2018.05 Punta Sabbioni

Ziel: Grado

Zeit: Donnerstag 10.05.2018 bis Sonntag 13.05.2018

Strecke: Graz – Punta Sabbioni – Graz

Gefahrene Kilometer: 875 km

Besuchter CP:
CP Marina di Venezia

10.05.2018
Graz – Udine – Punta Sabbioni
Gefahrene Kilometer: 429  km

Die Woche vor dem langen Wochenende war etwas turbulent und es war eigentlich lange nicht sicher ob wir überhaupt fahren können. Wir wollten eigentlich mit unserem neuen Roller und dem Hänger nach Kroatien fahren, es hat aber mit beiden Verzögerungen gegeben. Der Roller ist eine Woche zu spät gekommen, ist aber bereits angemeldet. Den Hänger haben wir am Mittwoch geholt, allerdings konnten wir ihn wegen Problemen mit den Papieren nicht anmelden. Und zum darüber streuen hab ich mir am Dienstag noch einen Weisheitszahn ausgebissen. So sind wir erst am Donnerstag, ohne Roller und Hänger, aber dafür mit den Rädern, nach Punta Sabbioni aufgebrochen. Es war sehr viel Verkehr und die Baustellen in Kärnten auf der Pack sind ziemlich nervig. In Villach haben wir wie immer noch einmal den Tank angefüllt, bevor wir bei Sonnenschein das Kanaltal in Angriff genommen haben. Bis Udine ist es gut gegangen, dann ist der Stau auf der A4 losgegangen. Es gab laut Überkopftafeln einen Unfall und deswegen ca. 30 Minuten Verzögerung mit Stopp and Go Verkehr. Um 14:00 Uhr waren wir am Camping Marina di Venezia, und wurden trotz Mittagsruhe reingelassen. Da heute der erste Öffnungstag war (wussten wir auch nicht) und die Baustelle noch nicht ganz fertig, war es heute noch nicht so genau. Es sind viele Plätze mit frischem Meeressand (wegen der Muscheln) aufgeschüttet worden und deswegen etwas tief wenn man reinfährt. Wir haben ein paar zugesehen wie sie sich eingegraben haben, auch ein Porsche war dabei. Mit etwas Gefühl im linken Fuß und der Anfahrhilfe Traction Plus ist es aber kein Problem gewesen. Es war genug Platz frei (fast zu viel für uns weil wir da dann immer kompliziert werden 🙂 . Wir haben uns einen schönen großen Stellplatz gesucht und Helga ist dann zum Shop gegangen. Es war gar nicht so einfach einen Weg durch die Baustelle zu finden, aber dafür ist die Shopping Meile jetzt wirklich ein Hit. Sie hat auch den neuen Fischhändler entdeckt und ist dann gleich wieder mich holen gekommen. Inzwischen hatte ich alles aufgebaut und die Räder abgeladen. Wir haben uns dann frische Lachssteaks, Scampi und Tintenfisch gekauft, und gleich mit viel Gemüse gegrillt. Da alles ziemlich leicht zu beißen war, ich es mit meiner neuen Zahnlücke auch so halbwegs essen können. Den restlichen Nachmittag und Abend haben wir vorm Wohnmobil verbracht und Pläne für morgen geschmiedet.

11.05.2018
Punta Sabbioni
Gefahrene Kilometer mit dem Rad: 12 km

Die Nacht war kühl und ruhig. In der Früh bin ich einkaufen gegangen, und es war alles noch ein wenig chaotisch. Wir haben dann gemütlich mit Ham and Eggs vom Griller in der warmen Sonne gefrühstückt. Der Plan war zuerst zum Terminal in Punta Sabbioni zu fahren, um zu sehen wann das Schiff nach Venedig fährt (für morgen), und dann eine Runde mit dem Rad Richtung Lio Piccolozu fahren. Aber schon am Weg zum Schiff hat sich ein Problem bei Helgas Rad gezeigt. Zuhause war alles ok, jetzt ist ein Kettenglied fest gegangen. So sind wir nach der Schiffstation zurück gefahren und in der Bar Chiosco Beachpoint alle Dune eingekehrt. Irgendwie waren wir beide gar nicht böse nach der stressigen Wochen einfach einen Ruhetag einzulegen. Ich hab mit Werkzeug und Kriechöl zwar versucht das Kettenglied irgendwie wieder gängig zu machen, bin aber gescheitert. Später am Campingplatz haben wir eine gemütliche Siesta im Schatten der Markise eingelegt. Beim Fischhändler hab ich dann die Vorspeise besorgt, Oktopus mit Kartoffel und einen Meeresfrüchtesalat und dann sind wir grillen gegangen. Von zuhause aus dem Kühlschrank hatten wir noch ein Steak, Rostbratenwürstel und viel Gemüse mit. Da die Fleischqualität sehr gut war, hab ich es auch schon beißen können. Helga hat noch Fast Lane Tickets für den Dogenpalast für morgen besorgt und Abends haben wir uns bald zum Schlafen zurück gezogen (war ja ein anstrengender Tag 😉 ). In der Nacht war es viel wärmer als gestern, und die Gelsen sind richtige riesige hungrige Biester, aber zum Glück sind es nicht sehr viele und wir haben alle möglichen Mittelchen dagegen mit..

12.05.2018
Punta Sabbioni – Venedig – Burano –  Punta Sabbioni
Gefahrene Kilometer mit dem Rad: 11 km

Nach dem Frühstück sind wir mit den Rädern zum Terminal in Punta Sabbioni  gefahren, und haben sie gut mit 3 Schlössern versperrt. Wir haben uns gleich zwei Tagestickets gekauft, um auch in Venedig flexibel zu sein. Am Markusplatz sind wir ausgestiegen und gleich zum Dogenpalast (Palazzo Ducale) gegangen. Die Schlange zum Ticket kaufen war sehr lang, bei der Fast Lane Spur haben wir 15 Minuten gebraucht bis wir drinnen waren. Beim Sicherheitscheck musste ich noch den Leatherman abgeben, er wurde mit einer Nummer beim Ausgang für mich hinterlegt. Generell sind die Beamten dort sehr freundlich und entspannt, ganz anders als z.B. im Vatikan oder Mailänder Dom. Der Palast ist sehr schön und wirklich sehenswert. Wenn man über die Seufzerbrücke vom Dogenpalast zum Gefängnis (Prigioni nuove) geht, hat man einen coolen blick auf den Canal hinaus. Später am Markusplatz waren für Venedig wirklich sehr wenig Leute, gerade einmal ganz vorne war er voll. Wir sind dann ohne einen Plan weiter Richtung Rialtobrücke spaziert. Wir waren jetzt schon so oft in Venedig, das wir uns inzwischen ganz gut auskennen und uns nichts mehr schreckt. Da sich nach dem kleine Frühstück inzwischen der Hunger meldet, haben wir nach einem ansprechenden Lokal Ausschau gehalten. Bei der ersten Wahl waren zwar trotz Mittagszeit (wie bei fast allen anderen auch) viele Tische frei, der Kellner wollte uns aber nur auf einen für uns absolut nicht passenden Tisch hinsetzen lassen. Pech gehabt, dann gehen wir halt wo anders hin. Beim nächsten waren wir mehr willkommen und konnten uns aussuchen wo wir sitzen wollen. Ich hab mein Lieblingsgericht in Venedig bestellt, Tintenfisch in der eigenen Tinte  mit Polenta. Helga hat eine Lasagne bestellt. Es war beide sehr gut und auch preislich absolut im Rahmen. Nach einer kurzen Pause sind wir dann über die Rialtobrücke weiter in Richtung Bahnhof spaziert. Irgendwann hat es uns dann gereicht und wir haben uns ein Terminal am Canale Grande gesucht. Von dort sind wir mit der Linie 1 bis S. Elena gefahren. Dort sind wir in die Linie 4.1 umgestiegen und bis F.te Nove gefahren. Nach 5 Minuten ist das Schiff von Murano/Burano gekommen, unglaublich wie viele Leute aus dem Schiff heraus gekommen sind. Wir fragen uns noch heute wo die alle Platz gehabt haben. Auf der Insel Burano sind wir ausgestiegen, gleich wie beim letzten Besuch. Vorm Terminal ist eine sehr lange Schlange gestanden, das hat uns ein wenig für die Weiterfahrt beunruhigt. Egal wir sind eine Runde gegangen und haben die bunten Häuser genossen, bevor wir wo eingekehrt sind. Im nachfolgenden weiteren Spaziergang war die Stimmung im weichen Abendlicht noch viel schöner. Beim Terminal waren weniger Leute, und die haben sich für die Richtung Venedig angestellt. Aber auch unser Schiff in Richtung Punta Sabbioni  hat sich im Lauf der Fahrt ziemlich gefüllt. Unsere Räder waren dank der Schlösser noch da, und so sind wir zum Campingplatz retour gefahren. Wir haben uns dann mit einer eisgekühlten Flasche Asti vors Wohnmobil gesetzt, und die Eindrücke vom heutigen Tag verarbeitet 🙂 . Die Nacht war wieder angenehm und ruhig.

13.05.2018
Punta Sabbioni – Udine – Graz
Gefahrene Kilometer: 446  km

Der Ablauf in der Früh war der selbe wie die letzten Tage, einkaufen, frühstücken und in der Sonne sitzen. Dann haben wir schon ein wenig zusammengepackt und beschlossen erst nach der Mittagspause um 15:00 ab zufahren. In der Vorsaison darf man am Abreisetag bis 23:00 Uhr stehen bleiben. Um 12:30 haben wir uns dann um entschieden und schnell den Rest gepackt und geduscht. Um 12:55 haben wir den Platz verlassen und sind Richtung Heimat aufgebrochen. Die Baustelle auf der A4 war diesmal kein Problem und so sind wir bis Udine ohne Probleme oder Verzögerungen gekommen. Bei der Autobahnstation nach Udine haben wir eine Pause eingelegt und etwas gegessen. Aus den Resten vom gestrigen Grillen, ein paar Kartoffeln und viel Gemüse wurde ein schmackhaftes Gröstl gezaubert. Parallel dazu hab ich ein wenig F1 geschaut (so ein Zufall das der gerade gelaufen ist 😉 ). Wir haben uns am ziemlich leeren Parkplatz ganz in eine Ecke gestellt, und kurz darauf unseren persönlichen Kärntner Kuschelcamper ausgefasst. Trotz leerem Parkplatz hat er sich auf einen halben Meter daneben gestellt und dann noch ewig seine Scheibe geputzt und mit einem Staubwedel sein Auto abgestaubt ??? Dabei musste er natürlich immer wieder durch unsere offene Tür kontrollieren was bei uns drinnen passiert, aber grüßen wäre schon wieder zu viel verlangt gewesen. Aber ich bin ja wirklich froh wenn er sich offensichtlich durch unsere Nähe sicherer gefühlt hat im wilden Italien am Autobahnparkplatz 😉  Inzwischen ist der Himmel ziemlich dunkel geworden und ich hab zu Helga gerade noch gesagt das mir ein paar (!!!) Regentropfen zum „Entsanden“ vom Auto gar nichts machen würden. Es waren ein paar Tropfen mehr, eigentlich war es eine ziemliche Sintflut durch das ganze Kanaltal hinauf. Der Regen hat uns dann bis kurz vor Graz begleitet, aber es war nur mehr ein normaler Landregen. Bei den Baustellen auf der Pack hatten wir zwei Mal Stau mit Stop and Go Verkehr, in Summe haben wir wieder ca. 30 Minuten verloren bis Graz. Kurz vor Graz wurden wir dann von einem schönen Regenbogen begrüßt.