2021.07 Aquilea

Ziel: Aquilea
Zeit: 30.07.2021 bis 02.08.2021

Strecke: Graz – Udine – Aquilea – Udine – Klagenfurt – Graz
Gefahrene Kilometer: 675 km

Besuchter CP:
Camping Aquilea

30.07.2021
Graz – Wolfsberg – Klagenfurt – Villach – Tarvis – Udine – Aquilea
Gefahrene Kilometer: 329 km

Im Laufe der Woche haben wir beschlossen ,dass es wieder einmal an der Zeit wäre Grado zu besuchen. Grado ist zwar auch nur in Oberitalien und fest in österreichischer und deutscher Hand, aber für uns noch immer eine der italienischten Städte am Meer in Oberitalien. hierher kann man sogar im Winter fahren, in Lignano z.B. ist es im Winter ziemlich morbid weil alles zu ist. Da auch Ferragosto naht und somit ganz Italien auf Achse ist, wollten wir sicherheitshalber am Donnerstag einen Stellplatz reservieren. Das war aber irgendwie nicht einfach. In Grado haben wir schon fast alle Camping- und Stellplätze besucht, oder zumindest näher angesehen, und es gab eigentlich für uns nur einen einzigen brauchbaren Platz. Alle anderen haben uns nicht unbedingt angesprochen, hatten zu kleine Stellplätze oder zu viele Dauercamper. So versuchten wir auf der Homepage vom Camping Tenuta Primera einen Platz zu buchen, sind aber gescheitert da auf der Homepage keine Stellplätze mehr angeführt sind. Nach dem Jahr Corona Pause wurde der Platz renoviert, und nur mehr als Resort ohne Camping wieder eröffnet. Und damit ist bei uns die Krise ausgebrochen 😉 Nach längerem Suchen hat Helga dann aber eine Alternative gefunden, die wir zwar ein wenig skeptisch gebucht haben, aber irgendwie waren wir halt auf die Gegend Grado fixiert. Lignano oder Jesolo um diese Zeit müssen wir nicht haben, und weiter zu fahren zahlt sich für das Wochenende fast nicht aus.
Am Freitag am frühen Nachmittag sind wir dann aufgebrochen, das Wetter war in Italien eigentlich nicht schlecht angesagt, in der Steiermark dafür umso schlechter. Es war ein ziemlich dichter Verkehr bis Villach, aber wir sind gut und ohne Stau weitergekommen. Ab der Abzweigung zum Karawankentunnel ist es merklich ruhiger geworden, dafür haben sie  Richtung Slowenien/Kroatien ziemliche Wartezeiten im Radio angesagt. Wie leider schon üblich ist das Wetter im Kanaltal ziemlich mies gewesen, und erst bei Udine hat es wieder aufgerissen. Ein paar Kilometer vor Grado im Landesinneren, haben wir dann unser Ziel erreicht. Der Camping Aquilea war laut Internet ein kleiner aber sehr sauberer Platz, ohne jegliche Animation oder anderen Schnickschnack – und es war wirklich genau so wie beschrieben. Der reservierte Doppelplatz war ein Traum, zwar sonnig und ohne Schatten ab Mittag, aber mit traumhafter Aussicht auf den Turm von Aquilea und mit 144m2 auch nicht gerade klein. Es war sehr warm und man hat die dunklen Wolken im Landesinneren vorbei ziehen gesehen. Bei uns ist es aber schön geblieben.  Inzwischen hatten wir auch mitbekommen, dass in Graz am Nachmittag die Welt untergegangen ist, und ein 3 stündiges Unwetter mit Rekordregenfällen, Sturm und Hagel für ziemliche Verwüstung gesorgt hat.  Irgendwie waren wir dann doch ein wenig beunruhigt, weil wir im Vorjahr bei einem Unwetter Wasser in den Keller bekommen haben. Die Webcam die in den Garten schaut, und auch die im Haus haben aber auf den ersten Blick keine Schäden gezeigt, und auch das Gemüse im Hochbeete hat noch ganz vernünftig ausgesehen. Hilft sowieso nicht, und es wird schon gutgegangen sein, war die Devise und wir haben uns den Tag nicht versauen lassen.  Unser zuhause gekauftes Thermacell Gerät hat auch hier die Moskitos gut vertrieben. Wegen der nahen Lagune und den Kanälen, waren die Biester hier nicht gerade wenig und ziemlich hungrig. In der Nacht hat es auch hier ein wenig geregnet, aber für eine wirkliche Abkühlung hat nur die Klimaanlage  und in der Nacht dann das Gebläse gesorgt.

31.07.2021
Camping Aquilea
Gefahrene Kilometer: 0 km

Camping Aquilea – Terzod’Aquilea – Cervignano di Friuli – San Giorgo di Nogaro – Carlino – Marano Lagunare – Carlino – San Giorgo di Nogaro – Cervignano di Friuli – Terzo d’Aquilea – Camping Aquilea – Isola Volpera – Grado – Camping Aquilea
Gefahrene Kilometer mit dem Roller: 85 km



Beim Frühstück hat dann die Schwiegermutter angerufen, und Entwarnung gegeben.  Bis auf ein paar feuchte Stellen im Keller ist bei uns nichts passiert 🙂 Das Internet war voll von Bilder mit schwimmenden Autos und umgestürzten Bäumen in unserer Stadt, da ist es kein Wunder dass man sich da dann doch Sorgen macht. Da das geklärt war, hat auch das Frühstück gleich besser geschmeckt. Der Himmel war blau, und es hatte bald wieder 37 Grad. Wir haben den Roller genommen, und sind ein wenig herum gefahren um unsere Umgebung zu erkunden. Diese Gegend kannten wir eigentlich nur vom Durchfahren. Außer einem Besuch des Turm von Aquilea, hatten wir hier noch nie gestoppt sondern sind immer nach Grado weiter gefahren. Nach ein wenig herum fahren sind wir in Marano Laguna angekommen, einem kleinen und beschaulichen Fischerort. Beim Vorbeifahren hatten wir ein nettes Lokal gesehen, und sind am Rückweg da es auch schon kurz vor 14:00 Uhr war, auch gleich dort eingekehrt. Touristen hat man in der Taverna Al Pescatore vergeblich gesucht, die Tische waren alle in italienischer Hand. Sowohl die Muscheln als Vorspeise, als auch meine Nudeln und auch Helgas absolut fettfreies Fritto Misto waren ausgezeichnet und auch nicht wenig. Und das Schönste, die Preise waren wirklich angenehm niedrig. Auf der Rückfahrt hat sich der Roller mehr plagen müssen, weil die Bäuche von uns beiden gut gefüllt waren 🙂 . Zurück am Campingplatz haben wir eine kurze Siesta gemacht, und sind auch in den Pool baden gegangen. Auch hier gibt es nur den Pool, sauberes gut temperiertes Wasser, ein paar Liegen und einen Bademeister. Animation, Rutschen oder Musik sucht man hier vergeblich. Nach dem wir wieder trocken waren, sind wir zu einem zweiten Ausflug aufgebrochen. Wir haben uns die Isola Volpera mit dem Campingplatz Isola del Paradiso angesehen, schaut schön aus, aber war rappelvoll. Welch Unterschied zu unserm wirklich locker gefülltem Platz.  Von dort sind wir weiter nach Grado gefahren und haben dort eine Runde durch die Stadt gedreht. Aufgrund der Menschenmassen sind wir gar nicht stehen geblieben, sondern gleich wieder zurück nach Aquilea gefahren. In Zeiten der Pandemie, vorbei ist sie ja noch nicht auch wenn sich manche so aufführen, meiden wir, trotzdem dass wir beide schon zwei Mal geimpft sind, große Menschenansammlungen wo es geht. Auch heute war es in der Nacht sehr warm, und in der ersten Nachthälfte hat es wieder ein wenig geregnet. 

01.08.2021
Camping Aquilea
Gefahrene Kilometer: 0 km

Camping Aquilea – Aquilea – Grado – Fossavecchia – San Lorenzo – Fiumicello – Aquilea – Marina d’Aquilea – Aquilea – Camping Aquilea
Gefahrene Kilometer mit dem Roller: 50 km

Heute war das Wetter ein wenig durchwachsen angesagt. Der Himmel war schon in der Früh bedeckt und es sind immer wieder Wolken durchgezogen. Der Wind war auch ziemlich stark. Warm war es aber trotzdem wieder. Nach einen kleinen aber trotzdem recht langen Frühstück sind wir wieder mit dem Roller los. Richtung Grado hat sich der Roller ziemlich plagen müssen, weil wir einen heißen Gegenwind mit knapp 50 kmh hatten. Grado Down Town haben wir diesmal links (eigentlich rechts 🙂 ) liegen gelassen, und sind Richtung unserem alten Campingplatz gefahren. Der war offen, aber halt nicht mehr für Camper. Aber Summe gesehen war es für uns ein Gewinn dass er zugesperrt hat, sonst hätten wir den neuen Platz nicht gefunden und auch die wunderschöne Gegend im Landesinneren nicht näher kennen gelernt. Aufgrund der dunklen Wolken und auch schon ein paar Tropfen, haben wir den Plan nach Monfalcone zu fahren begraben, und sind über ein paar kleine Dörfer wieder zurück nach Aquilea gefahren. Dort haben haben wir bei der Basilika einen Stopp eingelegt. Dann hat sich schön langsam wieder einmal der Hunger gemeldet, aber nach dem gestrigen Lokal ist die Latte sehr hoch gehängt.  Vorher am Weg nach Grado hat Helga ein Schild von einem Lokal gesehen, und das wollten wir jetzt suchen. Wieder einmal waren wir überrascht davon, das Marina d’Aquilea nicht am Meer sondern mitten im Land gelegen war. An einem Kanal ist ein schöner Bootshafen, mit einem guten Lokal wo scheinbar nur die Bootsfahre und Einheimischen essen gehen. Es war zwar optisch nicht ganz so nett wie das gestern, das Essen war aber auch wieder ausgezeichnet. Den Roller hatten wir wegen den inzwischen schon sehr dunklen Wolken unter einer Stiege abgestellt. Nach dem Essen, beim Kaffee sind dann der Sturm und erste dicke Tropfen gekommen. Wir haben schnell gezahlt und sind von der Regenwolke getrieben aber immer knapp vor ihr, zum Campingplatz geflüchtet, wo wir sogar noch trocken angekommen sind. Nach ein paar Tropfen war der Spuk fürs erste wieder vorbei. Dort hab ich mir das Formel 1 Rennen angesehen und nach dem ist plötzlich der Empfang weg gewesen. Ich dachte zuerst noch dass der Receiver  eventuell zu heiß geworden ist und hab ihn ausgeschaltet. 10 Minuten später wusste ich was das Problem war. Ein kurzes aber heftiges Gewitter mit viel Regen und ein wenig Hagel ist über uns hinweg gezogen. 10 Minuten später war wieder alles vorbei und man konnte sich wieder raus setzen.  Das Wechselspiel Sonne und Regen, sollten wir an dem Abend noch öfters haben. Am Abend hab ich den Roller verladen, und Helga den üblichen kleinen Putz vom Wohnmobil gemacht. Die Nacht war angenehm kühl, wir mussten sogar irgendwann von den bisher verwendeten Leintüchern zum Zudecken wieder auf die Decken wechseln.

02.08.2021
Aquilea – Udine – Carnia – Resiutta – Malborghetto Valbruna – Tarvis – Arnoldstein – Villach – Klagenfurt (Decatlon) – Wolfberg – Graz
Gefahrene Kilometer: 346 km

In der Früh war der Himmel wieder blau, und im Landesinneren waren auch wieder die gewohnten dunklen Wolken. Nach einem gemütlichen Frühstück sind wir baden gegangen und haben gegen Mittag den Platz verlassen. Zuerst hat uns unser Navi ein wenig in die Irre geführt, es wollte über Slowenien zurück fahren, das haben wir aber bald bemerkt und korrigiert. Es hatte aber den Vorteil dass wir die dunkle Wolke umfahren hatten, und ohne Regen weggekommen sind. Bis ein Stück nach Udine sind wir auf der Autobahn gefahren, dann haben wir im dichten Rückreiseverkehr (trotz Montag!!!) bei einer Baustelle einen Stau gehabt. In Carnia haben wir die Autobahn verlassen und sind die normale Straße durchs Kanaltal gefahren. Es war wenig Verkehr und sogar sonnig, ich denke das erste Mal seit ein paar Jahren das es hier nicht regnet wenn wir unterwegs sind :-). Beim Wallner Wirt in Arnoldstein haben wir uns eingeparkt und ein Wiener bzw. einen Wallner Burger verspeist. Von dort sind wir weiter nach Klagenfurt, wo der nächste Stopp beim Decathlon geplant war. Nach ein paar Besorgungen haben wir noch die Jet besucht und den Tank wieder angefüllt. Von hier ist dann ohne weitere Stopps bis Graz weiter gegangen, nur bei der Baustelle in Wolfsberg hatten wir das Pech genau hinter einem langsamen weil überbreiten Schwertransport fahren zu müssen. Wenn die Schnarchnase vor uns mit seinem Tesla nicht solange geschaut hätte, wären wir beide noch vorbei gekommen und dann den Berg mit den erlaubten 80 kmh, statt mit 50 kmh hinauf gefahren. Aber trotzdem Hochachtung vor dem LKW Fahrer, links und recht zu den Betonwänden waren keine 5 cm, und ich wäre mit dem Gespann vermutlich keine 50 gefahren 🙂