Techniker das zufälligerweise nie mit oder es war gerade leer 😉. Nur für das Neubefestigen des ausgerissenen Gasleitungshalter, bedurfte es ein wenig Überredung. Aber da ich darauf bestanden habe, dass sie den Schaden den sie angerichtet haben auch wieder beheben, hat der Kollege das dann zuerst leicht murrend, aber dann doch sehr professionell erledigt. Ich verstehe ja dass er viel zu tun hatte, aber eigentlich ist das nicht mein Problem – der Schaden aber schon. Um 11:15 wollten wir vom Stellpatz rausfahren, aber es ist beim Wollen geblieben. Wir sind leicht abschüssig gestanden und mit beiden Rädern direkt auf einer Eisplatte das auch mit Aufschaukeln nichts gegangen ist. Das Auftausalz, dass ich vorsorglich gestern dorthin gestreut hatte, hat genau nichts erreicht bei der dicken Eisschicht.
Notiz an mich: das nächste Mal einen kleinen Kübel mit Rollsplitt einpacken
Mithilfe von Helga, einem Nachbarn und seiner Frau, haben ich es dann mit viel Gefühl, der eingeschalteten Traktion Plus und dem vorsichtigen Aufschaukeln vom Wohnmobil aus dem Stellplatz geschafft. Helga ist dann nach vorne Zahlen gegangen, und ich habe sie vorne mit dem Wohnmobil wieder eingesammelt. Leider hat sich die Hoffnung, dass der Reifen beim Wechseln nur nicht ganz aufgepumpt worden ist, nicht erfüllt. Wir haben in den 8 Tagen wieder 1,5 Bar verloren. Dh. der erste vorsichtige Weg war zu einer Tankstelle, den Reifen wieder voll aufpumpen. 4 Bar wären zwar auch noch gerade ok gewesen, aber mit 5,3 bar haben wir mehr Reserven zum Heimfahren. Außerdem wollte ich den halbvollen Tank auch noch volltanken, da wir noch eine Mischung aus halb italienischen Sommerdiesel und österreichischen Winterdiesel im Tank hatten. Und die minus 8 Grad waren sicher schon fast an der Grenze, dass es ein Problem werden könnte. Die Fahrt von Zell am See bis zur ersten Pause in Irdning nahe dem Campingplatz im Dörfl war irgendwie mühsam. Wenn einen ein Schnupfen plagt, und man sich besch…ßen fühlt, macht es keinen Spaß zu fahren. Zusätzlich hatte Helga schon eine beginnende Augenentzündung, dh. das Lazarett war komplett. Nach einer guten Jause und einer kurzen Siesta ging es aber besser, und die Laune wurde besser.  Ein Kaffee noch etwas später, hat uns die letzten Kilometer richtig beschwingt abspulen lassen. Zuhause wurden wir von einem zuerst bitterbösen und beleidigten Gastkater begrüßt, aber wie immer hat er das nicht lange durchgehalten 😊. Ich musste auf der Straße draußen ein wenig warten, da Helgas Fiat 500 der am Parkplatz stand, so vereist war dass es unmöglich war damit zu fahren. Der Schneefall, der auch in Graz war, war fest angefroren und musste fast herunter gehakt werden. Aber auch das Problem war irgendwann gelöst, und wir konnten uns zuhause einparken. Aber auf das Auflegen und Trocknen vom feuchten Vorzelt hatte keiner von uns mehr Lust. Dh. das Nötigste ausräumen, den Strom anschließen und die Heizung so einstellen dass nichts mehr frieren kann, war alles was heute noch passiert ist,