2025.09 Ungarn

Herbsturlaub Teil 1

Ziel: Budapest und Plattensee
Zeit: 05.09.2025 bis 16.09.2025
Strecke: Graz – Marburg –  Lendava – Budapest – Zamadi – Lendava – Marburg – Graz



Gefahrene Kilometer mit dem Wohnmobil: 828 km
Gefahrene Kilometer mit den E-Bikes:    139 km

Besuchte CP und SP:
Camping Arena Budapest  
Camping Mirabella 

Vorwort:
Diesmal haben wir unseren September Urlaub etwas anders als sonst angelegt.

Da unsere beiden Mütter gesundheitlich nicht ganz fit waren und das labile, um nicht zu sagen das besch…ene, Wetter im Norden, Westen und Süden, haben uns veranlasst den Urlaub zu teilen,  im Umkreis von einer Tagesreise zu bleiben. Deswegen sind wir in den für uns campingtechnisch noch unbekannten Osten ausgewichen. Der Plan war 12 Tage in Ungarn zu verbringen, danach ein paar Tage zuhause zu sein, und im Anschluss noch einmal 12 Tage ans nahe Meer (Herbsturlaub Teil 2) zu fahren. Nach Ungarn wollten wir sowieso bald wieder einmal fahren, da die kurzen Abstecher mit dem Rad von Rust aus immer cool waren und Lust auf mehr gemacht haben. Der Plan war nach Ungarn nur mit Wohnmobil und E-Bikes zu fahren, da wir hier die Enduro vermutlich nicht brauchen würden, und für den Süden dann den Wheely so umzubauen das Enduro und E-Bikes mitfahren können.
Ungarn selbst war ein interessantes Land, das uns unabhängig vom etwas speziellen Staatoberhaupt gut gefallen hat. Die Autobahn war gut, die anderen Straßen gleich schlecht wie zum Beispiel in der Toskana. Die Preise sind angenehm nieder und um einiges geringer als bei uns in Österreich. Zu Zweit vernünftig (nicht Fast Food) essen gehen mit Getränk ist ab 30 Euro möglich, ein großes Bier kostet ca. 2,5 € und die allgegenwärtigen Limonaden sind sehr gut. Budapest ist auf jeden Fall einen Besuch wert, die Stadt lebt so richtig und es gibt auch viel zu sehen und zu machen. Nur die Umrechnerei von Forint auf Euro und die Spesen, die die Banken dafür verlangen, sind ein wenig lästig. 

05.09.2025
Graz – Marburg – Lendava – Budapest
Gefahrene Kilometer mit dem Wohnmobil: 408 km



Am Freitag haben wir beide noch bis Mittag gearbeitet, und uns dann schön langsam auf die Abreise vorbereitet. Eingepackt war schon alles, nur die E-Bikes musste ich noch verladen. Dann habe ich noch eine ungarische Monatsvignette besorgt, und kontrolliert ob unsere slowenische Jahresvignette noch gültig ist. Gegen 14:00 Uhr sind wir dann los. Zuerst haben wir noch eine kurze Diskussion gehabt welche Strecke wir fahren sollten. Google Maps, Garmin und ich wollten über Slowenien Marburg fahren, Helga hatte aber Bedenken wegen dem Verkehr auf der A9 und oftmaligen Stau bei Marburg. Wir, Robert, Google und Garmin, haben uns durchgesetzt und Helga überzeugt 😉 . Auf der A9 war sehr viel Verkehr, vor allem auch noch viele Urlauber die nach Kroatien wollten, aber es war kein Stau. Vor Marburg sind wir dann abgefahren und mit sehr wenig Verkehr Richtung Budapest gefahren. Die Straße war schön zum Fahren und in einem guten Zustand. Erst vor Budapest wurde der Verkehr wieder schlimmer und die Straßen schlechter. Durch den vielen Verkehr in Budapest war es ein wenig anstrengend zu fahren, aber in Summe auch kein Problem. Der Campingplatz ist gut zu finden und das Einchecken ging sehr flott. Der Platz war sehr voll, aber wir haben ganz hinten beim neu renovierten Waschhaus einen Platz gefunden. Die Temperaturen waren sehr angenehm, deswegen haben wir uns draußen vor das Wohnmobil gesetzt und auch gleich unseren neuen elektrischen Thermacell in Betrieb genommen. Wie auf jedem Stadtplatz ist es hier nicht ganz ruhig gewesen. Auf der einen Seite ist eine Straße, auf der aber nicht viel Verkehr ist, gegenüber von uns sind die Züge gefahren, die durchaus hörbar waren. Damit war zwar um 00:00 Uhr Schluss, aber um 01:30 ist dann noch einmal ein rumpelnder und quietschender Güterzug durchgefahren. Und was tagsüber eigentlich am lautesten ist, sind die unzähligen Flieger die starten oder landen. Aber man gewöhnt sich an das in kurzer Zeit, und dann stört es nicht mehr. Und bis auf den einen Zug ist es in der Nacht eigentlich sehr ruhig. Das renovierte Waschhaus war super und auch immer sehr sauber. Nur der Ausguss für die Chemie Toilette fehlt hinten noch, da muss man quer über den Platz nach vorne gehen. Unsere Starlink Antenne hatte trotz der Bäume links und rechts einen guten Empfang ohne Ausfälle beim Streamen. Und das war gut so, weil das Campingplatz Wlan hat nicht bis zu uns gereicht, und das 4 G Netzt war eher bescheiden von der Geschwindigkeit. Wir haben uns aus den Vorräten ein Herrengulasch von unserem Fleischer des Vertrauens in Graz gemacht und danach den Abend vorm Fernseher und mit planen des nächsten Tages verbracht.

 

06.09.2025
Budapest
Gefahrene Kilometer mit dem Wohnmobil: 0 km

Da der Platz keinen Shop hat. haben wir uns das Frühstück Gebäck mit dem Omnia und Backweckerl selbst aufgebacken. Getränke usw. kann man bei der Rezeption kaufen, sonst aber nichts. Aber da sowohl der Spar, als auch der Hofer in fußläufiger Entfernung sind, ist das kein Problem. Das haben wir nach dem Frühstück auch genutzt, und sind mit den E-Bikes ein paar Dinge kaufen gefahren. Dabei haben wir auch eine spannende Camper Variante gesehen, was man so nicht jeden Tag sieht. Eine alte Diane (2CV) mit einem Dachzelt 🙂 . Ein paar Forint haben wir uns auch aus dem Automaten geholt. Danach haben wir uns mit der Budapest Go App am Handy die Tickets für die Öffis gekauft, und auch gleich in der App die Route geplant. Das Ziel war die Margaretheninsel. Die Anreise hat perfekt funktioniert und auf der Insel haben wir uns dann zwei Räder ausgeborgt. Die Insel war doch größer als gedacht, deswegen wollten wir das nicht zu Fuß ablaufen. Die Räder waren so richtige „Kraxn“ und mein Sattel ist dauernd nach unten gerutscht, aber für einen ersten Eindruck hat es gereicht. Beim Wonder Island haben wir dann eine Pause gemacht, und wollten etwas essen. Dort haben wir an der Theke gesehen das gerade ein Hekk ausgeliefert wurde, und haben das sofort bestellt. Das haben wir beim Radfahren auch schon gesehen, damals aber nicht bestellt. Das ist ein frittierter Seehecht der in einer Panade aus Paprika und Mehl gewälzt wurde. Dazu gab es Kartoffelspalten die mit Curry gewürzt waren, zwei  Limos, ein großes Bier und einen Espresso. Der Fisch war ausgezeichnet und auch überhaupt nicht fett und bezahlt haben wir umgerechnet 32 Euro. Weil wir uns ein wenig vertrödelt hatten, mussten wir uns jetzt sputen. Wir hatten online eine Sonnenuntergang Schifffahrt mit dem Namen „Budapest: Prosecco, Bier und Aperol Spritz so viel du willst“ gebucht- Das war die einzige Tour die ohne Gequatsche eine Guide und zur richtigen Zeit war. Dh. die Räder zurück geben, über die Brücke zurück zur Station der Straßenbahn 2 und dann der Donau entlang bis zu unserem Dock wo die Fahrt losging. Das Schiff war schön und man ist im Oberdeck gesessen und hat die coole Kulisse und den Vollmond genießen können. An der Bar gab es Bierdosen und große Behälter mit Limo, Aperol Spritz, Hugo Spritz und Prosecco, wo man sich mit dem Glas, das man gefüllt mit Prosecco beim Einstig bekommen hat, selbst bedienen konnte. Ich glaube es gab nicht viele die wirklich nüchtern vom Schiff gegangen sind 😉 . Wir haben uns auch rasch eine Decke organisiert, da es doch kühl wurde am Abend. So eine Schifffahrt am Abend kann man nur jedem empfehlen. Koste nicht viel, die Aussicht und das Licht ist super, und ob man die Prosecco Tour nimmt bleibt jedem überlassen. Wieder zurück mussten wir noch für eine Unterlage sorgen, und sind in einem der Hotel Restaurants direkt am Ufer noch etwas essen gegangen. Selbst hier in der besten Lage, war das Essen nicht viel teurer als im Wonder Island. Ziemlich müde sind wir von hier zur Straßenbahn gegangen, und dann mit Metro und Bus wieder zum Campingplatz gegangen. Dort sind wir noch duschen gegangen und dann bald ins Bett.  Um 01:30 ist wieder der Zug durchgerumpelt, aber länger als eine Minute war ich deswegen nicht munter 🙂 .


07.09.2025
Budapest
Gefahrene Kilometer mit dem Wohnmobil: 0 km
Gefahrene Kilometer mit dem Fahrrad: 38 km



Nach dem Frühstück wieder mit dem Omnia Gebäck, haben wir beschlossen heute mit den E-Bikes auszurücken. Wir haben in der Stadt und bei der Fahrt viele Radwege gesehen, und die Bike Map App hat auch einige angezeigt, Dh. dort eine Route planen, das ganze als gpx File auf Tablett exportieren, und dann von dort auf den Garmin verschieben und fertig ist die Navigation. Da wir gestern auf der Insel nur einen Teil gesehen haben, wollten wir dort noch einmal hinfahren. Die Radwege waren ziemlich durch gehend vorhanden und auch oft gut markiert, aber sie waren von breit bis sehr schmal mit Baum in der Mitte, und von super asphaltiert bis zu einer kompletten Rumpelpiste war alles dabei. Und vor allem waren sehr viel Glasscherben am Boden. Und ohne Navi wäre es vermutlich um einiges schwieriger gewesen den Weg zu finden. Was auch auffällt dass es hier fast keine E-Bikes gibt, und wenn doch sind es Touristen. Wir sind bis zur Donau gefahren, und dann noch ein wenig weiter, bevor wir umgedreht haben und zur Insel gefahren sind. In Budapest war am Vormittag ein Halb Marathon gewesen und von dem lag noch viel Mist herum. Auf der Insel haben wir uns gemütlich alles angesehen, bevor wir wieder ins Wonder Island gefahren sind. Diesmal haben wir uns zwei Pulled Pork Sandwiches geleistet, und danach noch einen sensationellen Kaiserschmarren mit Apfelmus. Danach sind wir wieder zurück zum Campingplatz gefahren. Beim Spar haben wir noch ein paar Flaschen Wasser mitgenommen, und bei der Rezeption eine Flasche ausgezeichneten 10 Jahre alten Rotwein. Den Abend haben wir gemütlich vor und später dann im Wohnmobil ausklingen lassen. Die Stimmung mit dem Vollmond und den kleinen Wölkchen war traumhaft, und alle haben Fotos gemacht. Bis jetzt hat sich die Entscheidung in den Osten zu fahren wirklich ausgezahlt. In Kroatien, Italien und Frankreich gab es viel Wind und Überschwemmungen, auch zuhause in Graz hat es dauernd geregnet, und wir hatten Sonne 🙂


08.09.2025
Budapest
Gefahrene Kilometer mit dem Wohnmobil: 0 km

Auch heute haben wir wieder ein spezielles Wohnmobil am Platz gesehen. Ich dachte zuerst dass das ein alter Fiat ist, aber Google Lens hat mich dann aufgeklärt dass das ein russischer UAZ-452 Buchanka (übersetzt „Brotlaib“ wegen seiner stromlinienförmigen 😉 Form), ein geländegängiger Kleintransporter mit zuschaltbarem Allrad und Differenzialsperre, der seit 1965 optisch fast unverändert gebaut wird, ist. Nach dem Frühstück sind wir heute wieder mit den Öffis los. Man kann mit den Bussen 44, 45 ,276E oder 176E bis Örs Vezer Tere fahren, und dort sind wir in die Metro umgestiegen und zum Kaffeehaus Gereaud gefahren. Das Café Gerbeaud liegt am Vörösmarty-Platz und ist als eines der ältesten Cafés eine Institution der ungarischen Hauptstadt Budapest. Es ist sehr schön, die Torten sind super, den Kaffee habe ich schon viel besser aber nicht viel teurer getrunken. Von hier sind wir durch die belebte Einkaufsstraße bis zur großen Markthalle spaziert, und haben uns die angesehen. Da wir auch schon Hunger hatten, haben wir geschaut ob wir dort etwas passendes finden. Das Essenangebot war gut und abwechslungsreich, aber es gab keinen Platz zum sitzen. Entweder war alles voll, oder man musste sich wo dazu quetschen, und das wollten wir nicht. Da wir sind die Einkaufsstraße retour, zu einem Lokal das uns ein bekannter empfohlen hat. Im Restaurant Fatal haben wir einen Platz bekommen, und eine Krautroulade mit einer Klobasse, und ein Gulasch oder besser gesagt Pörkölt mit Spätzle verspeist. Beides war ausgezeichnet, eine riesige Portion und preislich sehr günstig. Später haben wir uns noch einen für die Gegend typischen Baumkuchen gefüllt mit Eis geleistet. Da wir vom Herumlaufen der letzten Tage schon müde waren, haben wir dann den Heimweg angetreten. Beim Einkaufszentrum beim Örs Vezer Tere haben wir den Mediamarkt besucht, und das vergessene Kabel der elektrischen Bialetti Kaffeemaschine nachgekauft. Zurück am Campingplatz haben wir beschlossen um einen Tag zu verlängern, bevor wir auf den Plattensee zurück fahren. Jetzt ist der Regen von zuhause schön langsam nach Osten gewandert, und am Plattensee war Regen angesagt für morgen. Außerdem kann man in einer Stadt bei nicht optimalen Wetter sicher mehr unternehmen als am Plattensee. Und außerdem gab es hier auch noch soviel zum Ansehen 🙂

09.09.2025
Budapest
Gefahrene Kilometer mit dem Wohnmobil: 0 km

Heute wollten wir einmal die andere Seite der Donau besuchen, deswegen sind wir bald nach dem Frühstück wieder mit den Öffis los. Das Wetter war noch immer super, blauer Himmel statt Regen 🙂 . Zuerst haben wir uns die Turul Vogel Statue angesehen.  Die Turul Bird Statue steht im südlichen Teil des Burgviertels von Buda in unmittelbarer Nähe zur Bergstation der Standseilbahn. Die Standseilbahn war außer Betrieb, und die herumstehenden Minibusse wollten 15 € für den Transport auf den Hügel hinauf. Da uns das zu viel war, haben wir ein wenig geschaut und dann den öffentlichen Bus entdeckt. Der ist bei unserem Ticket inkludiert 🙂 . Wir haben den dort stehenden Bus auch noch gerade erreicht, und sind vor der Burg ausgestiegen. Bei der Burg ist eine riesen Baustelle und drinnen haben sie schon für das kommende Weinfest aufgebaut. Von hier oben hat man einen fantastischen Fernblick über Budapest. Bei einem Cafe vor dem Präsidentenpalast haben wir wieder einmal eine ausgezeichnet Limonade getrunken, bevor wir uns weiter dem Sightseeing gewidmet haben. Im Burgviertel haben wir das Ramazuri Bistronomy gesehen, ein Lokal das sehr ansprechend ausgesehen hat. Der Jamie Oliver Laden gegenüber hatte so schlechte Kritiken, das er sowieso nicht in Frage kam für uns. Das Essen dort war ein wenig feiner, auch ein wenig teurer für ungarische Verhältnisse, aber geschmacklich auch ausgezeichnet.  Dort sind wir dann mit zwei älteren Kalifornier ins Gespräch gekommen, und haben viel die aktuelle Politik in Amerika philosophiert. Es war interessant auch einmal die Meinung von zwei echten Amis zu dem neuen Präsidenten zu hören. Wie die ausgefallen ist, kann man sich bei Kaliforniern sicher denken 🙂 .  Wir sind dann zu Fuß den Hügel hinunter, und haben beim Rajkal Espresso einen coolen Gastgarten gesehen. Dort haben wir uns etwas Süßes gekauft, einen Espresso getrunken (ich) und dann noch 2 Aperol Spritz geleistet. Von hier sind wir dann schön langsam wieder zurück zum Campingplatz gefahren. Dort haben wir uns die Räder geschnappt, und sind zum Spar einkaufen gegangen. Am Abend hat es zu Regnen begonnen, und da das Wetter am Plattensee noch immer nicht ganz k war, haben wir noch einen Tag in Budapest angehängt


10.09.2025
B
udapest
Gefahrene Kilometer mit dem Wohnmobil: 0 km

Auch heute war wieder Sightseeing angesagt, auch wenn das Wetter ein wenig durchwachsen war. Es war ziemlich bewölkt, aber ab und zu hat die Sonne duch geschaut. Mit Sonne war es sofort warm, ohne mit dem Wind etwas kühl. Dh. es war ein ewiges an-und ausziehen und es hat nie gepasst 🙂 . Heute waren ein Wasserschloß und die Umgebung vom Heldenplatz unser Ziel. Die Burg Vajdahunyad befindet sich unweit des Heldenplatzes im Zentrum des Budapester Stadtwald. Die Burg liegt auf der Insel Széchenyi-sziget innerhalb des künstlich angelegten Sees. Die Burg ist wunderschön, leider war ein Teil des See wegen Bauarbeiten trocken gelegt. Von hier sind wir weiter zum Heldenplatz, der irgendwie ein wenig an den Heldenplatz von Wien erinnert. Danach sind wir weiter zu einem Fischlokal, das Helga herausgesucht hat. Das Bigfish Seafood Bistro. Wir haben uns draußen hingesetzt, aber ganz weit unter der Markise da schon die ersten Tropfen gefallen sind. Das Lokal ist aufgebaut wie ein Fischmarkt. Man sucht sich dort die Dinge aus die man gerne hätte, und bekommt die dann zubereitet. Natürlich gibt es auch fertige Kompositionen die hinten auf der Wand stehen. Man muss nur ein wenig aufpassen, einfach schnell und planlos Aussuchen kann schnell ins Geld gehen. Das Lokal war sicher eine Stufe feiner als alle anderen die wir bisher in Budapest besucht haben, und damit auch auf einem Preisniveau fast wie bei uns, aber das Essen war ausgezeichnet. Da daneben eine nette Konditorei war, haben wir die Nachspeise dann dort gegessen. Sicher auch gleich gut, aber billiger 🙂 . Nachdem haben wir beschlossen heimzufahren, da den restlichen Tag Regen angesagt war, und wir außerdem vom vielen Herumlaufen schon müde waren. Wir sind dann bei leichtem Niesel quer durch ein Viertel gegangen, wo ein Lokal neben dem anderen war, um zur Straßenbahn zu kommen. Wir haben noch ein paar Forint abgehoben da wir den Campingplatz nur bar bezahlen konnten, und haben dann von der Rezeption noch eine Flasche von dem alten ausgezeichneten Rotwein mitgenommen. Kaum waren wir im Wohnmobil, wurde der Regen mehr und das Trommeln am Dach war eine wunderbare Musik bei unserer Siesta. Da inzwischen schon wenig los war am Campingplatz, ganz anders als beim Kommen, durften wir bleiben solange wir wollen. Dh. das Putzen und Packen wurde auf morgen verschoben 😉 .


11.09.2025
Budapest – Zamardi
Gefahrene Kilometer mit dem Wohnmobil: 126 km



Nach dem Frühstück haben wir wie immer das Wohnmobil ein wenig aufgeräumt, die Räder verladen und gegen 14:00 sind wir los. DDavor habenw ir noch den Platz bar bezahlt, leider gibt es hier keine  Kartenzahlung. Durch Budapest war viel Verkehr, aber es war trotzdem gut zu fahren. Bei der Abfahrt Zamardi sind wir abgefahren und waren bald beim Camping Mirabella. Das Einchecken ging flott, und unser Platz in der ersten Reihe am See war sehr schön. Es gab hier viele Spinnen und Moskitos, aber das hatten wir schon vermutet. Sowohl die Sat Antenne als auch unsere Starlink hatten guten störungsfreien Empfang. Wir haben dann den Griller ausgepackt, und für ein gutes Essen gesorgt. Mit beiden Thermacell Geräten, hat man störungsfrei sitzen können. Allerdings waren wir ein wenig nachlässig beim Reingehen ins Wohnmobil, und ungefähr 50 von den Biestern sind mitgekommen. Ich habe eine Menge manuell erledigt, und dabei einige Flecken an der Decke verursacht, und den Rest hat der Gelsenstecker gekillt. Die Nacht war bis auf das laute Summen der Plagegeister angenehme und störungsfrei.

 


12.09.2025
Zamardi
Gefahrene Kilometer mit dem Wohnmobil: 0 km

Camping Mirabella – Schiffsanlegestelle – Balatoszemes – Aldi – Camping Mirabella
Gefahrene Kilometer mit dem Fahrrad: 31 km



In der Nacht war es kühl und ich habe mich ein wenig verkühlt und geschnupft in der Früh. Trotzdem haben wir gut gefrühstückt und sind dann mit den E-Bikes los. Wir sind immer den See entlang bis Balatoszemes. Teils fährt man auf Radwegen, teils auf kleinen Straßen, aber es ist überall gut zu fahren. In Balatoszemes haben wir bei einer Grillbude zwei Würste mit Pommes und zwei Zitronenlimo bestellt. Die Würste waren eine Blut und eine Leber/Breinwurst und alles war ausgezeichnet und sehr günstig. Nach der Jause haben wir umgedreht, und sind bis zum Aldi nahe unserem Campingplatz gefahren. Ich habe bei den Rädern draußen gewartet, und Helga hat ein paar Besorgungen gemacht. Später haben wir uns eine gute Jause vorm Wohnmobil gemacht. Beim reingehen ins Wohnmobil haben wir diesmal mehr aufgepasst, aber trotzdem kamen viele von den Viechern wieder mit. Zwei Gelsenstecker haben das Problem aber schnell erledigt.


13.09.2025
Zamardi
Gefahrene Kilometer mit dem Wohnmobil: 0 km

Camping Mirabella – Fähre – Tihany – Balatonfüred – Csopak – Balatonfüred – Fähre – Camping Mirabella
Gefahrene Kilometer mit dem Fahrrad: 37 km



Gegen Mittag sind wir mit dem Rad zur Schiffsanlegestelle gefahren. Dort haben wir uns beim Automaten zwei Hin und retour Tickets gekauft und dann ist auch schon die Fähre zur andere Seite gekommen. Einer der Radfahrer hatte einen fetten Ghetto Blaster mit, und hat uns mit cooler und lauter Musik versorgt. Die Überfahrt war kurz und auf der anderen Seite sind wir Richtung Tihany gefahren. Dazu muss den Hügel hinauf, und das letzte Stück auf der vielbefahrenen Straße fahren. In Tihany war sehr viel los, deswegen sind wir nach ein paar Fotos gleich weiter. Man fährt auf der anderen Seite des Hügels wieder runter, und durch eine schöne Landschaft bis man wieder am Ufer  des Sees ist. Dann geht ein schmaler Radweg bis zum Anfang von Balatonfüred. Ab hier ist sehr viel los, und man glaubt in Lignano oder Co zu sein. Eine Imbissbude nach der anderen, und trotz dem dass wir ein wenig Hunger hatten, hat uns nichts angesprochen. Nach Balotonfüred geht es wieder einen Hügel hinauf, und danach sind wir bei einem netten Lokal vorbei gekommen. Bei der Keredi Csarda haben wir ausgezeichnet, viel und sehr günstig gegessen, sicher besser als in Füred. Helga hat ein Heck Filet mit Pommes und Krautsalat gegessen, und ich ein Schweine Filet mit Entenleber, Pilzen und Rösti und einen gemischter Salat. Der gemischte Salat war ein Krautsalat mit ein paar Karottenstreifen und eingelegten Salzgurken und Zwiebel. Dann haben wir noch ein alkoholfreies Kirschbier bestellt. Schmeckt spannend, aber dauernd brauch das nicht ;-). Gut gesättigt sind wir mit einem kurzen Stopp für eine Kugel Eis, zurück zur Fähre gefahren. Kurz vor der Fähre hat ein Wahnsinniger noch unbedingt eine Wettfahrt mit uns machen wollen. Da Gegenwind war, waren wir mit unseren E-Bikes doch um einiges flotter als die alten ungarischen Räder ohne Motor unterwegs, und das hat den Kollegen scheinbar animiert ein Rennen zu beginnen und sich nicht überholen lassen zu wollen. Abgesehen davon das wir keine Lust darauf hatte mit ihm um die Wette zu fahren, hatte er ein kleines Kind dabei, das nicht so sicher auf dem Rad war, aber natürlich ihm nachfahren musste. Das war komplett unverantwortlich und wir haben uns zurückfallen lassen, um keine Unfall zu provozieren. Zum Glück haben seine Eltern dass dann irgendwann mitbekommen, und ihn gestoppt. Die Rückfahrt auf der Fähre war ruhig, es war auch viel weniger los. Zurück am Campingplatz sind wir Duschen gegangen, und dann ins Wohnmobil. Heute hatten wir keine Lust auf Moskitos. Da das Wohnmobil den ganzen Tag in der Sonne gestanden ist, mussten wir ein wenig die Klima aktivieren um bei vernünftiger Temperatur Fernsehen zu können. Der Film den wir ansehen wollten, war in einem Sender den ich am Satellit nicht gefunden haben, deswegen haben wir auf Starlink und Zattoo auf dem Fire TV Stick umstellt. Dank der Starlink Antenne ist das mit dem Datenverbrauch jetzt kein Problem mehr.


14.09.2025
Zamardi
Gefahrene Kilometer mit dem Wohnmobil: 0 km
Gefahrene Kilometer mit dem Fahrrad: 0 km

Um 05:30 ist ein Gewitter abgegangen, und ich musste aufstehen und die Dachluken schließen. Da heute das Wetter eher durchwachsen war, haben wir noch ein wenig weiter geschlafen. Um 08:00 bin ich trotzdem Regen schnell zum Shop gegangen, da das Brot nur sehr kurz zu kaufen war, dann war es aus. Danach haben wir noch eine Runde weiter geschlafen. Am späten Vormittag haben wir gemütlich im Wohnmobil gefrühstückt und dann den Tag mit Lesen und Fernsehen verbracht. Es war wieder einmal ein F1 Wochenende, dh. mir wurde es sicher nicht fad :-). Um ca. 15:00 war der Regen vorbei und wir haben unser zweites Gulasch vom Fleischer des Vertrauens in Graz zu einem Herren Gulasch verarbeitet. Am Abend hat man dann noch lange Lärm vom Pool gehört, aber wir haben erst am nächsten Tag erfahren was es war. Aber es hat sowieso nicht gestört.



15.09.2025
Zamardi
Gefahrene Kilometer mit dem Wohnmobil: 0 km

Camping Mirabella – Aldi – Camping Mirabella – Siofok –  Camping Mirabella
Gefahrene Kilometer mit dem Fahrrad: 33 km



Heute war der Shop wieder offen, nachdem er gestern wegen einem „technischen“ Problem geschlossen war. Wobei ich eher annehme, dass die lautstarke Feier der Angestellten am Pool bis lang nach Mitternacht, das Problem war 😉 . Wir hatten aber noch Backweckerl, also war das kein Problem. Später sind wir zum Alsi gefahren, um ein paar Dinge einzukaufen, und alle bisher gesammelten Pfandflaschen zurückzugeben. Als wir unsere Einkäufe verstaut hatten, sind wir Richtung Siofok aufgebrochen. Da keine Saison ist, darf man auch der Strandpromenade entlang fahren, soweit es geht. Dann wechselt man auf kleine Straßen bis Siofok. In Siofok haben wir nicht viel ansprechendes zu Essen gesehen, aber dafür einen Roboter der in einem Gastgarten herumgeirrt ist. Richtung Hafen haben wir dann ein offenes Touristenlokal gefunden. Beim Mustafa Restaurant haben wir gegessen. Mein Steak war gut, Helga Fisch eher grenzwertig. Der gemischte Salat war wieder ein gepimpter Krautsalat, Helgas Gurken Rahm Salat war Gurken mit Rahm und Paprika darüber. Auf etwas süßes hatten wir hier absolut keine Lust mehr, da wir uns das eigentlich überhaupt sparen hätten können. Bisher hatten wir in Ungarn immer gut gegessen, das hier war der erste Ausreißer. Bei einer Hotelbar an der Promenade nutzen wir die happy hour, und haben etwas Süßes, einen Espresso und zwei Negroni in der Sonne genossen. Zurück beim Wohnmobil haben wir dann eine Siesta gemacht, und später noch ein wenig aufgeräumt.


16.09.2025
Zamardi – Lendava – Marburg – Graz
Gefahrene Kilometer mit dem Wohnmobil: 294 km



Heute war das technische Problem im Shop wieder behoben, die Angestellten wieder ausgenüchtert (nur eine Annahme meinerseits 😉 ) und wir haben wieder Brot kaufen können. Um die restlichen Forint habe ich noch eine Flasche Wein gekauft. Später haben wir die Räder verladen, und um kurz vor 12:00 sind wir abgefahren. In Zarnadi haben wir noch den Tank angefüllt, und dann sind wir auf die Autobahn. Zuerst haben wir lange den angesagten Regen umfahren, aber irgendwann sind wir in einen kompletten Wolkenbruch reingefahren. Es war heute richtig kalt und ungemütlich und statt der Klima war heizen, lange Hosen und Pullover angesagt.  Es war wenig Verkehr, nur an der österreichischen Grenze war ein wenig Stau weil kontrolliert wurde und nur eine !!! Spur offen war. Etwas später haben sie wenigstens eine zweite Spur geöffnet und es ging ein wenig schneller. Auf der A9 Richtung Graz war dann wieder sehr viel Verkehr, und wir waren froh bei Graz abfahren zu können.